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Dschungelcamp: Ex-Sexpartner fordern RTL auf, keine Falschaussagen von Gina-Lisa zu verbreiten

Gina-Lisa Lohfink zieht ins Dschungelcamp 2017 ein
Gina-Lisa Lohfink zieht ins Dschungelcamp 2017 ein

Angesichts der Gründe für ihre Popularität im vergangenen Jahr dürfte Gina-Lisa Lohfink die interessanteste Dschungelcamp-Kandidatin werden. Lohfink wurde vom Berliner Amtsgericht wegen falscher Verdächtigungen schuldig gesprochen. Sie hatte zwei Männern vorgeworfen, sie vergewaltigt zu haben. Nun wandten sich die Ex-Partner über ihren Anwalt an RTL und forderten den Sender auf, keine Falschaussagen von Lohfink zu verbreiten und anderfalls mit rechtlichen Schritten gedroht.

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Die Männer haben offensichtlich Sorge, dass die ehemalige Kandidatin der Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ ihren Auftritt dafür nutzen könnte, erneut ihre eigene Version zu schildern und mögliche ehrverletzende und verleumderische Aussagen zu tätigen, die dann ausgestrahlt und einem Millionenpublikum zugänglich gemacht werden könnten.

Gemeint sind Aussagen über einen Vorfall aus dem Jahr 2012, der vergangenes Jahr durch einen Gerichtsprozess in die Öffentlichkeit drang. Lohfink wurde wegen falscher Verdächtigungen verurteilt. Sie hatte behauptet, die beiden Männer hätten ihr K.o.-Tropfen verabreicht und sie anschließend vergewaltigt.

Wie Spiegel Online berichtet, versuchten die Männer bereits vor Start der neuen Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ bei RTL zu intervenieren. So hätten sie sich über ihren Anwalt an den Sender gewandt, der in drei Briefen mitgeteilt haben soll, dass Behauptungen, es habe Sex gegen ihren Willen gegeben, „selbstverständlich strafbar“ seien. „Frau Lohfink ist es lediglich erlaubt, öffentlich zu erklären, dass sie einvernehmlich Sex mit beiden Mandanten gehabt hat“, zitiert SpOn weiter. Er wolle verhindern, dass RTL mit der Verbreitung von Lohfinks Vorwürfen auch noch Kasse mache. Sollte sich RTL aus Sicht seiner Mandanten falsch verhalten, wolle er per Eilantrag Unterlassung fordern und Schadenersatz durchsetzen.

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Gegenüber Spiegel Online nahm ein RTL-Sprecher Stellung und erklärte:  „Frau Lohfink dürfte bewusst sein, dass Stellungnahmen zum Prozess der Wahrheit entsprechen sollten.“ Ob es vorab Gespräche mit der Dschungelcamp-Kandidatin gegeben hat, wollte der Sender laut SpOn nicht erklären.

Gegen das Urteil des Amtsgerichts Berlin hat Lohfink Revision eingelegt. Einer der beiden Männer, die sie beschuldigt hatte, fordert von ihr wiederum Unterlassung. In keinem der Verfahren ist bislang eine Entscheidung gefallen.

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