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Miriam Meckel gibt Chefredaktion der WiWo an Welt-Mann Beat Balzli ab und wird Herausgeberin

Das künftige Führungs-Duo der WirtschaftsWoche: Miriam Meckel wird Herausgeberin, Beat Balzli wechselt als Chefredakteur an den Rhein
Das künftige Führungs-Duo der WirtschaftsWoche: Miriam Meckel wird Herausgeberin, Beat Balzli wechselt als Chefredakteur an den Rhein

Führungswechsel bei der WirtschaftsWoche: Chefredakteurin Miriam Meckel, 49, fungiert ab 1. April 2017 beim Wirtschaftsmagazin aus der Handelsblatt-Gruppe als "aktive" Herausgeberin. Dies teilte das Düsseldorfer Verlagshaus heute mit. Ihre bisherige Position übernimmt Beat Balzli, 50, derzeit Vize-Chef von Axel Springers WeltN24-Gruppe. In ihrer neuen Rolle soll Meckel u.a. den WirtschaftsWoche Club sowie den Live-Journalismus vorantreiben.

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Die künftige Funktion der Chefredakteurin, die das Magazin gut zwei Jahre führte, liegt laut Verlag in der „strategischen Entwicklung der Marke WirtschaftsWoche im Digitalzeitalter“. Dazu gehörten neben dem Ausbau des WirtschaftsWoche Clubs auch die Entwicklung innovativer Formate im Live-Journalismus, den das Handelsblatt systematisch vorantreibt. Darüber hinaus werde Meckel „mit Essays, Interviews und einer wöchentlichen Kolumne regelmäßig publizistisch in der WirtschaftsWoche wirken“. Miriam Meckel erklärt dazu: „Die künftige WirtschaftsWoche wird weit mehr sein als ein Magazin. Gerade in Zeiten der Digitalisierung geht es nicht nur um Information, sondern um Verständnis, Einordnung und den persönlichen Austausch. Die Herausgeberschaft ist für mich der logische nächste Schritt.“

Der Neue an der Spitze der WiWo ist in seiner Position als Chefredakteur laut Verlagsmitteilung künftig für die Leitung der gesamten Redaktion (Print und Online) und die Magazingestaltung zuständig. Beat Balzli hat vor seiner Karriere bei der Welt-Gruppe auch für den Spiegel geschrieben. Zu seiner neuen Aufgabe sagt er: „Ich freue mich sehr, einen so traditionsreichen Titel wie die WirtschaftsWoche gemeinsam mit der Redaktion weiterzuentwickeln – sowohl im Print wie im digitalen Bereich. Wir wollen die Leserinnen und Leser mit exklusiven und gut geschriebenen Magazingeschichten sowie fundierten Analysen zum aktuellen Zeitgeschehen begeistern.“

Der Schweizer Journalist ist seit 2013 stellvertretender Chefredakteur der Welt-Gruppe, wo er vor allem für die Welt am Sonntag zuständig ist. Zuvor war der studierte Volks- und Betriebswirt drei Jahre als Chefredakteur der Schweizer Handelszeitung sowie viele Jahre als Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel sowie bei der Schweizer SonntagsZeitung und dem Schweizer Nachrichtenmagazin Facts tätig. Für seine redaktionelle Tätigkeit hat er mehrere Preise erhalten, u.a. den Helmut Schmidt Journalistenpreis (2008), Henri Nannen-Preis (2009), Herbert Quandt Medien-Preis (2009) und den Georg von Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik (2010). Er ist Autor des Buches „Treuhänder des Reichs – Die Schweiz und die Vermögen der Naziopfer“ (Werd Verlag, 1997).

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Gabor Steingart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt, kommentierte die neue Aufgabenverteilung so: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Beat Balzli einen exzellenten Journalisten und Blattmacher mit langjähriger Magazinerfahrung für die WirtschaftsWoche gewonnen haben. Mit ihm als Chefredakteur und Miriam Meckel als aktiver Herausgeberin wollen wir neue journalistische und intellektuelle Impulse setzen und Relevanz sowie Reichweite der Marke WirtschaftsWoche weiter spürbar steigern.“

 

MEEDIA ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt

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Alle Kommentare

  1. Die WiWO schreibt schon lange gegen ihre Klientel…….gelesen wurde das Blatt von hart arbeitenden Unternehmern und Menschen die am Unternehmertum interessiert sind…..sprich Mittelstand, Kleinunternehmer, BWL Studenten, etc. Dann fängt das Käseblatt an zunehmend politisch zu belehren….und schreibt ständig über alberne Startups die kein Mensch braucht. Gibt leider keine guten deutschen Wirtschaftszeitungen mehr…..besser Fach und Branchenzeitungen lesen….da wird man nicht volkspädagogisch indoktriniert.

    WiWo war mal eine sehr gute zeitung…..leider ist der deutsche Journalismus zur Erziehungspädagogik übergegangen…..anstatt sachlich und fair zu informieren.

  2. Frau Meckel hat versucht ein ehedem konservatives Wirtschafts-Magazin auf linksgrün und damit auf antimarktwirtschaftlich zu bürsten und ist damit, wie es scheint, offenbar krachend gescheitert. Leute, die so eine Publikation lesen, die wollen sich gewiss nicht erzählen lassen, dass ein wie auch immer gearteter Sozialismus 2.0 mit viel Umverteilung, staatlichen Eingriffen, Vulgärprotestantismus a’la Käßmann und Göring-Eckhard und dem romantischen Naturverständnis des frühen 19zehnten Jahrhunderts der allerneuste Hit ist. Diese Leser wollen nüchterne, realistische Fakten präsentiert bekommen, mitnichten aber utopische Heilsvorstellungen einer besseren, paradisischen neuen Welt. Die Wirtschaftswoche ist ja schließlich auch kein sakuläres Kirchenblatt.

  3. Jetzt werde ich meinen Entschluß, nach 42 Jahren mein Abonnement zu kündigen, jetzt nochmal überdenken. Mein Entschluß war über zwei Jahre gereift:
    – Weniger Wirtschaft, weniger Fakten, mehr Politik, mehr Meinung und mehr (aus meiner Sicht) Unsinn, wie Mode, modische „Kultur“, „Was soll man kaufen, was isn“t „?“ bis hin zu Esoterik „Business-Horoskop“
    – Personenkult (MM sogar in Anzeigen im Bild neben Editorial), dabei kein wirklicher Inhalt, Niveau bis herab zu Will und Maischberger
    – Große Fotos ohne Inhalte, weniger Inhalte, weniger Inhalt
    – „Erziehungsversuche“ (nudging) in Richtung mainstream: Grün, feministisch (herbeigeholt) etc.
    – Wiwo-Club ist Quatsch: Wen interessiert schon Rummel ohne Inhalt?
    – Einzige „Verbesserung“ (in Anführungsstichen, weil z.T. wieder nudging) Kommentare, Analysen.
    Aber ich werde dem „Neuen“ eine Chance geben und nochmal abwarten mit der Absendung meiner Kündigung.

  4. Es wäre ein halbes Wunder, wenn Meckel ohne jede Printerfahrung als Chefredakteurin reüssiert hätte. Und das andere Halbwunder wäre es gewesen, wenn sie dann wegbefördert worden wäre.

    Insofern ist alles ein PR-Manöver. Teil eins ist abgehakt, die Fortsetzung für die Hauptperson umso attraktiver. Arbeit als fürstlich bezahltes Hobby in sorglosen Sphären, wo das Repräsentieren, das (ein)gebildete Räsonnieren und das Soupieren die Tage reizvoll strukturiert: „Liieber Kollege Joffe, Euer Leitartikel jüngst, à la bonheur. Und das Hummersoufflé hier, wirklich grandios. Anne, koste doch bitte mal, hat gaanz wenige Kalorien …”

  5. Sie hat knapp über 2 Jahre durchgehalten. Länger, als ich vermutet habe. Frau Meckel gehört zu diesem Typ eloquente Führungskraft, die alles, was sie anfasst, in den Sand setzt. Der rasante Auflagenschwund hat jetzt wohl den Verleger zum Handeln gezwungen. Häme ist komplett fehl am Platz. Es war alles komplett vorhersehbar. Holzbrinck richtet ja alle seine Zeitungen so aus, obwohl er damit keinen Erfolg hat. Hier im Medienblog ist es ja nicht viel anders. Wenn man aber zu viele relevante Sachen ignoriert, kann man den Blog gleich ganz zu machen. Meine Meinung.

  6. Alle, die bei MM’s Antritt gesagt haben, sie kann’s nicht, haben recht behalten!

    Während die Politik ihre Gescheiterten zur EU schickt, machen Verlage sie zu Herausgebern.

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