„Unehrlichkeit der Presse ist außer Kontrolle geraten“: Donald Trump rechnet in einer absolut denkwürdigen Pressekonferenz mit den Medien ab

Und Dauerdruck: Der neue US-Präsident Donald Trump
Und Dauerdruck: Der neue US-Präsident Donald Trump

Eine Pressekonferenz, spannender als jeder Polit-Thriller: Eine geschlagene Stunde und 15 Minuten stellte sich Donald Trump in seinem ersten Solo-Auftritt als Präsident den Medienvertretern. Klar ist danach: Donald Trump ist zurück im Wahlkampfmodus. Aggressiv wie nicht mehr seit den TV-Debatten mit Hillary Clinton setzte Donald Trump zum großen Rundumschlag an – und attackierte dabei erneut vor allem die US-Medien. "Die Unehrlichkeit der Presse ist außer Kontrolle geraten", schimpfte Trump. Das Echo im Social Web ist vernichtend.

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Es war Trumps Idee. Nach einer desaströsen Woche, in der Donald Trump seinen Sicherheitsberater Michael Flynn und den vorgesehenen Arbeitsminister Andrew Puzder aus seinem Kabinett verlor, durch die Verbindung zu Russland immer weiter unter Druck geraten ist und von den Medien immer kritischer beäugt wird, versuchte der 45. Präsident der USA in die Offensive zu gehen.

Die erste im Alleingang abgehaltene Pressekonferenz sollte die Wende und die Deutungshoheit über die aus dem Ruder laufende Präsidentschaft zurückbringen, doch nach 75 Minuten war klar: Der Solo-Auftritt von Donald Trump vor der Presse war keine gute Idee. (Im ABC-Video in voller Länge zu sehen ab Minute 45.)

Vor allem an seinem Lieblingsgegner, den US-Medien, arbeitete sich Trump in aggressiver Rhetorik immer wieder mit Frontalattacken ab. „Die Presse ist so unehrlich geworden, dass wir der amerikanischen Bevölkerung einen Bärendienst erweisen, wenn wir nicht darüber reden“, erklärte Trump in seinen Eingangsstatements.

„Wir müssen darüber reden, was los ist, denn die Presse ist, ehrlich gesagt, außer Kontrolle geraten. Das Maß an Unehrlichkeit ist außer Kontrolle geraten“, attackierte der 45. Präsident der USA die Medien so frontal wie nie.

„Das Maß an Unehrlichkeit der Presse ist außer Kontrolle geraten“

Trump wirft der amerikanischen Presselandschaft Voreingenommenheit vor: „Leider spricht ein Großteil der Medien in Washington, zusammen mit denen in New York und Los Angeles nicht für das Volk, sondern für die besonderen Interessen derer, die von einem kaputten System profitieren“, so Trump in seiner Generalabrechnung mit der amerikanischen Presse zu Beginn der Pressekonferenz.

Im Verlauf der 75-minütigen Presseveranstaltung äußerte sich Trump in einigen bemerkenswerten Statements auch zu der viel diskutierten Verbindung zu Russland, dem Umbau seines Kabinetts und belehrte und unterbrach fragende Reporter immer wieder rüde. Das Echo auf Trumps Pressekonferenz fiel in den sozialen Medien desaströs aus:

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