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„Democracy Dies in Darkness“: Der neue Slogan der Washington Post ist ein starkes Anti-Trump-Statement

Washington Post-Eigner Jeff Bezos: „Democracy Dies in Darkness“
Washington Post-Eigner Jeff Bezos: "Democracy Dies in Darkness"

Werbe-Slogans sind seit jeher ein guter Indikator für gesellschaftliche Strömungen und Veränderungen. So gesehen, ist der neue Claim der Washington Post ein eindeutiges Statement der Zeitung. Er lautet: „Democracy Dies in Darkness“. Die Botschaft ist klar: Die Journalisten sehen sich offenbar in der postfaktischen Trump-Ära als eine der letzten Verteidigungslinien von Freiheit und Demokratie.

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Der Slogan spiegelt zudem die Situation und das aktuelle Selbstverständnis vieler US-Journalisten. Sie befinden sich in einem Land, das einen Präsidenten hat, der den Medien den Krieg erklärt hat, faktisch richtige Berichterstattung als Fake-News bezeichnet, selbst alternativen Fakten verbreitet und dessen Popularität trotzdem noch nicht massiv einbricht. Gleichzeitig steigen die Abo-Zahlen der großen Qualitätsmedien, die sich kritisch mit Donald Trump auseinander setzen.

Der neue Slogan wurde erstmals im neuen Snapchat-Angebot der Zeitung entdeckt. Auf Nachfrage der New York Times verriet der Konkurrent aus der Hauptstadt, dass der Claim in der nächsten Zeit immer häufiger eingesetzt werden soll. Er basiert auf einem Satz des Verlegers Jeff Bezos, der diesen während einer Rede im Newsroom der Washington Post verwendete. Seitdem wurde die Phrase intern zu einer Art Mission-Statement der Redaktion. Jetzt soll er auch nach Außen hin zu einem Leitgedanken des Medienhauses werden.

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Alle Kommentare

  1. „Er basiert auf einem Satz des Verlegers Jeff Bezos, der diesen während einer Rede im Newsroom der Washington Post verwendete.“ –
    Nöö, der Satz ist von Woodward, Dez. 2010 Rede vor der International Bar Association in Vancouver (ich vermute allerdings der Satz ist viel älter). Woodward warnte übrigens vor dem sog. „deep state“ oder auch „secret government“, also ausgerechnet das allmächtige Netzwerk aus Geheimdiensten, Politik, Wirtschaft, Medien usw. das gerade so energisch gegen Trump kämpft.
    Man findet die Rede übrigens nach ca. 10 Sekunden googlen, was, im gegensatz zu einer twitter-„Recherche“ à la „Das sagt das Netz über…“, einen verständlicherweise unzumutbaren Arbeitsaufwand bedeuten würde, ist ja auch länger als 140 Zeichen so eine Rede.

  2. Washington Post, die mit der Zensur-Blacklist ?
    Ich verstehe nicht wie man derartige Medien so unkritisch sehen kann. Diese Doppelstandards schreien einen doch förmlich an und die Alarmglocken müssten eine betäubende Kakaphonie bimmeln! Wie war das: Wehret den Anfängen?!

    Wann kommt endlich mal eine objektive, unabhängige Institution, ein echtes Korrektiv für die Medien, es war noch nie so bitter bitter nötig wie heutzutage.
    Oder muss man auf Wikileaks und Co. hoffen, die bestätigen könnten was viele lange schon vermuten?

  3. Der Slogan ist gut, das muß ich der WP und Herrn Bezos zugestehen. Persönlich ziehe ich die NYT vor. Herr Bezos, ein US Oligarch, ist mir unsympathisch, ferner irritiert seine Geschäftsverbindung mit der CIA.

  4. Mir geht das Trump bashing langsam auf die Nerven. Wie lange ist es her seit der Machtübernahme (ARD !!!) äh Wahl des Regime(BILD-Zeitung) Trump?

    Das kommt mir vor wie damals bei Heino dem Sänger. Der nahm eine Platte auf mit gecoverten Songs von Den Ärzten und anderen. Was wurde da gehöhnt und einige von diesen gecoverten versuchten Heino das Covern zu verbieten. Dabei hat Heino aus Schrott mehr oder weniger hörbare Lieder gemacht.

    In der Tat, Jeff Bezos sollte Steuern bezahlen und sich nicht Hobbies wie die Washingtoner Post leisten. Dann könnte er im demokratischen Sinne mitreden.

  5. Jeff Bezos muss ein seltsames Verständnis für Demokratie haben.
    Keine Steuern zahlen wollen, aber von Demokratie sprechen?
    Was mag ihm wohl außer Gewinnmaximierung dabei vorschweben?
    Das Gemeinwohl sicher nicht.

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