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#TrudeauEulogies: Kanadas Premierminister Justin Trudeau preist Fidel Castro – und kreiert dadurch ein Internet-Mem

Kanadas Premierminister Justin Trudeau mag Instagram
Kanadas Premierminister Justin Trudeau mag Instagram

Bislang war Justin Trudeau als 'Everybody's Darling' und Social Media-Präsident bekannt – kaum ein Politiker schien die Inszenierung auf Facebook, Twitter und Instagram besser zu beherrschen als der kanadische Premierminister. Nun jedoch überzieht das Social Web Trudeau unter dem Hashtag #TrudeauEulogies erstmals seit seiner Ernennung zum kanadischen Premierminister mit Spott. Der Auslöser: Eine aufreizende Lobrede auf den verstorbenen kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro.

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Jede Serie geht einmal zu Ende. Seit rund einem Jahr reitet der junge kanadische Premier Justin Trudeau auf einer bemerkenswerten Sympathiewelle. Der Sohn des früheren kanadischen Premierministers Pierre Trudeau verkörpert wie wohl kaum ein Zweiter den Prototypen des jung-dynamischen Karriere-Politikers, der sich zeitgemäß zu inszenieren versteht und immer wieder gerne mit Stars umgibt.

Nicht von ungefähr erinnert einiges an die Aufbruchstimmung, die Barack Obama zu Beginn seiner Präsidentschaft in den USA erzeugt hatte – auch Trudeau reißt sich offenkundig eine Seite aus dem Lehrbuch des amerikanischen Social Media-Präsidenten.

Umso befremdlicher wirkte da das Statement des erst 44-Jährigen am Samstag zum Tod des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro, der im Kalten Krieg in den USA als Personifizierung des kommunistischen Übels vor der eigenen Haustür galt.

Trudeau pries den verstorbenen 90-jährigen Revolutionär dabei in nahezu überschwänglichen Worten: „Fidel Castro war ein überlebensgroßer Führer, der seinem Volk fast ein halbes Jahrhundert gedient hat“, würdigte Trudeau Castro.

Castro wäre „ein legendärer Revolutionär und Redner“ gewesen, der dem Inselstaat zu „großen Fortschritten in der Bildung und dem Gesundheitswesen“ verholfen habe. Mehr noch: „Obwohl er eine kontroverse Figur war, erkennen sowohl seine Unterstützer als auch Kritiker die enorme Hingabe und Liebe für das kubanische Volk an“, schreibt Trudeau, dessen Vater mit Castro befreundet war.

#TrudeauEulogies: Plötzlich beißender Spott auf Twitter für Trudeau

Auf Twitter kam die Lobrede auf den kommunistischen Diktator, unter dessen Herrschaft mehr als 5000 Menschen hingerichtet worden sein sollen, erwartungsgemäß nicht gut.

Schnell war unter dem Hashtag #TrudeauEulogies (Trudeau-Lobreden) ein neues, wenig schmeichelhaftes Mem geboren, unter dem dem kanadischen Premier andere Würdigungen von „kontroversen“ Personen des Zeitgeschehens und der Popkultur zugedacht wurde:

Auch darüber hinaus wurde Castros Tod – und seine posthume Würdigung – kontrovers in den sozialen Medien diskutiert:

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