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Echt wahr, keine Falschmeldung: „Fake News“ ist Anglizismus des Jahres

Wortwolke der Anglizismen des Jahres
Wortwolke der Anglizismen des Jahres

Für jede Sorte von Trend-Begriffen gibt es das passende Ranking. So gibt es das Jugendwort des Jahres („Flysein“) das Unwort des Jahres („Volksverräter“) und auch den Anglizismus des Jahres. Zu letzterem wählte eine Jury nun den Begriff „Fake News“. Gefolgt von „Darknet“, „Hate Speech“ und „Brexit“.

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„Überzeugt hat die Jury an Fake News neben seiner überwältigenden und anhaltenden öffentlichen Präsenz vor allem, dass es eine Lücke im deutschen Wortschatz füllt, die ohne das Wort fake nicht ganz einfach zu schließen ist. Dies zeigt sich an Versuchen, das Wort etwa durch das bestehende Wort Falschmeldung wiederzugeben, das aber nicht zwischen bewusster Irreführung und ehrlichen Fehlern in der Berichterstattung unterscheidet“, heißt es in der Begründung der Jury, deren Vorsitzender der bekannte Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch ist.

Anders, als viele Beobachter meinen, handelt es sich beim Anglizismus des Jahres nicht um einen Negativ-Preis. Die unabhängige Initiative „Anglizismus des Jahres“ würdigt seit 2010 jährlich „den positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes“, wie es auf der Webseite der Macher heißt. Im vergangenen Jahr wählten die Experten noch den Begriff „Refugees Welcome“.

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Auf den Plätzen der diesjährigen Wahl landeten „Darknet“, „Hate Speech“ und „Brexit“.

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