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Rommerskirchen erwirkt einstweilige Verfügung: Matthias Daniel darf vorerst nicht weiter für New Business arbeiten

Matthias Daniel, Chefredakteur des journalist, darf vorerst nicht weiterarbeiten
Matthias Daniel, Chefredakteur des journalist, darf vorerst nicht weiterarbeiten

Die Posse um das DJV-Medienmagazin journalist geht in die nächste Runde: Thomas Rommerskirchen hat vor dem Arbeitsgericht Bonn eine einstweilige Verfügung erwirkt, die Chefredakteur Matthias Daniel vorerst verbietet, für den New Business Verlag zu arbeiten. Dieser hatte die journalist-Produktion übernommen, nachdem sich Herausgeber DJV und Rommerskirchen im Streit getrennt hatten.

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Matthias Daniel war rechtzeitig zum Neustart des journalist zum New Business Verlag gewechselt, um das Heft weiterhin als Chefredakteur zu verantworten. Dazu reichte er im Hause Rommerskirchen seine fristlose Kündigung ein. Damit beendete er das Beschäftigungsverhältnis, das zuvor von Rommerskirchen gekündigt worden war, allerdings noch einer Kündigungsfrist bis angeblich ins nächstes Jahr hinein unterliegt. Rommerskirchen hatte nicht nur Daniel gekündigt, sondern die gesamt Redaktion.

Mit der einstweiligen Verfügung, über deren dauerhafte Wirkung noch entschieden werden muss, versucht  Rommerskirchen der Produktion Steine in den Weg zu legen. New Business wie auch der DJV betonen, dass die vorübergehende Entscheidung des Arbeitsgerichts in Bonn zwar bedauerlich sei, allerdings keinerlei Auswirkungen auf die Produktion der nächsten Ausgabe haben soll.

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Hintergrund dieser Fehde ist der Verlust des Produktionsauftrages für den journalist, den Rommerskirchen die vergangenen 50 Jahre verantwortete, bis es zu Streitigkeiten über den Heftumfang gekommen war. Der DJV machte daraufhin von einem Sonderkündigungsrecht gebrauch und wechselte den Verlag. Rommerskirchen will die Kündigung nach wie vor nicht akzeptieren. Zwar ging er gegen diese bislang nicht juristisch vor, verklagte den DJV aber auf Schadenersatz. Darüber verhandelt werden soll am 23. November vor dem Landgericht Bonn. Wie es heißt, soll der DJV mit einer Widerklage reagiert haben, um die Wirkung der Sonderkündigung gerichtlich bestätigt zu bekommen.

Der Streit um den journalist ist längst zur Posse geworden, um deren Fortsetzung Rommerskirchen bemüht ist. So bezeichnete er das Heft aus dem Hause New Business in einer Pressemitteilung als „Klon“ seines Medienmagazins und kündigte eine neue Ausgabe an, die im Dezember erscheinen soll. Dann also werden DJV-Mitglieder zwei journalist-Versionen erhalten. Wie es heißt, soll es in der Rommerskirchen-Ausgabe – fast schon zynisch – auch um die 50-jährige Zusammenarbeit zwischen Verlag und Herausgeber gehen.

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Alle Kommentare

    1. Man könnte das ja auch mal verbessern und hier antworten: „Vielen Dank, der Fehler wurde korrigiert.“
      (Dann aber auch den „Gebrauch“ gleich großschreiben und „die gesamte Redaktion“ mit e, und vor „Rommerskirchen“ ein Leerzeichen weg, und hinter „Rommerskirchen“ ein Komma – aber dann hält man sich ja dran, oder? )

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