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„Gemeinsame Diskussion“: ARD spricht mit BDZV-Präsident Döpfner über Umfang der Web-Auftritte

„Zapp“-Bericht: Die ARD-Macher Lutz Marmor (l.) und Karola Wille sollen mit Mathias Döpfner über den Umfang ihrer Web-Aktivitäten sprechen
"Zapp"-Bericht: Die ARD-Macher Lutz Marmor (l.) und Karola Wille sollen mit Mathias Döpfner über den Umfang ihrer Web-Aktivitäten sprechen

Seit Jahren stören sich die Verleger an den Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die zu "presseähnlich" seien und damit im Widersrpruch zu ihrem öffentlichen Auftrag stünden. Der Streit eskalierte in einem Gerichtsprozess über die "Tagesschau"-App, den die Verleger gewannen. Nun, so berichtet das NDR-Medienmagazin "Zapp", verhandle die ARD gemeinsam mit BDZV-Präsident Mathias Döpfner über den Umfang der Web-Auftritte.

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Dabei entsteht offenbar der Eindruck, dass der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) erreiche, dass sich die ARD „selbst Handschellen anlegen“ könnte, wie „Zapp“ berichtet. Das Medienmagazin beruft sich dabei auf BDZV-Vertreter Helmut Verdenhalven, der von Verhandlungen zwischen dem Lobbyverband der Verlage und den Verantwortlichen der ARD berichtet. Die „gemeinsame Diskussion“ sei „weit gediehenen“, so Verdenhalven.

So habe man mit der ARD-Vorsitzenden Karola Wille und Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), bereits ausgemacht, dass die Web-Angebote der ARD, darunter fällt unter anderem der Online-Auftritt der „Tagesschau“, textlich reduziert würden – zumindest auf der Startseite. Die sollte künftig nur noch maximal einem Drittel aus Text bestehen. Der restliche Teil der Seite sollte mit Video-Inhalten gefüllt werden. „Den BDZV-Angaben zufolge hat die sogenannte Kontaktgruppe der ARD zugesichert, noch im Jahr 2016 und damit kurzfristig über das Papier zu entscheiden“, heißt es dazu bei „Zapp“. Gegenüber den Reportern habe die ARD die Gespräche nicht kommentieren wollen, sie seien aber auch nicht dementiert worden.

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Über entsprechende Pläne können Wille und Marmor nicht alleine entscheiden, sondern sie benötigen die Zustimmung der anderen Intendanten der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Wie es in dem Bericht weiter heißt, seien einige dem Vorhaben gegenüber kritisch eingestellt. Dabei zeige man sich vor allem besorgt, dass der BDZV nach Änderungen auf der Startseite weitere Änderungen auf den Unterseiten fordern könnte.

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