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Endspurt um Drittsendeplätze bei Sat.1: Landesmedienanstalt legt sich auf drei Bewerber fest

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Von WeltN24, DTCP/SpiegelTV bis Epoche Media - mehr als 60 Unternehmen und TV-Produktionsfirmen hatten sich um die Drittsendezeiten für den privaten Fernsehsender Sat.1 bemüht. Jetzt hat sich die rheinland-pfälzische Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) mit dem Free-TV-Kanal Sat.1 jeweils auf einen Bewerber für die drei Sendeschienen geeinigt.

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Der Andrang war riesig. Mehr als 60 Unternehmen und TV-Produktionen hatten sich um die begehrten Sendeplätze beworben – darunter unter anderem die zu Axel Springer gehörende WeltN24-Gruppe mit Ulf Poschardt an der Spitze sowie Epoche Media, die Thorsten Pollfuß gehört. Er war früher kaufmännischer Leiter der Fernsehtochter des Hamburger Spiegel-Verlags TV. Auch unter den Bewerbern: die Produktionsfirma DCTP (Alexander Kluge)/Spiegel-TV.

Jetzt hat sich die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) mit dem Free-TV-Anbieter Sat.1 auf die Bewerber geeinigt. „Es wurde eine gemeinsame Auswahl zwischen Sat.1 und LMK erarbeitet“, erklärt ein LMK-Sprecher auf MEEDIA-Anfrage. Dabei habe man sich für die drei verschiedenen Sendezeit-Schienen jeweils auf einen Bewerber verständigt. Die Namen der Unternehmen wollte der LMK-Sprecher allerdings nicht sagen. „Die ‚Zuschläge‘ werden erst mit der Zulassungsentscheidung erteilt. Dies wird voraussichtlich zu Beginn des Neuen Jahres sein“, unterstreicht der LMK-Sprecher.

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Ursprünglich sollten bis zum 1. Juli die begehrten Drittfenster-Lizenzen vergeben werden. Da aber die Nachfrage der TV-Produktionen groß war, verzögerte sich der Prozess. Zum Hintergrund: Sat.1 musste seit 2014 keine Sendungen von Drittanbietern mehr ausstrahlen. Damals hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz in zwei Eilverfahren entschieden, dass die 2013 von der LMK erfolgte Vergabe von Drittanbieter-Lizenzen bis zum 31. Mai 2018 an die Unternehmen News and Pictures und DCTP rechtswidrig waren.

Dadurch wurde das Verfahren neu aufgerollt und führte zu der jetzigen Neuausschreibung der Drittsendefenster. Dennoch strahlt Sat 1 – freiwillig – Sendungen von Spiegel TV und Focus TV im Wechsel aus.

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