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WDR-Studie: Öffentlich-Rechtliche genießen die höchste Glaubwürdigkeit, jeder Fünfte glaubt an „Lügenpresse“

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Der WDR hat beim Meinungsforschungsinstitut infratest dimap eine repräsentative Studie zur Glaubwürdigkeit der Medien in Auftrag gegeben. Ergebnis: 89 Prozent der Bundesbürger finden das Informationsangebot von Radio, Fernsehen, Internet, Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland insgesamt "gut" oder "sehr gut". Besonders gut schnitten in der Studie öffentlich-rechtliche Angebote ab. Aber: Jeder fünfte Befragte hält den Vorwurf einer "Lügenpresse" für berechtigt.

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Rund 20 Prozent der Befragten  halten den Begriff „Lügenpresse“ im Zusammenhang mit Medien für richtig. 75 Prozent würden dagegen nicht von einer „Lügenpresse“ sprechen. Die Zahl derjenigen, die nicht von einer „Lügenpresse“ sprechen wollen, habe um drei Prozent seit der letzten Studie von vor einem Jahr zugelegt. Trotzdem erschreckend: 42% der Befragten glauben, dass die Politik den Medien Vorgaben zur Berichterstattung macht.

Besonders gut schnitt einmal mehr der öffentlich-rechtliche Rundfunk ab – freilich wenig überraschend für eine Studie, die vom WDR in Auftrag gegeben wurde. 74% halten das öffentlich-rechtliche Radio für glaubwürdig (-3%), 72% attestieren dem öffentlichen Fernsehen hohe Glaubwürdigkeit (+1%). Bei Tageszeitungen liegt der Glaubwürdigkeitswert unverändert bei 65%, dem Privatradio glauben mit 35% deutlich weniger als bei der letzten Befragung (-10%). Das Privatfernsehen halten gar nur 25% für glaubwürdig.

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Das Internet allgemein wird von 27% der Bevölkerung laut Studie als glaubwürdig eingestuft. Der Wert für soziale Medien liegt noch einmal deutlich darunter. Nur 8% der Bevölkerung halten soziale Medien wie Facebook und Twitter für glaubwürdig. 82% gaben an, soziale Medien nicht regelmäßig als Nachrichtenquelle zu nutzen. Öffentlich-rechtliches Fernsehen ist laut der Befragung für 34% die Haupt-Nachrichtenquelle. Das ist der höchste Wert in der Studie. Gefolgt von Tageszeitungen (26%) und dem Internet im allgemeinen (16%).

Für die Studie wurden im Dezember 2016 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Vergleichsdaten stammen aus dem Oktober 2015.

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