„Marie Brand“ siegt mit grandiosem Zuschauerrekord, Dschungel beschert „stern TV“ besten Marktanteil der Historie

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ZDF-Krimi "Marie Brand und das ewige Wettrennen" mit Hinnerk Schönemann (l.) und Mariele Millowitsch

Großartiger Erfolg für die ZDF-Krimireihe "Marie Brand". 7,57 Mio. Leute sahen am Mittwoch zu - so viele wie nie zuvor. Den bisherigen Rekord verbesserte die Reihe gleich um fast 600.000 Zuschauer. "Marie Brand" gewann damit auch den Tag - vor "Ich bin ein Star", das 6,49 Mio. einschalteten. Im Anschluss profitierte "stern TV": 3,95 Mio. sahen zu, der Marktanteil von 36,9% bei den 14- bis 49-Jährigen ist der beste der "stern TV"-Historie.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. „Marie Brand“ triumphiert mit Zuschauerrekord

Der bisher stärkste „Marie Brand“-Krimi landete im März 2015 knapp unter der 7-Mio.-Marke. 6,98 Mio. sahen zu – 21,9%. Diese Zahlen toppte der neueste Fall „Marie Brand und das ewige Wettrennen“ nun noch einmal deutlich. 7,57 Mio. waren dabei – 23,1%. Tolle neue Rekorde für die Reihe, die 2009 ihre Premiere gefeiert hatte. Um 20.15 Uhr hatte niemand den Hauch einer Chance gegen den Krimi: RTLs „Deutschland sucht den Superstar“ kam auf 4,19 Mio. Zuschauer und 13,1%, der ARD-Film „Wunschkinder“ nur auf schwache 2,68 Mio. und 8,2%.

2. „Ich bin ein Star“ pusht „stern TV“ zu neuem Marktanteilsrekord

Nach dem „heute-journal“, das 4,97 Mio. Leute im ZDF verfolgten, wanderte die Marktführerschaft zu RTL. „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ schalteten 6,49 Mio. ein – 27,4%. „stern TV“ erreichte danach mit 3,95 Mio. noch 26,7%. Bei den 14- bis 49-Jährigen holte sich RTL sogar wieder einen Sechsfach-Sieg: „Ich bin ein Star“ gewann hier mit 3,55 Mio. und 41,9%, dahinter folgen „Deutschland sucht den Superstar“ (2,16 Mio. / 20,1%) und „stern TV“ mit 2,04 Mio. und 36,9%. Während die Zuschauerzahl keine neue Bestleistung für „stern TV“ war, galt das für den Marktanteil durchaus: Die 36,9% waren noch einmal stärker als die 35,6% aus der Vorwoche – auch die waren schon ein Bestwert für „stern TV“.

3. „Limitless“ rutscht noch tiefer in den Quoten-Keller, „15 Dinge“ erholt sich leicht

Zu den Verlierern gehörten am Mittwochabend hingegen wieder ProSieben und Sat.1. Bei ProSieben blieb die Serie „Limitless“ mit Marktanteilen von 8,9% und 7,9% bei den 14- bis 49-Jährigen wieder klar unter dem Sender-Normalniveau der jüngsten 12 Monate von 10,4%. Die Serie rutschte damit im Vergleich zur Vorwoche (9,7% und 8,5%) noch einmal weiter nach unten. Bei Sat.1 kam die Reihe „15 Dinge“ diesmal immerhin auf bessere Zahlen als in den drei Vorwochen: 770.000 14- bis 49-Jährige interessierten sich für „15 Dinge, mit denen Sie sauber bleiben“ – ein Marktanteil von 7,3%. Vor einer Woche gab es mit „15 Dinge, die Sie ihren Arzt besser fragen sollten“ noch desaströse 4,6%. Dennoch: Auch 7,3% sind angesichts eines 12-Monats-Sender-Durchschnitts von 8,7% zu wenig.

4. „Ocean’s 13“ macht kabel eins glücklich

Tolle Zahlen gab es am Mittwochabend für kabel eins: 920.000 14- bis 49-Jährige sahen dort um 20.15 Uhr „Ocean’s 13“ – ein Marktanteil von 8,8%. Damit liegt der Film in den Tages-Charts in etwa gleichauf mit ProSiebens „Limitless“ und klar vor der Sat.1-Reihe „15 Dinge“. Über dem Soll landeten auch „Die Wollnys“ bei RTL II: 680.000 junge Zuschauer reichten immerhin für 6,3%. Erst dahinter kam Vox mit seinen „Rizzoli & Isles“-Wiederholungen ins Ziel: 630.000 und 640.000 14- bis 49-Jährige reichten nur für blasse 5,8% und 6,1%.

5. zdf_neo punktet mit „Wilsberg“, NDR mit Tieren, 3sat mit Bergen

Die Nummer 1 der kleineren Sender hieß in der Prime Time mal wieder zdf_neo. 1,53 Mio. Krimifans sahen dort um 20.15 Uhr „Wilsberg“ – ein grandioser Marktanteil von 5,9%. Knapp dahinter landete das NDR Fernsehen mit den „Expeditionen ins Tierreich“: 1,39 Mio. (4,3%) interessierten sich für „Wildes Skandinavien“. Klar über dem Soll landete auch 3sat mit zwei Reportagen zum Thema Berge: 690.000 (2,1%) schalteten um 20.15 Uhr „Der Ausverkauf der Berge“ ein, 740.000 (2,3%) danach „Der Preis des Erfolges“.

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Alle Kommentare

  1. Marie Brand und Ihr Kollege Hinnerk sind ein tolles, imposantes Team. Der Inhalt geht durch ihre amüsante Art aber keineswegs verloren.
    Weiter so, bin Ihr Fan geworden, früher war es der Tatort!

    1. Ähnliches gilt für „Wilsberg“. Wenn dann noch Das Erste zum x-ten Mal – trotz löblicher Absichten und guter Kritiken – am Zuschauer vorbei-produziert und -sendet (ARTE, 3sat, Phoenix sind goldrichtig für solche Inhalte) kommen im Gegenprogramm über sieben Millionen zustande. Filme wie den gestrigen im Ersten produzieren unendlich viele Hochschul-Elite-Absolventen – zusätzlich finanziert von den staatlichen Förder-Anstalten – für das Kino zuhauf, denn sie werden sowieso in eine Branche entlassen, die keine Arbeit für sie hat. Man kann es fast schon ein „Verbrechen am Nachwuchs“ (ähnlich dem Verbrechen an einer gut ausgebildeten Generation u.a. in Spanien, die man als „verlorene“ bezeichnet) nennen, dass das Film- und Fernseh-Establishment und die Politik diese Tatsachen gnadenlos ignorieren. Immer mehr „Lehrende“, dazu entsorgte Präsidial-Jobber.. blasen sich selbst auf und Immer dieselben etablierten Leute werden von ungefähr 3 bis 10 Entscheidern bei ÖR-Sendern feudalst versorgt. Wer als erfolgreicher Produzent, Autor, Regisseur (zu 98 % männlich), Techniker, Schauspieler etc. gilt, verdient Millionen. Der Rest zeigt vor leeren Häusern „Kinofilme“ die wenig Publikum haben. Vorschlag: Im wunderbaren, dualen System sollte man, wenn Hochschulen nur noch elitär ausgebildete Arbeitslose produzieren und alles dafür tun, ihre Unmengen von bestens bezahlten Profs plus Hiwis zu erhalten, umgehend diese Aufgaben den vorhandenen privaten Schulen zu überlassen und nicht weiter Steuergelder in diese behauptete „Elite“ zu stecken. Vielleicht könnte dann das System gesunden. Die Webseite der HFF München zeigt beispielhaft, was sie dem Nachwuchs, den sie nach gnadenlosen Auswahlverfahren als Elite für die Branche und ihre Schule bezeichnen am Ende der Geschichte antun. Klicken Sie mal rein. Und das ist nur EINE Hochschule, die ausbildet, was das Zeug hält: https://www.hff-muenchen.de/de_DE/professoren-landingpage

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