Anzeige

Zwei Schlappen an einem Tag: Charlene von Monaco setzt sich vor Gericht gegen Funke-Yellow durch

Einfach bitter: Charlene von Monaco wehrt sich gegen falsche Berichterstattung
Einfach bitter: Charlene von Monaco wehrt sich gegen falsche Berichterstattung

Das Fürstentum Monaco ist ein herrlicher Ort - vor allem für die Klatschpresse. Adelsgeschichten laufen immer, ob sie stimmen oder nicht. Ab und zu setzen sich die Protagonisten zur Wehr. Wie an diesem Freitag vor dem Landgericht in Hamburg. Dort klagte Charlene von Monaco gegen die Berichterstattung des Yellow-Heftchens Neue Welt der Funke Mediengruppe – und gewann gleich zwei Mal.

Anzeige
Anzeige

Wenn ihnen so etwas „ständig“ untersagt werde, dann hätten die Redakteure bald gar keine Möglichkeit mehr, ihr Heft zu machen, versuchte Funke-Justitiarin Anna Lissner auf die Vorsitzende Richterin einzureden. Und sie bekam teilweise recht. Die Kammer könne nachvollziehen, dass Zeitschriften auf ihren Titelseiten Aufmerksamkeit erregen müssen, Themen zuspitzen und vielleicht sogar reißerisch sind. Aber in diesem Fall sei die Redaktion über das Ziel hinausgeschossen.

Vor der Pressekammer des Landgericht Hamburg wurde an diesem Freitag über die Berichterstattung der Zeitschrift Neue Welt gestritten (Aktenz.: 324 O 228/16). Im März dieses Jahr hatte das Klatschblatt aus dem Hause Funke mit Fürstin Charlene von Monaco aufgemacht. In weißen, großen und gefetteten Lettern verkündete die Neue Welt: „Bittere Trennung!“, und fragte: „Wie soll es jetzt nur weitergehen?“.

Was war geschehen? Seit 2011 ist Charlene mit Fürst Albert von Monaco verheiratet, im Jahr 2014 folgte Nachwuchs. Immer wieder die internationale Regenbogenpresse die Gerüchteküche an, die Ehe laufe schlecht und das Paar könnte sich trennen. Eine Stellungnahme oder Beweise, dass sich Fürstin und Fürst getrennt haben, lieferte der Artikel nicht. Er berichtete lediglich, dass Charlene nicht zum diesjährigen Rosenball, einer Charity-Veranstaltung, gekommen war. Albert erschien dort mit seiner Schwester. Im Text wurde erwähnt, dass eine „bittere Trennung“ nichts anderes als ein „Tuschelthema“ sei.

Anzeige

Dennoch war der Titel völlig in Ordnung, findet Lissner und lieferte vor Gericht eine abenteuerliche Argumentation: Die auf dem Titel angekündigte Trennung habe sich ja nicht zwingend auf den Ehemann beziehen müssen. Das Gericht sieht das anders: Es sei „zwingend“ der Eindruck erweckt worden, dass es sich um eine Liebestrennung handele, so die Vorsitzende Simone Käfer. Der Titel sei gemacht, „als wäre etwas Furchtbares passiert“. Der Abdruck eines weiteren Fotos, das Charlene mit einem ihrer Kinder auf dem Arm zeigt, habe diesen Eindruck nur verstärkt. Und auch das Argument, dass der erfahrene Neue-Welt-Leser durchaus wisse, was ihn im Heftinneren erwartet (schließlich titele man ja regelmäßig so), sowie die Erklärung, bei einer wirklichen Trennung sei man auf dem Titel wesentlich direkter, wollte die Richterin nicht gelten lassen. Und so überrascht es nicht, dass die Kammer das Blatt in die Schranken wies und die bereits erwirkte einstweilige Verfügung bestätigte.

Es ist die zweite Schlappe an einem Tag für das Funke-Blatt: Vor der Verhandlung sprach die Kammer eine weitere Unterlassung aus (Aktenz.: 324 O 258/16). Wieder klagte Charlene von Monaco, der das Blatt eine weitere Schwangerschaft zuschreiben wollte.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Wieso nur zwei Schlappen?

    Es gab noch eine Dritte Schlappe. Eine für die Kanzlei des Prof. Dr. Christian Schertz.

    Die Klage von Sonja Gerhardt wg. Nacktphoto aus den Filmen „Ku’damm 56“ und „Deutschland 83“ wurde abgewiesen. Sonja Gerhardt hat die Kosten des Rechtsstreits zun tragen.

    Vor Gericht wurde Sonja Gerhardt seinerzeit von RA Helge Reich von der Kanzlei Schertz Bergmann vertreten.

    Auch Prof. Dr. Matthias Dünnwald von der Kanzlei Prof. Prinz (die auch Charlene von Monaco vertrat) erhielt erhebliche Klatschen. Die Forderungen nach Geldentschädigung und Veröffentlichung einiger Widerrufe wurden in drei Sachen der Milliardärs-Familie Thiele zurückgewiesen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*