„Wenn Musiker ihren Preis dissen…“: ARD steigt beim „Echo“ aus, und Sido scheint ein Grund dafür zu sein

Hat Deutsch-Rapper Sido (r.) mit dem „Echo“-Blackout  im Ersten zutun?
Hat Deutsch-Rapper Sido (r.) mit dem "Echo"-Blackout im Ersten zutun?

Die ARD streicht die "Echo"-Verleihung im kommenden Jahr aus ihrem Programm, wie ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) verraten hat. Der Musikpreis werde "aus inhaltlichen Gründen" 2017 nicht im Ersten zu sehen sein. Ein Grund dafür scheint Deutsch-Rapper Sido zu sein.

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Darüber hinaus sei der „Echo“ bei seinem 25. Jubiläum im April „erschöpft und müde“ gewesen, so Schreiber gegenüber dem RND. „Wenn Musiker, für die der Preis vergeben wird, sich mehr Zuspruch davon versprechen, dass sie auf der Bühne ihren Preis dissen und schlecht machen, wie kann der Zuschauer zuhause Spaß daran haben?“

Gemeint ist damit offenbar Deutsch-Rapper Sido, der in diesem Jahr in vier Kategorien nominiert war – schließlich aber leer ausgegangen ist. Sein Kommentar dazu: „Die sind so dumm hier beim Echo“, so Sido während der Live-Sendung, „hinter der Bühne stehen alle Preise rum.“ Er habe mal geguckt, wer gewinne. „Ich jedenfalls nicht.“

Die Deutsche Phono-Akademie als Veranstalter habe Schreiber aber auch „keine inhaltliche Perspektive für eine größere Relevanz aufzeigen“ können. Die „Echo“-Verleihung kam in diesem Jahr lediglich auf 3,37 Millionen Zuschauer im Gesamtpublikum. Das entsprach einem Marktanteil von 11,6 Prozent. Dabei würden die Unterhaltungssendungen im ARD-Hauptprogramm – zumindest im Jahr 2016 – laut AGF/GfK einen durchschnittlichen Marktanteil von 14,8 Prozent im Gesamtpublikum erreichen, heißt es weiter.

Doch es gibt auch Grund zur Freude, Schreiber sei „im Moment als Unterhaltungskoordinator sehr happy“: Die ARD habe ihren Vertrag mit Moderator Kai Pflaume um drei weitere Jahre bis 2019 verlängert. Mit Jörg Pilawa entwickle man derzeit eine Samstagabendshow.

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Alle Kommentare

  1. Dieser Sido alias Paul ist weder Musiker noch Rapper, denn dieser Paul beherrscht weder ein Musikinstrument noch hat er das Talent authentischen Sprechgesang in eine melodische Form zu bringen. Er ist, wie so viele, in diesem Industriezweig lediglich ein Blender und Bückling vor dem schnöden Mammon.
    Es ist begrüssenswert wenn im kommenden Jahr auf die Übertragung dieser Veranstaltung verzichtet wird. Eine gute Reisereportage oder eine Naturdokumentation könnte ein leichter Lückenfüller werden. Aber am Ende wird man diesen Paul dann wohl doch auf dem Sofa von Pilawa oder beim Ratespielen mit Pflaume ertragen müssen. Dieser Paul ist schliesslich ein Multitalent wenn der schnöde Mammon ihn daran erinnert, dass der Putz seiner Villa in Nord-Berlin wieder bröckelt. Ansonsten geht es für Paul wieder zurück in das harte Ghetto der Berliner Mittelschicht, wo er sich mit den kulturellen Problemen der weißen Minderheit konfrontiert sieht.

    1. Sido ist doch nicht allein.Fast alle die in Deutschland trällern sind auch nur hinter Kohle und Preisen her.Ob da jeder ein Instrument spielt glaube ich nicht.Viel unerträglicher wie die Piepser sind Typen wie Pilawa,ganz besonders aber Pflaume.Das wird aus einem wenn es in Kinderjahren keine Schulmilch gab.Gräßlich.Übrigens OT .Alle Sachsen konnten damals herzlich lachen.Ein ganz großer Selbsdarsteller.Wie ebenauch Sido.Jeder Euro den die für ihren Mist kriegen ist zum Fenster rausgeschmissen.Typisch ÖRR.

    2. Wie viel Bitterkeit man trotz des eigenen Doktortitels noch gegenüber einem vermeintlich untalentierten Paul aus dem weißen Mittelschichtsghetto empfinden kann, ist mir schleierhaft.

      1. Das ist keine Bitterkeit sondern schlicht und ergreifend Verachtung gegenüber diesem Paul, der vorgibt jemand anders zu sein als er in Wirklichkeit ist. Fast alle sogenannten Rapper hierzulande adaptieren einen Stil der bereits vor 20 Jahren von wirklichen Künstlern wie z.B. Tupac Shakur gelebt wurden. Paul wurde Aggro mit Maske vor einem Gesicht, welches ohne Bedeckung niemals eine monetäre Initialzündung bei pubertierenden Jungen und Mädchen ausgelöst hätte. Zudem kratzt Paul, wie auch die Blutzbrüdaz seiner Skatrunde, mit seiner Lyrik an ein Level das nur die bedeutungslose Masse der Unterhaltungssüchtigen als die Kunst des Rappens wahrnimmt. Da bleibe ich doch lieber bei den Originalen aus den Staaten.

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