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ProQuote-Viral: Jörg Schönenborn präsentiert Entwicklung weiblicher Führungspositionen als Wahl-Analyse

Jörg Schönenborn präsentiert die Frauen-Quote in den Verlagen als Daten- und Wahl-Gag
Jörg Schönenborn präsentiert die Frauen-Quote in den Verlagen als Daten- und Wahl-Gag

Er ist der große Wähler-Erklärer: Sobald über ein neues Landes- oder Bundes-Parlament abgestimmt wird, steht WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn vor seinen Spezial-Displays und erläutert und analysiert die Ergebnisse und Hochrechnungen. Zum fünften Jahrestags der ProQuote-Gründung präsentiert der oberste ARD-Wahlforscher den Fortschritt der Frauen-Initiative in einem augenzwinkernden Viral-Clip.

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Als wären es die Ergebnisse einer politischen Wahl zeigt Schönenborn diesmal nicht die Prozentpunkte, die die einzelnen Parteien holten, sondern den Anteil der weiblichen Führungskräfte in den Redaktionen seit dem Start der Initiative.

Vor fünf Jahren war ProQuote mit dem Ziel angetreten, in den Chefredaktionen und auf den Ressortleiterposten einen Frauenanteil von 30 Prozent zu erreichen.

Wie Schönenborn nun vorrechnet, gelang dies bislang jedoch nur teilweise. So erreichten Die Zeit, Der Spiegel oder auch die Bild die Ziele der Initiative. Bei der FAZ oder den Regionalverlagen bewegte sich dagegen gar nichts.

Vorgestellt wurde das Video während des Jahrestreffens von ProQuote, in dessen Zuge es sich die Macherinnnen auch nicht nehmen ließen, ein paar Auszeichnungen zu verleihen. So bekam der BDZV-Präsident Mathias Döpfner den „Komm ans Licht“-Preis. In Form eines Maulwurfs soll die Trophäe so an die „unterirdischen“ Verhältnisse bei den Regionalzeitungen erinnern: Von hundert Chefredakteuren in Deutschlands Regionalzeitungen sind lediglich sechs Frauen. „Maulwürfen gleich haben die Chefs in den Regionen ein Tunnelsystem erbaut. Mit ihren Schaufelfüßchen klatschen sie sich unter der Erde ab und geben Posten weiter“, begründet ProQuote-Vorsitzende Maren Weber die Wahl. „Wir wollen dem BDZV Mut machen, sich aus der männlichen Deckung zu wagen.“

Die „Rose mit Stachel“, ging an Birte Meier für ihre Gehälter-Gleichstellungsklage gegen das ZDF und Bild bekam die „goldene Avantgardeschnecke“ für die stetige Erhöhung des Frauenanteils in der Führungsetage. Die Wahl der Trophäe erwies sich – nach Einschätzung von ProQuote – „als prophetisch“. Schon gehe es bei Bild wieder einen Schritt zurück. „Mit der kürzlichen Ernennung von Julian Reichelt zum Vorsitzenden der Bild-Chefredaktionen setzte man den Chefredakteurinnen quasi einen Ober-Chef vor“.

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