Apple auf neuen Allzeithochs: Warren Buffett hat seine Position um 300 Prozent vergrößert

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Apple-Chef Tim Cook hat einen Lauf

Apples Traumlauf an der Wall Street geht weiter. Seit der iKonzern vor zwei Wochen seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt hat, kennen die Anteilsscheine kein Halten mehr. Schon wieder notierten Apple-Aktie gestern auf neuen Allzeithochs – bei 135 Dollar diesmal auch auf Intraday-Basis. Großer Profiteur der Apple-Hausse ist Warren Buffett: Der erfolgreichste Investor der Welt hat seine Wette auf den iPhone-Hersteller massiv ausgeweitet, wie nach Handelschluss bekannt wurde.

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Das Orakel von Omaha hat wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen. Neun Monate ist es her, dass Warren Buffett seine ersten Apple-Aktien einsammelte – zu Kursen um die 90 Dollar. Das war im ersten Quartal 2016. Im zweiten Quartal vergangenen Jahres stockte Buffett seine Position noch mal um 55 Prozent auf und ließ es dann erst einmal dabei.

Im vierten Quartal, in dem sich die Apple-Aktie zwar langsam wieder auf Comeback-Kurs befand, nach dem iPhone 7-Launch und der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten aber schnell wieder auf unter 105 Dollar abstürzte, kaufte Buffett nach – und zwar im ganz großen Stil, wie auf der Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC nach Handelsschluss hervorging.

Warren Buffett stockten massiv im Weihnachtsquartal auf

42,2 Millionen Apple-Aktie erwarb Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, die inzwischen selbst vor Facebook und Amazon zum viertwertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen ist, im Schlussquartal 2016 für mindestens 4,5 Milliarden Dollar.

Mit insgesamt 57,4 Millionen Anteilsscheinen am iPhone-Hersteller besaß Buffett Ende 2016 bereits mehr als 1 Prozent an Apple – das Investment war per 31.12. letzten Jahres 6,6 Milliarden Dollar wert.

Nur sechs Wochen später ist klar, wie enorm gut getimt Buffetts Wette auf Apple war: Auf Basis der heutigen Allzeithochs bei 135 Dollar ist die Apple-Position des 86-Jährigen auf einen Wert von 7,7 Milliarden Dollar angeschwollen. In anderen Worten: Buffett hat mit seinem Apple-Investment seit Jahresbeginn mal eben 1,1 Milliarden Dollar verdient.

Ziemlich unglücklich sieht dagegen der zweitreichste Investor der Wall Street aus, der die Unterbewertung von Apple 2013 entdeckt hatte. Carl Icahn hatte seinerzeit zu Kursen von 65 Dollar gekauft, im vergangenen Jahr aber zu Kursen zwischen 90 und 100 Dollar sämtliche Positionen wieder verkauft – just in jenem ersten Quartal, als Buffett in den iKonzern eingestiegen war.

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