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Nach Facebook-Posting: Türkische Justiz lässt Anklage gegen Ex-U21-Nationalspieler Deniz Naki fallen

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Damit hatte selbst der Beschuldigte nicht gerechnet. Wegen des "Verdachts auf die Verbreitung von Terrorpropaganda" auf Facebook und Twitter, war gegen den ehemaligen U-21-Nationalspieler und Ex-Profi des FC St. Pauli, Denzi Naki, in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir Anklage erhoben worden. Gleich zu Beginn der Verhandlung wurde der Prozesses eingestellt.

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Offenbar hatte der Staatsanwalt selbst unter Verweis auf die Meinungsfreiheit um eine Einstellung geben. Davor hatte dem 27-Jährigen eine mehrjährige Freiheitsstrafe gedroht. „Ich bin glücklich und erleichtert. Denn so, wie sich die Dinge in der Türkei gerade entwickeln, konnte ich wirklich nicht davon ausgehen, freigesprochen zu werden“, sagte Naki Spiegel Online.

Dem in Düren geborene Fußballer war vorgeworfen worden, dass er über die sozialen Medien für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geworben habe. So hatte er den Sieg seines Teams bei Facebook und Twitter unter anderem den Menschen gewidmet, „die in 50 Tagen Unterdrückung getötet oder verletzt worden“ waren. Dabei handelt es sich um eine Anspielung auf die blutigen Auseinandersetzungen zwischen dem türkischen Sicherheitskräften und der kurdischen Minderheit.

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