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Snap-Börsengang: Snapchat-Mutter strebt Börsenwert von bis zu 22 Milliarden Dollar an

Evan Spiegel, CEO von Snapchat
Evan Spiegel, CEO von Snapchat

Es wird konkret: Snap hat seine Börsenambitionen konkretisiert. Bereits am 2. März will Konzernchef Evan Spiegel den beliebten Messenger-App-Anbieter an die New Yorker Traditionsbörse NYSE bringen – zu Kursen von mutmaßlich 14 bis 16 Dollar. Damit legt Snap seinen Börsenwert gegenüber zeichnungswilligen Investoren auf 18 bis 22 Milliarden Dollar fest. Je nach Nachfrage kann sich der Ausgabekurs – und damit der Firmenwert – aber noch verändern. Die Roadshow vor Investoren beginnt bereits heute.

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Evan Spiegel schafft Fakten: Zwei Wochen nachdem die Snapchat-Mutter einen aktualisierten Börsenprospekt für die Zulassung an der New Yorker Traditionsbörse NYSE vorgelegt hat und damit erstmals Einblick in die Geschäftsentwicklung gewährte, folgt das sogenannte Bookbuilding-Verfahren für den Börsengang.

Der Snap-CEO geht dabei auf Nummer sicher. Das gerade mal fünf Jahre alte Internet-Unternehmen soll aus dem Stand eine Marktkapitalisierung von 20 bis 25 Milliarden Dollar anstreben, war zuletzt immer wieder zu hören – nun jedoch taxiert Snap seinen angestrebten Börsenwert etwas tiefer.

Niedrige Bewertung als zuletzt erwartet

Zu lediglich 14 bis 16 Dollar will Snap seine Anteilscheine an zeichnungswillige Aktionäre ausgeben, teilte der US-Konzern gestern mit. Das entspricht einem angestrebten Börsenwert von 18 bis 22 Milliarden Dollar.

Spiegel trägt damit den zuletzt stärker werdenden Bedenken vor einer zu ambitionierten Bewertung Rechnung, die nach einer Verlangsamung des Nutzerwachstums in den vergangenen zwei Quartalen aufkommen war.

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Die beliebte Stories-App verzeichnete per Ende vergangenen Jahres 161 Millionen täglich aktive Nutzer und konnte seine Mitgliederzahlen binnen eines Jahres um immerhin 46 Prozent steigern. Allerdings hat Rivale Instagram mit seinem Stories-Klon nach Nutzerzahlen inzwischen damit aufgeschlossen.

2016 mehr als halbe Milliarde Dollar Verlust

Zudem sorgen sich Analysten und Investoren über die explodierenden Kosten. Snaps Erlöse schossen im vergangenen Geschäftsjahr um 590 Prozent auf 405 Millionen Dollar empor und übertrafen damit die letzten Schätzungen. Ebenfalls vergrößert haben sich jedoch die Verluste, die im ungesunden Maße von 373 auf 514 Millionen Dollar angestiegen sind – Snap verbrennt also aktuell mehr Geld als es umsetzt.

Die bei der SEC eingereichten Unterlagen zur Börsenzulassung sind allerdings für den Ausgabekurs nicht bindend: Der tatsächlich angestrebte Börsenwert wird nun durch die Nachfrage im Bookbuilding-Verfahren in den Tagen vor dem Börsenlisting ermittelt – und kann auch außerhalb der Kurstaxe von 14 bis 16 Dollar liegen.

Am 1. März will Snap den Ausgabekurs bekannt geben, am 2. März – also bereits in 13 Tagen – erfolgt die Erstnotiz an der New Yorker Traditionsbörse NYSE unter dem Tickersymbol SNAP. Snap Inc. will bis zu 200 Millionen Aktien platzieren und strebt damit Emissionserlöse von bis zu 3,2 Milliarden Dollar an, von denen rund eine Milliarde an die Gründern und Investoren fließt.

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