Lernschwierigkeiten, Horrorhaus und die Wissenschaft des Small Talks: die Blendle-Bestseller der Woche

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Die Nummer 1 der Blendle-Charts aus der New York Times

Erstmals führt ein Artikel der New York Times die deutschen Blendle-Verkaufs-Charts an. Der Text über Lernschwierigkeiten von Kindern und Erwachsenen verkaufte sich dank Blendles neuem Lifehack-Newsletter am besten. Dahinter folgen der Business Punk und die Süddeutsche Zeitung, das Ressort Medien und Tech führt Die Zeit mit einem Samsung-Artikel an.

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„How to Nudge Students to Succeed“ heißt der Artikel von Berkley-Professor David L. Kirp aus der New York Times, der in zwischen Mittwoch und Dienstag den ersten Platz der Popularitätsliste bei deutschen Blendle-Nutzern erreicht hat. Neben dem Thema – drei Methoden, mit denen Kinder und Erwachsene Lernschwierigkeiten überwinden können – zeigt der Erfolg mehrere Dinge. Zum einen, dass Blendle keine Mainstream-Plattform ist, sondern eine, die von gebildeten Menschen genutzt wird, die bereit sind, Geld für Qualität auszugeben. Zum anderen aber auch, dass die Preisgestaltung der US-Medien auf Blendle vielleicht nicht die dümmste ist. 15 Cent kosten die 1144 Wörter dort. Ein Betrag, über den man Ausgaben nicht nachdenkt. Und: Der Erfolg zeigt, dass Blendle weiterhin vor allem durch seine Newsletter Umsätze erzielt. In diesem Fall wurde der Text im „Blendle fürs Leben“-Letter beworben. Weitere Themen-Newsletter dürften also folgen.

Erfolgreich war diesmal auch der Business Punk – mit einer fast unglaublichen Reportage von Alexander Langer über einen US-amerikanischen Ex-Navy-Soldaten, der ein Horrorhaus betreibt, in dem Freiwillige acht Stunden gequält und gefoltert werden – und dafür statt Geld vier Dosen Hundefutter zahlen. Das Siegertreppchen wird durch die Süddeutsche Zeitung und die Wissenschaft des Small Talks komplettiert.

Ungewöhnlich: Kein Medium hat es in dieser Woche zweimal in die Top Ten geschafft – auch die beiden Lieblingsmedien der Blendle-Nutzer nicht. So belegt Die Zeit mit Bernd Ulrichs „American Angst“ Platz 4, Der Spiegel ist diesmal sogar gar nicht in der Liste vertreten.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 2. bis 8. November 2016:

1. „How to Nudge Students to Succeed“ – New York Times, David L. Kirp, 1144 Wörter, 15 Cent
Berkley-Professor David L. Kirp über drei Methoden, mit denen Kinder und Erwachsene Lernschwierigkeiten überwinden können.

2. „Der Keller, in dem Albträume wahr werden“ – Business Punk, Alexander Langer, 1342 Wörter, 59 Cent
Reportage über Russ McKameys Horrorhaus, in dem Trips des Schreckens angeboten werden.

3. „Der Tanz der Wörter“ – Süddeutsche Zeitung, Katrin Blawat, 1704 Wörter, 79 Cent
Analyse zur Wissenschaft des Small Talks.

4. „American Angst“ – Die Zeit, Bernd Ulrich, 2834 Wörter, 45 Cent
Bernd Ulrich über Europas Angst vor dem Niedergang der Supermacht Amerika.

5. „Heimliche Sucht“ – Welt am Sonntag, Claudia Becker, 1901 Wörter, 35 Cent
Porträt einer Alkoholikerin, und wie sie von ihrer Sucht loskam.

6. „Der Notruf“ – Tagesspiegel, Verena Friederike Hasel, 1887 Wörter, 45 Cent
Reportage über ein krebskrankes Mädchen, und die erschreckenden Zustände, die sie und ihre Familie in der Berliner Charité antraf.

7. „…wenn das Irreale wahr wird“ – Handelsblatt, Sven Afhüppe, Nicole Bastian, Mathias Brüggmann, Astrid Dörner, Gabor Steingart, Thomas Jahn, Moritz Koch, Thomas Jahn, Jens Münchrath, Daniel Schäfer und Frank Wiebe, 55 Cent
Longread zu den Aussichten eines Präsidenten Trump.

8. „Bauchfett: Die weiche Gefahr“ – Focus, Claudia Gottschling, Paul Klammer und Silvia Sanides, 5342 Wörter, 69 Cent
Titelgeschichte dazu, Was das Fett an der Taille anrichten kann, und wie man es los wird.

9. „Das Ende des Westens wie wir ihn kannten“ – Cicero, David Engels, 3421 Wörter, 99 Cent
Neues Cicero-Cover über die Entscheidungsunfreudigkeit der westlichen Politik, und die Verrohung der Werte.

10. „Keiner hat mir je gesagt…“ – Wirtschaftswoche, 533 Wörter, 25 Cent
Gründer und Manager geben Karriere-Tipps.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führen zwei Artikel aus der Zeit an: über Büros als Wohlfühlzonen und über die „Gefahr für die Demokratie“ durch Google und Facebook. Platz 3 geht an Jochen Schweizer in der Süddeutschen.

1. „Gute Arbeit, Leute“ – Die Zeit, Alexandra Endres und Marcus Rohwetter, 2956 Wörter, 89 Cent
Recherche in den neuen Büros von Samsung und wie Unternehmen versuchen, Innovation anzukurbeln.

2. „Ich“ – Die Zeit, Moritz Müller-Wirth und Heinrich Wefing, 2175 Wörter, 89 Cent
Wie Google und Facebook den Journalismus verändern, und die Regeln für News der Zukunft bestimmen.

3. „Ich bin raus“ – Süddeutsche Zeitung, Ulrich Schäfer, 2070 Wörter, 79 Cent
Der Artikel, in dem Jochen Schweizer seinen Austritt aus der Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt gab.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

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