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„Winnetou“ bricht zum Finale völlig ein und ist chancenlos gegen die „SOKO Wien“ und „2016 – Das Quiz“

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"Winnetou - Der letzte Kampf": der schwer verletzte Winnetou (Nik Xhelilaj) und der leidende Old Shatterhand (Wotan Wilke Möhring, l.)

Die "Winnetou"-Trilogie war für RTL endgültig keine Erfolgsgeschichte. Nachdem den ersten Teil am 25. Dezember noch mehr als 5 Mio. Leute gesehen hatten, waren es zum Abschluss nun nur noch 2,97 Mio. Der Marktanteil schrumpfte auf unter 10%, gegen die beiden Top-Programme des Donnerstags, die "SOKO Wien" (5,90 Mio.) und "2016 - Das Quiz" (5,62 Mio.) hatte "Winnetou" nicht den Hauch einer Chance.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Winnetou“ verliert von Folge 1 zu Folge 3 rund 41% seiner Zuschauer

Trauriger Abschluss des „Winnetou“-Remakes bei RTL: Nur noch 2,97 Mio. Leute sahen „Der letzte Kampf“, der Marktanteil lag bei ganzen 9,5%. Damit fiel die Film-Reihe nun sogar unter das RTL-Normalniveau. Die Tendenz der drei Filme sieht ebenfalls extrem traurig aus: Von 5,06 Mio. ging es auf 4,33 Mio. und nun auf 2,97 Mio. herab. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 1,25 Mio. Zuschauer auch nur noch für unbefriedigende 12,0%. Hier sieht die Tendenz ähnlich traurig aus: Von 2,23 Mio. ging es auf 1,72 Mio. und nun 1,25 Mio. herab, aus einem Marktanteil von 19,2% wurden zuletzt ganze 12,0%. Was für RTL sehr erfolgreich begann, endete sehr erfolglos.

2. Das Erste und das ZDF liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die „SOKO Wien“ gewinnt am Ende

Das Top-Programm des Tages lief am Donnerstag im ZDF: 5,90 Mio. Krimifans entschieden sich für den 90-Minüter der „SOKO Wien“, den das ZDF zudem in der Prime Time ausstrahlte. Der Marktanteil lag bei hervorragenden 18,3%. Das Erste zeigte unterdessen seine traditionelle Jahres-Spielshow „2016 – Das Quiz“ und war damit ebenfalls erfolgreich: 5,62 Mio. Seher entsprachen 18,8%. Zwar verlor die Show damit ein paar Zuschauer im Vergleich zu 2015, ein Erfolg war sie aber dennoch. Gute Zahlen gab es am Nachmittag auch für den Auftakt der Vierschanzentournee im ZDF: 2,96 Mio. Fans sahen ab 16.45 Uhr die Qualifikation zum ersten Springen – 17,1%.

3. ProSieben und Sat.1 können die RTL-Schwäche nicht ausnutzen, „2016 – Das Quiz“ gewinnt die Prime Time im jungen Publikum

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Obwohl RTL mit seinem „Winnetou“-Film unter das eigene Normalniveau fiel, blieben ProSieben und Sat.1 ebenfalls schwach. Bei ProSieben kam „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ nicht über 1,04 Mio. 14- bis 49-Jährige und 10,0% hinaus, Sat.1 erreichte mit zweimal „Criminal Minds“ 9,5% und 8,7%, sowie mit zweimal „Blindspot“ 6,9%. Alle drei großen Privatsender verloren damit um 20.15 Uhr gegen Das Erste: 1,28 Mio. bescherten „2016 – Das Quiz“ tolle 12,5%. Die „SOKO Wien“ schob sich sogar auch noch vorbei an Sat.1: mit immerhin 960.000 jungen Zuschauern und 9,2%.

4. RTL II schwächelt mit „Kochprofis“ und „Frauentausch“

Einst ein Erfolgs-Abend ist der Donnerstag für RTL II derzeit kein Grund für Freude. Die beiden Klassiker „Die Kochprofis“ und „Frauentausch“ blieben diesmal mit 410.000 und 460.000 14- bis 49-Jährigen bei ganzen 4,0% und 4,4% hängen – und damit klar unter den eigenen Ansprüchen. Besser lief es um 20.15 Uhr für kabel eins („Richie Rich“ / 630.000 / 6,0%) und Vox („Chuck und Larry“ / 710.000 / 6,8%). Vox steigerte sich um 22.35 Uhr mit „Welcome to the Jungle“ und 640.000 14- bis 49-Jährigen sogar auf tzolle 8,4%.

5. 3sat punktet mit dem „Südpazifik“, Sport1 mit der Darts-WM

Zu den Gewinnern des Abends gehörte am Donnerstag auch 3sat: 620.000 bis 720.000 Leute sahen die vier Teile der Doku-Reihe „Der Südpazifik“ – Marktanteile von 1,9% bis 2,6%. Im Anschluss gab es von 23.20 Uhr bis 3 Uhr nachts für weitere Reise-Dokus noch Marktanteile von 2,5% bis 4,1%. Zum Vergleich: Normal waren für 3sat in den jüngsten 12 Monaten 1,2%. Die Mio.-Marke knackte nach 22 Uhr kurzzeitig Sport1 mit der Darts-WM. Im Durchschnitt sahen 690.000 die Abend-Übertragungen – 2,7%. Top bei den Dritten: „Abschied ist ein leises Wort“ (mdr Fernsehen / 990.000 / 3,1%), „Der müde Theodor“ (NDR Fernsehen / 1,13 Mio. / 3,5%) und „Heintje – Mein bester Freund“ (BR Fernsehen / 930.000 / 2,9%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ich empfinde es als eine echte Sensation, dass eine Vorabend-SOKO beweisen konnte, was dieses Geschisse rund um die ach so geilen „20.15-Sonntags-Montags-Mittwochs-Freitags-Samstags-Darsteller“ wert ist, deren Namen die Sender jahrelang mit „persönlichen“ Reihen verknüpfen, mit unglaublichen Gagen „versorgen“ und ihnen dazu noch in den Allerwertesten schlüpfen. Nichts! Da zeigen missachtete und als „schlecht“ beschimpfte „Vorabend-Serien-Darsteller“ – alle Opfer der furchtbaren deutschen Trennung zwischen E/ernst und U/unterhaltend – dass sie aus dem Stand 6 Millionen erreichen, wenn man sie um 20.15 Uhr spielen lässt. Also genau so viel oder mehr als die jahrelang Versorgten z.B. in „Unter anderen Umständen, Solo für Weiss, Zorn, Kommissar und Meer, Dorn, Stralsund, Nord Nord Mord, Heller, Spuren des Bösen, Chefin und in bisher 1005 TATORTEN, der Ritterschlag-Gnadenauszeichnung der ARD“. Was jetzt Redakteure, Produzenten, Caster und Casterinnen aber auch Journalisten? Vorschlag: Einfach mal locker machen und – so Ihr Euer „System“ erhalten wollt – entweder den jährlich ausgebildeten Darstellern, Regisseuren/Regisseurinnen, die alle auf EUREN Markt geworfen werden, Chancen eröffnen PLUS gleichzeitig das sündteure staatliche Ausbildungs-System beenden! Wo gibt’s denn sowas, dass der Staat und so mancher öffentlich-rechtliche Sender (eine schlimme Allianz) glauben, mittels Steuergeldern die Ausbildung von Leuten fürs Filmbusiness finanzieren zu müssen. Es gibt keinen einzigen Grund, warum die „staatlich geförderten“ den „privat“ Ausgebildeten vorgezogen werden sollten. Schon gar nicht wenn öffentlich-rechtliche Sendeanstalten ein Oligopol bilden, damit Haupt-Auftraggeber sind und das mit „Zwangsgebühren“ vom Bürger. Das ganze Konstrukt wirkt inzwischen wie ein einziger „Schildbürger-Streich“. Wie konnte Politik das – wie so vieles andere auch – derartig wuchern lassen?

  2. Ich fand den Dreiteiler nicht schlecht. Der Wlde Westen bestand nun mal ncht nur aus ewigem Sonnenschein, schönen Indianern und bösen Weissen und schwülstigen Dialogen a la Barker & Brice. In den altem Verfilmungen störten mich vor allem die Einheitsuniformen der indianischen Nebendarstellern und auch die fürchterlichen Perücken. Da wirkte aus heutiger Sicht vieles geradzu peinlich. Bei den alten Filmen hielten sich Produzent und Regisseure übrigens auch kaum noch an das Original. Und das Winteou in den ersten Erzählungen Mays ein ziemlich brutaler Apache war, sei auch nicht verschwiegen. Pierre Brice war zudem ein schlechter Schauspieler. Ein Weisser im Lederrock, mehr nicht. Der neue Winnetou ist wenigstens bemüht, Winnetou einen Charakter zu geben, mit allen Facetten. Ich fand die neuen Winnetou-Verfilmungen spannend und interessant. Durchaus gelungen. Danke.

  3. Der Film war sehr schön. Für unseren Sohn 12 Jahre leider teilweise zu brutal. Wir schauen schon seit 3 Jahren wegen brutaler Krimis und menschenverachtenden Shows, wie TOP-Model gesucht, kein Fernsehen . Dieser Film war für uns eine angenehme Abwechslung.
    Aber man hätte mehr von Old Shatterhand und Winnetou` s Freundschaft zeigen können.
    Vielen Dank für den Film, wir haben trotz Werbung, durchgehalten. Das ist eine große Leistung.

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