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Einstimmig gewählt: Stephan Holthoff-Pförtner löst Hubert Burda als VDZ-Präsident ab

Nachfolge entschieden: VDZ-Präsident Hubert Burda übergibt an Stephan Holthoff-Pförtner
Nachfolge entschieden: VDZ-Präsident Hubert Burda übergibt an Stephan Holthoff-Pförtner

Die Delegierten des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben einstimmig einen neuen Präsidenten gewählt. Wie erwartet wird Funke-Gesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner Nachfolger von Hubert Burda. Dieser wird nach Angaben des VDZ Ehrenpräsident. Um die Nominierung hatte es im Vorfeld verbandsintern Querelen gegeben. Einige Verlage hatten dem Präsidium "Intransparenz" vorgeworfen.

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Burda hatte im Oktober bekannt gegeben, das Amt nach zwei Jahrzehnten nicht weiter bekleiden zu wollen. Bei der Deligiertenversammlung am Sonntag, die im Vorfeld des am Montag startenden Publishers‘ Summit stattfand, wählten ihn die Mitglieder zum Ehrenpräsidenten.

Über die Wahl des Nachfolgers Holthoff-Pförtner wurde in den vergangenen Tagen gestritten. Mit Burdas Erklärung, nicht mehr zur Wahl antreten zu wollen, wurde quasi zeitgleich Holthoff-Pförtner als Nachfolger präsentiert. Einige im VDZ organisierte Verlage waren überrascht und fühlten sich übergangen. Zudem forderten sie eine breit angelegte Diskussion um die künftige Ausrichtung des VDZ.

Die Hamburger Verlagschefs, Rainer Esser (Die Zeit), Julia Jäkel (Gruner + Jahr)  und Thomas Haß (Der Spiegel) sowie der Verleger der Medweth Mediengruppe hatten  in einem Brief an das VDZ-Präsidium und die Delegierten die Umstände des Wechsels an der Verbandsspitze kritisiert und von einer Entscheidung durch „Hinterzimmerbünde“ gesprochen.

Ihr Vorstoß, die Abstimmung über einen neuen Präsidenten zu verschieben und zunächst die strategische Zukunftsausrichtung zu diskutieren, hatte keinen Erfolg. Aus dem Umfeld des Präsidiums wurde dies u.a. damit begründet, dass ein solches Vorgehen der Öffentlichkeit und den beim Publishers‘ Summit anwesenden Spitzenpolitikern nicht vermittelbar sei. Daraufhin sagten die Kritiker, denen eigenen Aussagen zufolge vor allem die Ausrichtung bezüglich der  Digitalisierung ein wichtiges Anliegen ist, die Teilnahme am Summit ab.

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Die heutige Delegierten-Versammlung stand nun ganz im Zeichen der Neuwahl und des Danks an den scheidenden Präsidenten. „Professor Burda hat die positive Entwicklung des VDZ maßgeblich gestaltet und der gesamten Branche sehr wichtige Impulse gegeben. Als Verleger ist er ein Musterbeispiel dafür, wie ein Unternehmer in der zunehmend digitalisierten Verlagswelt agieren kann“, so VDZ-Vizepräsident Rudolf Thiemann. Trotz seines Rücktritts, heißt es in einer Mitteilung des Verbands, werde sich der Alt-Verleger aber auch künftig für die Branche und den VDZ engagieren.

Da Burda zu Mitte der Amtszeit die Präsidentschaft aufgibt, übernimmt Holthoff-Pförtner das Amt bis zum Ende der regulären Legislatur im Juni 2018. Nach der Satzung des VDZ werden Präsident und Präsidium durch die Delegiertenversammlung gewählt. Sie setzt sich paritätisch aus Vertretern der Landes- und Fachverbände zusammen.

Das VDZ Präsidium besteht neben dem neugewählten Präsidenten aus vier Vize-Präsidenten: Rudolf Thiemann (Verleger Liborius Gruppe und Vorsitzender des Fachverbands Konfessionelle Presse), Lars Joachim Rose (Verleger Mediengruppe Klambt) und Stefan Rühling (Vorsitzender der Geschäftsführung Vogel Business Media und Vorsitzender des Fachverbands Fachpresse im VDZ) sowie dem als Nachfolger von Werner Neunzig neu gewählten Volker Breid (Geschäftsführer der Motor Presse Stuttgart). Dem Präsidium gehören weiterhin an: VDZ- Schatzmeister Christoph Müller (Geschäftsführer der Rudolf Müller Medienholding) und als geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer.

(ms)

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