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Trotz Rekordgewinn von 2,38 Milliarden Dollar: Die Wall Street entfreundet Facebook – Kurssturz um 7 Prozent

Mark Zuckerberg: Das Wachstum geht weiter
Mark Zuckerberg: Das Wachstum geht weiter

Das weltgrößte Social Network liefert weiter: Bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal konnte Facebook erneut die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Bei Umsätzen von nunmehr 7 Milliarden Dollar fuhr Facebook den Rekordgewinn von bereits 2,4 Milliarden Dollar ein. Mehr als 1,18 Milliarden Menschen nutzen das blaue Netzwerk inzwischen täglich. Die Wall Street reagiert nachbörslich trotzdem mit deutlichen Abschlägen, weil Finanzchef Wehner eine deutliche Umsatzverlangsamung voraussagt.

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Die neben Google und Amazon größte Erfolgsstory der Internet-Ära ist um ein neues Kapitel reicher: Facebook feuert weiter aus allen Zylindern. Konzernchef Mark Zuckerberg scheint mit seinem Social Network und den Konzerntöchtern einfach alles zu gelingen: Im abgelaufenen dritten Quartal legte das 12 Jahre alte US-Unternehmen erneut eine Fabelbilanz vor.

Nach 4,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum erlöste der nach Alphabet wieder zweitwertvollste Internetkonzern der Welt zwischen Anfang April und Ende Juni nunmehr 7 Milliarden Dollar – ein sattes Plus von 56 Prozent. Analysten hatten lediglich mit Umsätzen von 6,92 Milliarden Dollar gerechnet.

Facebook fährt Rekordgewinn ein

Die Gewinne explodierten regelrecht: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte seinen Nettogewinn nach GAAP-Bilanzierungsstandard um 166 Prozent steigern – von 896 Millionen auf 2,38 Milliarden Dollar.

Der Gewinn je Aktie (GAAP) stieg von 0,31 Dollar auf 0,82 Dollar und pulverisierte die Erwartungen der Wall Street damit um Längen. Treiber der Geschäftsentwicklung war wieder einmal das mobile Anzeigengeschäft. Bereits 84 Prozent aller Erlöse wurden durch das Ausspielen von Anzeigen auf dem Smartphone oder Tablet erzielt.

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Minus 7 Prozent: Kurssturz an der Wall Street

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg zudem gegenüber dem Vorjahresquartal um weitere 16 Prozent auf nunmehr 1,79 Milliarden Mitglieder. 1,18 Milliarden Facebooker loggen sich inzwischen täglich in das Social Network ein (ebenfalls plus 17 Prozent).

An der Wall Street wurde Facebook für die starke Bilanz jedoch nicht belohnt: Die Facebook-Aktie verlor nachbörslich mehr als sieben Prozent auf 118 Dollar, nachdem Finanzchef Wehner eine deutliche Verlangsamung des Umsatzwachstums und steigende Ausgaben voraussagte.

Der Kurssturz radiert auf einen Schlag 25 Milliarden Dollar Börsenwert aus: Facebook stürzt damit in der Marktkapitalisierung vom vierten auf den siebten Platz ab und muss auch den Internet-Rivale Amazon vorbeiziehen lassen, der sich seit der Vorlage seiner Quartalsbilanz in der Vorwoche ebenfalls unter Abwärtsdruck befindet.

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Alle Kommentare

  1. Seltsam.
    Die Qualitätsmedien erzählen uns doch gerade, dass steigende Umfragewerte für Trump die Millionen Börsianer erzittern und verkaufen lassen.
    Die Meldung das Maas und seine Zensurtruppen hinter dem Kurssturz stünden, war dann doch zu gewagt, oder wie?

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