Journalismus-Shop Blendle startet in den Niederlanden neues Produkt Blendle Premium

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Blendle-Gründer Alexander Klöpping und Marten Blankensteijn (v.l.n.r.)

Mit einem neuen Pauschal-Angebot versucht Blendle neue Kunden zu gewinnen. Mit Blendle Premium bekommen Nutzer zum Preis von 9,99 Euro Zugriff auf "eine personalisierte Auswahl der besten Artikel aus mehr als 120 Publikationen". Gestartet wird Blendle Premium am Donnerstag vorerst nur im Heimatland Niederlande - über einen Deutschland-Start will das Unternehmen noch nichts sagen.

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„Blendle bietet seinen Nutzern damit keinen unbeschränkten Zugang zu den Artikeln der Verlage, schließt aber mit dem neuen Premium-Modell die Lücke zwischen frei verfügbaren Online-Inhalten und dem Digitalabo einer Zeitung oder eines Magazins“, so das Unternehmen. Gründer Alexander Klöpping hofft, „junge Menschen“ zu erreichen, „die nicht so loyal gegenüber einzelnen Medienmarken sind, aber über eine kuratierte Auswahl Zugang zu Inhalten hinter den Paywalls haben möchten.“

Leute, die bereit sind, die 9,99 Euro pro Monat zu bezahlen, bekommen täglich 20 Artikel in einem personalisierten Bundle. Die 20 Artikel sind theoretisch bei jedem Kunden andere, denn bestimmt werden sie von einem Algorithmus und der Blendle-Redaktion. „Der Premium-Algorithmus wählt Geschichten aus allen großen Zeitungen und Magazinen, maßgeschneidert für die Interessen jedes Nutzers“, so Klöpping. Der Algorithmus berücksichtige „die persönlichen Interessen und das Leseverhalten des Users, und zwar bis ins kleinste Detail“.

Zusätzlich wählt die Blendle-Redaktion, die bereits einige Newsletter bestückt, lesenswerte Geschichten für die Premium-Kundschaft aus. „Auf diese Weise hoffen wir, die perfekte Kombination aus persönlicher Auswahl und überraschenden Artikeln zu finden, um den Horizont der Leser zu erweitern“, so Klöpping weiter. Ein Deutschland-Start von Blendle Premium steht noch in den Sternen, sollte das Modell Erfolg in den Niederlanden haben, dürfte es jedoch mittelfristig auch hierzulande angeboten werden.

Auch über aktuelle Nutzer-Zahlen sagt Blendle-Gründer Köpping etwas: Mehr als 150.000 zahlende User habe man – und konnte daher „Verlagen im vergangenen Jahr mehrere Millionen Euro für ihre Inhalte auszahlen“.

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  1. Blendle-Premium, jeden Tag 20 Artikel aus journalistisch hochwertigen Quellen für 9,99 im Monat – das hört sich gut an. Wenn aber ein Algorithmus die Auswahl der Artikel bestimmt und dabei „die persönlichen Interessen und das Leseverhalten des Users, und zwar bis ins kleinste Detail“ berücksichtigen will, geht das in eine gefährliche Richtung. Lesen, was gefällt und interessiert, kann auch heißen, in der intellektuellen Wohlfühlecke zu bleiben und sich das eigene Weltbild bestätigen zu lassen. Da fände ich es schon besser, wenn ich mir selbst aussuche, was ich lesen will.

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