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Ehemalige taz-„Kriegsreporterin“ Silke Burmester erhält Bert Donnepp Preis für Medienpublizistik

Medienjournalistin Silke Burmester arbeitet derzeit an einem Zeitschriften-Projekt
Medienjournalistin Silke Burmester arbeitet derzeit an einem Zeitschriften-Projekt

Silke Burmester wird mit dem Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik 2016 geehrt. Sie erhält den Preis für ihre Mitte vergangenes Jahr eingestellte Rubrik "Kriegsreporterin", in der sie für die taz von der "Medienfront" berichtete.  Eine „Besondere Ehrung“ wird von den Freunden des Adolf Grimme Preises an den Autor, Regisseur, Produzenten und Moderator Gero von Boehm für sein Gesamtwerk vergeben.

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Silke Burmester, so die Jury in ihrer Begründung, „hat in ihrer taz-Kolumne als Kriegsreporterin eine Kunstfigur geschaffen, die Medienkritik wenn schon nicht zum Krieg, dann aber jedenfalls zu einer Sportart erhob. Die Kriegsreporterin legte sich wortwitzig und parteiisch mit allen an, die es ihrer Meinung nach verdient hatten: Mit Verlagshäusern, Chefredakteuren, Kollegen. Branchen-Rücksichten hat Burmester mit Freude und radikal ignoriert, Kollateralschäden bei ihren Auftraggebern nahm sie für sich in Kauf. Damit hat sie sich Glaubwürdigkeit und Respekt in der Branche und die Bewunderung der Kollegen erworben.“

Silke Burmester sei dabei eine Autorin, deren „unverblümte Sprache gleichermaßen Spuren von Drastik wie von Zärtlichkeit enthalten kann. Die Medien müssen der Kriegsreporterin dankbar sein für ihren unermüdlichen Einsatz.“ Silke Burmester, Autorin, Kolumnistin und Freie Journalistin, hat in unterschiedlichen Funktionen für eine Vielzahl von Online- und Printmedien (Amica, Zeit, Medium Magazin, taz, Spiegel Online u.a.) gearbeitet. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Akademie für Publizistik in Hamburg und an der Henri-Nannen-Schule. und ist engagiertes Mitglied bei Pro Quote und Freischreiber e.V. Zuletzt schrieb sie das Buch „Mutterblues: Mein Kind wird erwachsen und was werde ich?“

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Mit der „Besonderen Ehrung“ an Gero von Boehm würdigt die Jury Boehms über vier Jahrzehnte währende Arbeit als Autor, Moderator, Regisseur und Produzent. Gero von Boehms Wirken sei im besten Wortsinn Aufklärung durch Medien zur Herstellung einer demokratischen und kritischen Öffentlichkeit und steht damit vorbildhaft in der Kontinuität von Adolf Grimme und Bert Donnepp, so die Jury. Von Boehm drehte bisher mehr als 100 Dokumentarfilme, seine Themen bewegen sich zwischen Wissenschaft, Kunst und Zeitgeschichte. Zu seinen Spezialitäten gehören Gesprächssendungen.

Der Bert-Donnepp-Preis wurde 1991 vom Verein der Freunde des Adolf-Grimme-Preises als Deutscher Preis für Medienpublizistik gestiftet – wird am 1. Februar 2017 im Rahmen des „Bergfestes“ der Jury-Woche zum 53. Grimme-Preis im Grimme-Institut in Marl verliehen.

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