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TSV 1860 München legt sich schon wieder mit Medien an: Bild, tz und Merkur sind betroffen

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Im November vergangenes Jahr sorgte der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München für Wirbel, als er ein Hausverbot für Journalisten aussprach. Grund war damals offenbar Kritik der Medien an der Entlassung von Trainer Kosta Runjaic. Das Hausverbot wurde kurz darauf wieder aufgehoben doch jetzt gibt es schon wieder Ärger. Bild, tz und Merkur wurden die Dauerakkreditierung entzogen, da man "aufgrund der Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten derzeit keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit" sehe.

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Das Schreiben an die Münchner Redaktionen stammt offenbar von 1860-Geschäftsführer Anthony Power, wie u.a. der Bayerische Journalistenverband (BJV) berichtet. Weiter heißt es in dem Schreiben des Fußballclubs: „Selbstverständlich werden wir Ihnen im Sinne der Pressefreiheit die Möglichkeit geben, über den TSV 1860 München zu berichten. Zu diesem Zweck können Sie Antrag auf Tagesakkreditierungen stellen.“

Der BJV-Vorsitzende Michael Busch kritisierte das Vorgehen als „unsäglich“. Busch in Richtung des Vereins: „Bereinigen Sie bitte in Gesprächen die entstandenen Unstimmigkeiten, benennen Sie die Ihrer Meinung ungerechtfertigte oder falsche Berichterstattung. Und verzichten Sie vor allem auf solche willkürlichen Maßnahmen, die letztlich auch dem Ansehen Ihres Vereines in der Öffentlichkeit schaden.“

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