600 Millionen Nutzer: Foto-Netzwerk Instagram wächst immer schneller

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Immer beliebter: Instagram zieht inzwischen auch schwedische Pilotinnen an

Der Foto-Boom geht weiter: Instagram verkündete heute einen neuen Meilenstein – den Durchbruch durch die 600-Millionen-Nutzer-Marke. Die Facebook-Tochter setzte bei ihrem Wachstum ein Ausrufezeichen: Nachdem 100 Millionen neue Mitglieder zuletzt alle neun Monate hinzugewonnen wurden, konnten Gründer Kevin Systrom und Facebook-Chef Mark Zuckerberg nun nach weniger als sechs Monaten die nächste Erfolgsmeldung verkünden, an der das im August gelaunchte Feature 'Stories' maßgeblichen Anteil haben dürfte.

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Der nächste Zwischenstopp ist genommen: 600 Millionen Menschen nutzen das boomende Foto-Netzwerk Instagram bereits, wie die Facebook-Tochter heute mitteilte:

Wir freuen uns darüber, euch heute berichten zu können, dass sich unsere Community auf mehr als 600 Millionen Menschen vergrößert hat. Die letzten 100 Millionen sind alleine in den vergangenen sechs Monaten zu uns gestoßen – deswegen haben wir uns darauf konzentriert, die Plattform für jeden einzelnen noch besser zu machen. Mit Instagram Stories, Live-Videos und selbstlöschenden Fotos und Videos in Direct gibt es jetzt noch mehr Möglichkeiten, Inhalte zu teilen. Und mit den aktualisierten Sicherheitsfunktionen hast du noch mehr Kontrolle über Kommentare und die gesamte Nutzererfahrung. So wird Instagram zu einer noch sichereren Plattform, auf der man sich vernetzen und selbst ausdrücken kann. Wir von Instagram danken euch für eure Unterstützung und können eure nächsten Beiträge kaum erwarten! #myimstagramlogo von @_lesel_

Ein von Instagram auf Deutsch (@instagramde) gepostetes Foto am

Gründer Kevin Systrom, der dem Foto-Netzwerk auch nach der Übernahme durch Facebook 2012 bis heute erhalten geblieben ist, bedankte sich nach „geschäftigen letzten Wochen mit zahlreichen Launches“ mit einem Extra-Post bei der Community:

Tatsächlich drückt das Social Network aufs Tempo wie nie. Im August überraschte Instagram mit der Einführung des neuen Features Stories, das Snapchats „Storys“-Format praktisch eins zu eins kopierte. Mehrere Bilder oder Videos können seitdem  zu einer Slideshow aneinandergereiht werden, die nach 24 Stunden wieder verschwindet. Binnen nur zwei Monaten wurde das Feature bereits von 100 Millionen Mitgliedern genutzt.

Beschleunigte Produktoffensive bringt neue Nutzer

Noch weiter in die Offensive geht Instagram mit zwei neuen Features, die Snapchat weiter unter Druck setzen dürften: die Selbstzerstörungsfunktion von versendeten Bildern und die Möglichkeit, Live-Videos in der Stories-Funktion zu übertragen, die in der vergangenen Woche ausgerollt wurden.  Zudem können seit letzter Woche Kommentare gelikt und seit gestern einzelne Posts abgespeichert werden.

Die Produktoffensive hat Instagram nun ein schnelleres Nutzerwachstum beschert. Binnen weniger als sechs Monaten konnte sich die Facebook-Tochter über weitere 100 Millionen neue Mitglieder freuen. Zuvor hatte Instagram für den Meilenstein dreimal in Folge ziemlich genau neun Monate gebraucht:

Kann Instagram sein Wachstum im gleichen Tempo beibehalten, dürfte spätestens Ende 2018 die Milliarden-Grenze durchbrochen werden, die die andere Facebook-Apps wie WhatsApp und der Messenger in diesem Jahr bereits geknackt haben.

Das große Plus des Foto-Netzwerks besteht unterdessen in seiner Attraktivität für die Werbebranche. „Instagram wird zur Marketing-Maschine“, kommentierte das Techportal Digital Trends unlängst das Tempo bei der Monetarisierung. Bereits 200.000 Werbetreibende schalten bei der Facebook-Tochter Anzeigen.

Wall Street bewertet Instagram allein mit über 50 Milliarden Dollar

2016 soll die beliebte Foto-App bereits Erlöse in Höhe von 1,85 Milliarden Dollar eingefahren haben, schätzt Marktforscher eMarketer. Im nächsten Jahr sollen sich die Umsätze auf über 5 Milliarden Dollar vervielfachen – nicht zuletzt dank des vor sechs Monaten gelaunchten neuen Features „Stories“.

Lohn der Monetarisierung: Nach Schätzung von Forbes Magazine wäre Instagram als eigenständiges Unternehmen erstaunliche 50 Milliarden Dollar wert – das Siebzigfache des Kaufpreises von am Ende 715 Millionen Dollar vor fünf Jahren.

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