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Fake Post: Facebook-Chef Mark Zuckerberg bedankt sich bei Journalisten, doch eine Falschmeldung geht viral

Bad News aus dem eigenen Netzwerk ausgerechnet kurz vor seiner Eröffnungsrede bei der Entwicklerkonferenz F8: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
Bad News aus dem eigenen Netzwerk ausgerechnet kurz vor seiner Eröffnungsrede bei der Entwicklerkonferenz F8: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Wenn es noch eines Beispiels bedurft hatte, wie ungefiltert Nutzer inzwischen Beiträge in den sozialen Netzwerken konsumieren, dann lieferte ihn jetzt der Satire-Twitter-Account Pixelated Boat, der einen Beitrag von Facebook-Chef Mark Zuckerberg ironisiert postete. Aufhänger war der Original-Post von Zuckerberg zum President's Day, in dem der 32-Jährige Journalisten für ihre Arbeit dankte. Im Fake Post, der mehr als 10.000 Mal gelikt wurde, wird der Facebook-Chef dagegen als arroganter Mistkerl dargestellt, der einen alten Redakteur eine Zeitung essen lässt.

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Mark Zuckerberg betreibt in diesen Tagen viel Aufwand, um sein eigenes Facebook-Profil auf Hochglanz zu trimmen – manche behaupten gar, um es ein wenig präsidial erscheinen zu lassen. 12 Mitarbeiter (!) sind allein mit dem Befüllen des wohl wichtigsten Facebook-Profils beschäftigt.

So am gestrigen President’s Day. Zuckerberg postete ein Bild, das ihn mit seiner Frau Priscilla vor der Lokalzeitung The Selma Times in Alabama zeigt.

„Die Leute arbeiten hart am President’s Day, um ihre Gemeinde zu informieren“, schreibt Zuckerberg. „Dies ist ein guter Anlass, um sich bei Journalisten rund um die Welt zu bedanken, die unermüdlich arbeiten und dabei manchmal sogar ihr Leben riskieren, um über die Wahrheit zu berichten.“

Dann bezieht der 32-Jährige eine deutliche Anti-Trump-Position – statt Medienschelte gibt es eine Umarmung vom Facebook-Chef: „Ich bin nicht immer mit euch einer Meinung, aber so sollte die Demokratie funktionieren. In Namen vieler Menschen im Lande und in der ganzen Welt, möchte ich mich bei Eurer Arbeit bedanken“.

„Ich bezahl Dir 10.000 Dollar, wenn Du die Zeitung isst“

So weit, so gut. Wenige Stunde später kursierte auf Twitter indes eine ganz andere Version von Zuckerbergs Post, der vermeintlich im Profilbild, dem verwendeten Foto und der Standortangabe identisch aussieht. Nur der Text liest sich nach dem Eingangssatz ganz anders.

„Ein Redakteur, den ich traf, war ein älterer Mann im abgewetzten Anzug. „Ich sagte ihm: Du siehst aus, als könntest du etwas Geld gebrauchen, Alter. Ich bezahl dir 10.000 Dollar, wenn du eine Zeitung isst.“ Der Redakteur hält das für einen Scherz, doch Zuckerberg meint es vermeintlich ernst: „Ich bin ein Milliardär, kann mich irgendwas aufhalten?“, wird dem tatsächlich 56-fachen Milliardär in den Mund gelegt.

Dann wird es brutal. „Es dauerte 42 Minuten, bis er die Zeitung gegessen hat. Für 42 Minuten hatte ich die totale Kontrolle über den Mann. Ich habe mich nie lebendiger gefühlt. Ich wette, so fühlt es sich an, Präsident zu sein“, spielt der Post mit Trumpschen Anspielungen.

Ist dem Facebook-Chef sein kometenhafter Aufstieg am Ende nun doch zu Kopf gestiegen? Achtung, Satire! Beim irren Post handelt es sich natürlich nicht um den Originalbeitrag von Mark Zuckerberg, sondern um eine abgewandelte Version des Satire-Twitter-Accounts Pixelated Boat, der schnell viral ging.

10.000 Likes und 3700 Retweets sammelte der Post binnen der ersten Stunden ein. Zahlreiche Twitterer, inklusive einer Washington Post-Redakteurin, glaubten zunächst an die Echtheit des Tweets:

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Wer einmal den Nachweis erbracht haben wollte, wie Fake News funktionieren – Pixelated Boat hat ihn ausgerechnet anhand des Chefs des weltgrößten sozialen Netzwerks geliefert. Satire darf bekanntlich alles…

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