Focus am Kiosk erneut unter der 50.000er-Marke, stern mit Jerusalem-Titel auf historischem Tiefststand

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Eine schlimme Cover-Check-Woche für die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus. Am schlimmsten lief es für den stern, der mit dem Titel "Jerusalem - Mythen der heiligen Stadt" und 156.653 Kiosk-Käufern auf seinen schwächsten Einzelverkauf der IVW-Historie fiel. Ebenfalls klar unter dem Soll: der Focus, dem das Thema Lego nicht half. Seinem Normalniveau am nächsten kam diesmal Der Spiegel.

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Zum dritten Mal in nur fünf Wochen landete der Focus im Einzelverkauf, also in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. laut IVW unter der 50.000er Marke. Das passierte in so kurzer Zeit vorher noch nie. Dabei war die Idee, kurz vor Weihnachten eine Lego-Story auf den Titel zu hieven, eigentlich gar nicht so schlecht. Dennoch: „Das Geheimnis der Steine – Wie aus einer kleinen Tischlerei in Dänemark der wertvollste Spielzeugkonzern der Welt wurde“ interessierte offenbar nur wenige. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des Focus liegt im Einzelverkauf derzeit bei 67.600 Exemplaren, der 3-Monats-Durchschnitt bei 63.800. Insgesamt, also inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln und sonstigen Verkäufen, erreichte Heft 51/2016 eine verkaufte Auflage von 459.948 Exemplaren, darunter 28.551 ePaper.

Der stern lief im Einzelhandel mit seiner Ausgabe 51 sogar so mies wie nie zuvor seit Start der IVW-Heftauflagenausweisung Mitte der 1990er-Jahre. Nur 156.653 Leute griffen zur Nummer mit der Titelgeschichte „Jerusalem – Mythen einer heiligen Stadt“. Da half auch das anstehende Weihnachtsfest nichts, der Wert liegt weit unter dem Normalniveau der jüngsten 12 Monate (184.900), bzw. drei Monate (179.500). Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag bei 630.447, inklusive 17.151 ePaper-Exemplaren.

Am glimpflichsten kam in der aktuellen Cover-Check-Woche noch Der Spiegel davon. Zwar landete auch er unter dem Soll, aber nicht so deutlich wie Focus und stern. 207.354 griffen im Einzelhandel zum Heft 51/2016 mit der Titelstory „In der Krankenfabrik – Ausgelieferte Patienten, ausgebeutete Ärzte: Innenansicht eines Klinik-Konzerns“. Das sind zwar ebenfalls weniger als im 12-Monats-Durchschnitt (217.400) und im 3-Monats-Durchschnitt (214.100), aber immerhin deutlich mehr als eine Woche zuvor mit dem zweiten „Football Leaks“-Titel erreicht wurden. Das waren nämlich nur 185.420 Einzelverkäufe. Der Gesamtverkauf der Ausgabe 51 lag bei 774.511 Exemplaren, darunter 54.663 ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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