Blasser Start für Christian Ulmens „Jerks“, „Frau Temme“ stürzt im Ersten endgültig ab

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Fahri Yardim (l.) und Christian Ulmen in "Jerks"

Die spätpubertäre, aber lustige ProSieben-Serie "Jerks", die bei Maxdome ihre Premiere feierte, lief im Free-TV nicht sonderlich gut an: Solide 10,1% gab es bei den 14- bis 49-Jährigen um 23.15 Uhr für die erste Folge, nur noch schwache 8,3% danach für die zweite. Eine andere deutsche Serie, "Frau Temme sucht das Glück" verlor im Ersten weitere Zuschauer - der Tagessieg ging an "Die Rosenheim-Cops".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. „Jerks“ startet zunächst halbwegs solide, verliert zwischen Folge 1 und 2 aber viele Zuschauer

Die Comedyserie „Jerks“ lief also nach der Maxdome-Premiere nun auch bei ProSieben an. Und während die erste Episode um 23.15 Uhr mit 530.000 14- bis 49-Jährigen und 10,1% für ProSieben-Verhältnisse noch halbwegs solide lief und den zweitbesten Marktanteil zwischen 17.55 Uhr und 1 Uhr nachts – ab einem allerdings erschreckend schwachen ProSieben-Abend – erreichte, ging es für Folge 2 um 23.40 Uhr deutlich nach unten: 350.000 14- bis 49-Jährige, also rund ein Drittel weniger als zuvor, waren noch dabei, der Marktanteil fiel auf sehr unschöne 8,3%. Womöglich spielte dabei auch eine Rolle, dass Folge 2 schon offen im Netz zu sehen war.

2. „Frau Temme sucht das Glück“ und findet es immer weniger

Eine andere neue deutsche Serie verliert im Ersten von Folge zu Folge mehr Zuschauer. Nur noch 2,49 Mio. sahen um 20.15 Uhr „Frau Temme sucht das Glück“, der Marktanteil stürzte mit 7,9% deutlich unter das ARD-Normalniveau. Zum Vergleich: Folge 1 sahen noch 4,36 Mio. Menschen, danach ging es über 3,48 Mio. und 3,26 Mio. auf nun 2,49 Mio. herab. „In aller Freundschaft“ erreichte im Anschluss mit 4,36 Mio. und 13,6% auch keine Normalform und belegt in den Tages-Charts nur Rang 3. Der Sieg geht an „Die Rosenheim-Cops“ des ZDF, die um 19.25 Uhr 4,80 Mio. (16,2%) einschalteten. Dahinter folgt mit der 19-Uhr-„heute“-Sendung noch einmal das ZDF: 4,40 Mio. (16,7%) sahen zu. „Karnevalissimo“ kam um 20.15 Uhr auf immerhin 4,15 Mio. Seher und gute 14,0%.

3. Sat.1 holt mit Film-Premiere gute 12%, verliert aber knapp gegen RTL

Bei den 14- bis 49-Jährigen gehen die ersten drei Plätze der Tages-Charts an RTL: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gewann den Tag mit 1,59 Mio. jungen Zuschauern und 18,3%, dahinter folgen die beiden „Bones“-Folgen. Um 20.15 Uhr sahen 1,25 Mio. (12,4%) zu, um 21.15 Uhr 1.35 Mio. (13,2%). „Bones“ gewann damit nur knapp gegen die Sat.1-Premiere der eigenproduzierten Romantikkomödie „Für Emma und ewig“. Die erreichte mit 1,22 Mio. 14- bis 49-Jährigen immerhin gute 12,0%. ProSieben blieb mit den „Simpsons“ bei 7,6% bis 9,7% hängen, mit dem „Circus Halligalli“ bei 8,5% und auch „Jerks“ lief ja nicht sooo gut (siehe oben).

4. RTL IIs „All inclusive“ startet ordentlich, verliert aber gegen die „Ewigen Helden“ von Vox

Bei RTL II lief um 20.15 Uhr die neue Kuppel-Soap „All inclusive – Mit Kund und Koffer zur neuen Liebe“ an – und das durchaus erfolgreich. Immerhin 620.000 14- bis 49-Jährige sahen zu – ein ordentlicher Marktanteil von 6,1%. Die „Pop-Giganten“ fielen im Anschluss mit 300.000 jungen Zuschauern auf blassere 5,2%. Bei Vox kamen die „Ewigen Helden“ diesmal auf 750.000 14- bis 49-Jährige und 7,4%. Klar schwächere Zahlen als bei der Premiere vor einer Woche (950.000 / 9,0%), aber immer noch gute. Nicht gut war hingegen erneut die Performance von „Neues vom Hankenhof“ bei kabel eins: 400.000 junge Zuschauer entsprachen nur 4,0%.

5. RTL Nitro punktet mit Bud Spencer und Jean-Claude van Damme, der NDR mit „Visite“

Bei den kleineren Sendern sorgte am Dienstagabend RTL Nitro für gute Quoten im jungen Publikum: 270.000 14- bis 49-Jährige sahen um 20.15 Uhr „Plattfuß in Hong Kong“, 190.000 danach noch „Geballte Ladung – Double Impact“. Die Marktanteile der beiden Filme lagen bei 2,7% und 3,6%. Normal waren für RTL Nitro in den jüngsten 12 Monaten 1,5%. Ab 0.30 Uhr bescherten 120.000 junge Zuschauer einer weiteren „Plattfuß in Hong Kong“-Ausstrahlung sogar noch 5,7%. Im Gesamtpublikum lief es am Abend für das NDR Fernsehen top: 1,66 Mio. sahen dort ab 20.15 Uhr das Gesundheitsmagazin „Visite“ – ein Marktanteil von 5,2%. zdf_neo erreichte mit „Stralsund – Mörderische Verfolgung“ 1,50 Mio. Seher und 4,7%, mit „Letzte Spur Berlin“ im Anschluss 1,09 Mio. und 3,9%. Über der Mio.-Marke landete auch noch der Karneval im SWR Fernsehen und der „Tatort“ im BR Fernsehen.

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Alle Kommentare

  1. Leider läuft immer mehr Müll im System-TV.
    Ulmen ist ein Garant für Medien-Müll.

    Gutes läuft aber auch noch. Hannes Jaennecke im Einsatz für… auf Phönix.
    Leider zeigen sie nur 2 von 4 Folgen…
    Die Folge „Orang Utans“ wird nicht mehr gesendet, weil „Affenbordelle auf Borneo“ als Thema viel zu „sensibel“ ist.
    Hätte aber bestimmt gute Einschaltquoten!

  2. Nö…bei Jerks spielte eine Rolle, dass es ein pubertärer Männer-Traum oder was auch immer ist. Masturbationskurse und dieser ganze Männer-Kindergarten-Kack ist mega-enttäuschend. Bei TEMME ist es eine ganz ähnliche Männer-machen-Serien-Katastrophe: Die über-vorsichtige Temme (typische Frauen-„Hauptrolle“) mit lebensuntüchtiger Schwester (was sonst?) und als weiterer Frau im Büro eine Chefsekretärin (was sonst?) ist umgeben von Männern: Brambach, Kukulies, Schwarz, Ulfsäter, von Bülow, alle vielschichtiger als die Frauenrollen (was sonst?). Dazu weiter Männer: Headautor, Idee, Musik, Kamera, Schnitt, Kostüm, Producer… Produzentin, Redakteurin sind zwei Frauen (tja, die dachten wohl, da stellen wir mal eine Frau in den Mittelpunkt hohoho und lassen sie mal was gaaanz tolles spielen, sic!) und obendrüber noch ’nen Mann, Gebhard Henke vom WDR. Fein, dass sich die Schaupieler mal wieder in dollen Rollen darstellen durften. Bringt ihnen sicher die nächsten 20 dollen Rollen ein. Was für eine Farce, was für öffentlich-rechtliche Frauenbilder im Fernsehen. Mehr gefällig? Schauen Sie einfach mal genauer hin, was die SchauspielerInnen da so spielen „dürfen“ oder besser müssen.

    1. oh… die REGIE hab ich vergessen. Bei „Temme“ natürlich ein Mann – was sonst? Wenn man sich einmal mit dem Thema Frauen/Männer im TV plus Frauenrollen/Männerrollen auseinandergesetzt hat, wird man(n) richtig wütend. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist Frauendiskriminierung in einem Ausmaß, wie man sie im Jahr 2017 in Deutschland niemals für möglich gehalten hätte. Und viele Frauen in den Sendern oder als Produzentinnen machen da – ohne Hirn und Verstand – einfach mit. Es ist unfassbar, unfassbar… wirklich! Wenn man in der Branche dabei steht, wenn es – bei Männern (wem sonst?) – um Frauenrollen geht, wird einem echt schlecht (zu dünn, zu dick, zu weich, zu hart, zu dumm oder mit der hab ich gepennt, die nicht und vice versa).

  3. Bei Jerks spielt m.M. nach noch eine Rolle, das dafür kaum Promo gemacht wurde. Hätte ich nicht den Zeit-Artikel dazu gelesen, hätte ich den Serienstart fast verpasst.

    1. Oh… Sie haben Promo geschrieben.. ich hab aus Versehen Porno gelesen. Na, der Ulmen braucht doch keine Promo mehr, dem stehen doch in der TV-Branche alle Türen Scheunentor-weit offen. Da wird der Schotter auf direktem Weg ins Haus gekarrt hat man das Gefühl.

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