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Elf Fragen und Antworten rund um das elfte RTL-Dschungelcamp – nicht nur für Trash-Fans

Der Urwald-Wahnsinn geht weiter: Um 21.15 Uhr startet das RTL-Dschungelcamp 2017
Der Urwald-Wahnsinn geht weiter: Um 21.15 Uhr startet das RTL-Dschungelcamp 2017

Es ist so weit: "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" startet heute Abend in die elfte Staffel (21.15 Uhr, RTL), die zwölf Dschungelcamp-Kandidaten stehen in den Startlöchern die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwig haben das Baumhaus bezogen. MEEDIA beantwortet vor Start elf Fragen, damit auch Sie gut vorbereitet in den Dschungel ziehen können.

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Was kostet RTL das Dschungelcamp?

Abgesehen von den Gagen für die zwölf Dschungelcamp-Kandidaten – laut inTouch kommen da allein 895.000 Euro zusammen – kostet die Produktion mehrere Millionen Euro. So hat beispielsweise die siebte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (2013) allein an Vorort-Produktionskosten von umgerechnet 1,7 Millionen Euro gekostet. Die australische Wirtschaftsberatungsagentur „Location IQ“ erstellte im Auftrag der Produktionsfirma Granada einen Bericht über das ökonomische Ausmaß des britischen und deutschen Dschungelcamps, über den Focus Online berichtet hat. Demnach ist größter Kostenpunkt: Die Gehälter der damals 235 Produktionsangestellten in Höhe von rund 1,52 Millionen Euro. Laut RTL arbeiten jedes Jahr circa 300 Mitarbeiter an einer „IBES“-Staffel.

2003 hat die Produktionsfirma Granada Television das gut einen Quadratkilometer große Gelände in der Dungay Creek Road übernommen und funktioniert es für jeweils ein paar Wochen im Jahr (für die deutsche, englische und seit 2003 auch für die amerikanische Version) zum Dschungelcamp um. Ein Bericht des ortsansässigen Tweed Shire Council (etwa für Geländenutzungs-Genehmigungen im betreffenden Gebiet zuständig) von März 2014, aus dem Focus Online ebenfalls zitiert, listet auf, inwiefern die Region wirtschaftlich von den Dschungel-Dreharbeiten profitiert. „Direkte Ausgaben von 9,9 Millionen australischer Dollar für eine sechsmonatige Arbeitsphase in den Jahren 2012/2013 resultierten in zusätzlichen 17,9 Millionen Dollar und 253 Vollzeit-Arbeitsstellen für die australische Wirtschaft“, zitiert Focus Online aus dem Bericht. „Sollte die Produktion um fünf Jahre verlängert werden, wäre ein Gesamtertrag von schätzungsweise 89,5 Millionen australischer Dollar für die australische Wirtschaft zu erwarten.“ Das sind umgerechnet rund 63 Millionen Euro.

Ist Dr. Bob überhaupt ein Doktor?

Nein, aber immerhin ausgebildeter Sanitäter und Wildbiologe. Bob McCarron (66), so sein vollständiger Name, kümmert sich seit 2004 um die Blessuren der Camp-Bewohner – übrigens auch im britischen Original „I’m a Celebrity… Get Me Out of Here!“, das bereits seit 2002 auf Sendung ist. Gegenüber der FAZ betonte er aber, dass die deutschen Stars „im Allgemeinen zäher und härter als in den englischen Ausgaben“ seien.

Bevor der 66-Jährige zum medizinischen Berater im Busch wurde, arbeitete er viele Jahre als Maskenbildner und Special-Effects-Make-up-Artist – u.a. für Hollywood-Streifen wie „Das Piano“ und „Matrix“. Dann der Kurswechsel in den medizinischen Bereich – im Jahr 2000 war er sogar der medizinische Leiter bei den Olympischen Sommerspielen in Sidney.

Übrigens: Falls Sie sich jemals gefragt haben, wie Dr.Bob bei den Dschungel-Knalltüten immer einen kühlen Kopf bewahrt – der gebürtige Londoner ist gläubiger Buddhist.

Wie viele Hoden wurden im Camp verzehrt?

Diese Frage muss man zwangsläufig stellen – immerhin ist das Auftischen zahlreicher Leckereien wie ein Haufen Fischaugen (s. Foto) zur Dschungelprüfung eine beliebte Tradition. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: Bis inklusive Staffel 9 wurden insgesamt 23 Hoden, etwa vom Känguru, verzehrt. Auf Platz 2: Die Witchetty-Made, die insgesamt 13 Mal aufgetischt wurde.

Natürlich müssen die Kandidaten auch in Staffel 11 jeden Tag zur Dschungelprüfung antreten. So können die Camp-Bewohner über die tägliche Ration Reis und Bohnen hinaus zusätzliche Lebensmittel gewinnen. Wenn es hart auf hart kommt, bleibt es bei Reis mit Bohnen – oder Bohnen mit Reis. Insgesamt wurden (bis zu Staffel 9) jeweils 86 Kilogramm an Reis und Bohnen gekocht.

Dabei gab es bei den Busch-Bewohnern noch an ganz anderen Ecken und Enden Verschleißerscheinungen: 27 Pflaster, 19 Packungen Kopfschmerztabletten, 192 Paar Schuhe, 96 Jacken, 96 Hüte und elf Eisbeutel wurden innerhalb von neun Staffeln verbraucht.

Was dürfen die Dschungelcamp-Kandidaten mit ins Camp mitnehmen?

Jeder Kandidat darf zwei Luxusartikel mit ins Camp nehmen: Während Alexander „Honey“ Keen etwa seine Yoga-Matte im Gepäck hat, kann „Mallorca Jens“ nicht auf sein Parfüm verzichten. „Ich bin parfümsüchtig, verbrauche 100 ml in einer Woche und will auch im Dschungel für die Kakerlaken gut riechen.“, so der Schlager-Sänger in einer RTL-Mitteilung.

Für Marc Terenzi (Foto) sind etwa ein Fitness-Band und Ohrstöpsel unverzichtbar, Hanka Rackwitz hat eine Frischhaltedose dabei. „Die Frischhaltedose ist ein Stück Heimat für mich. Ihr wisst ja, ich bin ein bisschen irre. Alles, was da reinkommt, ist für mich wieder clean. Meine Zahnbürste zum Beispiel.“, so die TV-Maklerin.

Wie lauten die „IBES“-Regeln ?

An dem grundsätzlichen Regelwerk hat sich tatsächlich nichts geändert – es wird nach wie vor tägliche Dschungelprüfung für einen oder mehrere Kandidaten geben, ab der zweiten Busch-Woche werden Kandidaten via Telefon-Voting rausgewählt, seit der Jubiläumsstaffel im vergangenen Jahr ziehen zwölf statt elf Promis ins Camp.

Eine Neuerung gibt es hingegen bei der Anzahl der Specials: Heute Abend startet die elfte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ bei RTL – zum Auftakt schon um 21.15 Uhr, dann immer täglich um 22.15 Uhr. „Das große Finale“ wird am 28. Januar um 22.15 Uhr gefeiert, „Das große Wiedersehen“ folgt bereits einen Tag später zur Primetime um 20.15 Uhr – in dem sich, alle Camp-Bewohner wiedersehen und die Dschungelkönigin oder den Dschungelkönig zu einem Best-Of der Staffel feiern. Knapp zwei Wochen später zeigt RTL erstmals „Das Nachspiel“ (11.2., 22.15 Uhr), in der das Leben der Camp-Bewohner nach dem Busch gezeigt werden soll.

Darüber hinaus will Bild erfahren haben, dass die Kandidaten in der Auftakt-Sendung (13.1, 21.15 Uhr) nun selbst die Teams zusammenstellen müssen. Demnach werden zwei Dschungel-Bewohner bestimmt, die entweder Chef des Hauptcamps oder des Lagerfeuers (auch „Snake Rock“ genannt) werden. Anschließend wählen sie abwechselnd die übrigen zehn Kandidaten in ihr Team. Damit will RTL wohl gleich zu Beginn für Konfliktpotenzial sorgen.

Wie viele Menschen verfolgen das Dschungelcamp?

War die dritte „IBES“-Staffel mit durchschnittlich 4,9 Millionen Zuschauern ein Tiefswert und extremer Verlust im Vergleich zu Staffel 1, kann sich das Dschungelcamp mittlerweile über konstant sehr gute Quoten freuen. Den bisher größten Quotenerfolg konnte Staffel 8 mit der legendären Larissa Maroldt (durchschn. 8,0 Mio. Zuschauer) im Jahr 2014 verbuchen. In der jüngsten Staffel waren es zwar „nur“ noch durchschnittlich sieben Millionen, allerdings scheint der Trend wieder nach oben zu gehen – im Vorjahr 2015 waren es noch einmal 200.000 Zuschauer weniger.

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Infografik: Zuschauermagnet Dschungelcamp | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wie teuer ist eigentlich der Werbe-Dschungel?

Viele Zuschauer plus ein großes Medienecho ergeben ein attraktives Werbeumfeld – eine einfache Rechnung. Es ist kaum ein Wunder, dass Big-Player wie McDonald’s und Rewe im Rahmen des Busch-Wahnsinns werben. Pick Up, Top-Werber im Dschungel, hat sogar eigens ein Virtual-Reality-Spiel im „IBES“-Stil entwickelt.

Immerhin lässt sich RTL seine Werbeplattform ordentlich was kosten: RTL-Vermarkter IP Deutschland ruft für einen 30-sekündigen Spot einen Preis von mindestens 78.300 Euro auf. Der teuerste 30-Sekünder soll in diesem Jahr 126.600 Euro kosten, wie Horizont berichtet.

Schreiben Zietlow und Hartwich ihre Gags selbst?

Nein, die schamlosen Moderationen von Sonja Zietlow (seit 2004 dabei) und Daniel Hartwich (seit 2013) schreiben Stern-Kolumnist Micky Beisenherz (Foto, seit 2009) und Zietlows Ehemann Jens Oliver Haas. Ein Job, der mit den Kandidaten steht und fällt – wie Haas in einem Interview mit RP Online gesagt hat, nachdem die neunte Staffel (2015) fast ausschließlich aus Casting-Show-Kandidaten bestand: „Wir hatten kein Gefälle im Camp. Es waren zu viele TV-Eigengewächse, die nichts zu erzählen haben, weil sie nichts erlebt haben. Wenn zwei ehemalige Game-Show-Assistenten die größte Karriere haben, dann reicht das einfach nicht.“

Wie ein typischer Arbeitstag als Dschungelcamp-Autor aussieht, hat Micky Beisenherz in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung skizziert: „Wir erscheinen gegen 20 Uhr Ortszeit im Busch und bekommen von der Producerin erste Informationen darüber, was in der Sendung ungefähr passiert. Dann schauen wir uns diverse Einspielfilmchen an und schreiben drauflos, so dass gewöhnlich gegen 2 Uhr nachts das erste Moderationsbuch steht. Dann gibt es eine Buchbesprechung, um 5 Uhr eine Probe und um 7 Uhr startet die Live-Sendung. Am Ende sind das 16 Tage Akkordarbeit, die man sicherlich nur leisten kann, wenn einem die Sache Spaß macht.“

Wo genau liegt eigentlich das RTL-Dschungelcamp?

Mitten im Regenwald natürlich, dem „gefährlichsten Dschungel der Welt“ – das sagt zumindest RTL. Nur so viel verrät der Sender: Das Camp liegt nahe der Gold Coast im Osten Australiens, also etwa 120 Kilometer von Brisbane entfernt. Man wolle die Busch-Bewohner vor schaulustigen Touristen schützen.

Dabei meinen schon einige Medien, wie auch die Frankfurter Rundschau, den tatsächlichen Drehort ausgemacht zu haben. Ausgangspunkt sei das 8000-Einwohner-Städtchen Murwillumbah. Das Camp befinde sich einige Kilometer nördlich im Ort Dungay (New South Wales). Das Dschungelcamp-Gelände befindet sich in Privatbesitz und wurde von RTL angemietet – hier soll auch das „Original“ aus Großbritannien gedreht werden. Es existiert sogar ein Internet-Video, das via Google Street View zum Drehort führen soll.

Wie das ZDF-Magazin „Frontal 21“ (s. Video unten) berichtet hat, würde sich das Camp auf einer ehemaligen Farm befinden und sich die Kandidaten während des Drehs lediglich in einer Dschungel-Attrappe aufhalten. In den Bäumen sollen Netze als Regenschutz hängen, der Dunst käme aus einer Nebelmaschine, Sicherheitskräfte suchen den Dschungel täglich nach giftigen oder bissigen Tieren ab und die Tümpel seien künstlich angelegt. Ganz so gefährlich scheint der „gefährlichste Dschungel der Welt“ demnach nicht zu sein.

Wie viele Tiere bevölkern das RTL-Dschungelcamp?

Sie sind die Protagonisten von fast jeder Dschungelprüfung: die Tiere. Bisher traten im RTL-Dschungelcamp insgesamt 1,9 Millionen Kakerlaken, 3280 (Wasser-)Spinnen, 805 Ratten, 900.000 Heuschrecken und 29 Strauße auf. Tendenz: steigend.

Wer sind die bisher größten Dschungel-Verlierer?

Obwohl Ex-„Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Larissa Marolt mit sagenhaften acht Dschungelprüfungen den ersten Platz der größten Busch-Opfer belegt, lag einem Kandidaten wesentlich früher das befreiende „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ auf den Lippen: Schauspieler Helmut Berger hat in Staffel 7 (2013) bereits nach zwei Tagen einen Rückzieher gemacht. Auch Pornosternchen Dolly Buster packte in Staffel 2 (2004) bereits nach 36 Stunden ihre Sachen.

Schlagersänger Michael Wendler (Foto) verließ das Camp in der achten Staffel (2014) freiwillig nach vier Tagen – um kurz darauf seine Entscheidung zu bereuen. Er bettelte förmlich um den Wiedereinstieg. Vergebens.

Mal sehen, ob dieses Jahr der ein oder andere Rekord geknackt werden kann…

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