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„Tatort“-Ermittler-Ranking: Münster unangefochten vorn, viele neue Teams auf den hinteren Plätzen

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Thiel und Boerne sind weiterhin mit großem Abstand die beliebtesten "Tatort"-Ermittler. Das zeigt das neueste von MEEDIA auf Basis der TV-Quoten errechnete Ranking. Til Schweiger alias Nick Tschiller, der den Münsteranern bei seiner Premiere scharfe Konkurrenz machte, ist mittlerweile bis auf Platz 23 durchgereicht worden. Ohnehin finden sich viele der in der jüngeren Vergangenheit dazu gekommenen Ermittler weit hinten.

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13,20 Mio. Leute sahen im Durchschnitt die vier „Tatorte“ aus Münster, die im Wertungszeitraum der jüngsten zwei Jahre erstausgestrahlt wurden. Damit beträgt der Vorsprung von Thiel und Boerne auf die Nummer 2 der Tabelle rund 2,8 Mio. Zuschauer. Dort – auf Platz 2 – findet sich nun wieder Charlotte Lindholm, die nach ihrer zweijährigen Pause von Dezember 2012 bis Dezember 2014 direkt wieder ihre alte Form erreichte und im November mit dem 1000. „Tatort“ noch bessere Top-Quoten erzielen dürfte. In „Taxi nach Leipzig“ ermittelt sie mit ihrem Kollegen Borowski.

Über der 10-Mio.-Marke liegt nach zwei Filmen auch noch der Franken-„Tatort“ mit den Ermittlern Voss und Ringelhahn. Nach 12,21 Mio. Zuschauern bei der Premiere im April 2015 ging es im Mai 2016 auf 8,49 Mio. herab. Dennoch ist das Duo aus Nürnberg momentan mit Abstand das erfolgreichste der neueren „Tatorte“. Alle anderen Ermittler, die seit 2012 dazu kamen, finden sich erst abseits der Top Ten wieder. Dorn/Lessing aus Weimar auf Platz 12, Rubin/Karow aus Berlin auf 13, Faber & Co. aus Dortmund auf 14, Janneke/Brix auf 16, Sieland/Gorniak/Schnabel aus Dresden auf 18, Falke/Grosz aus Hamburg auf 21, Stellbrink/Marx aus Saarbrücken auf 22, Tschiller/Gümer aus Hamburg auf 23 und Heike Makatsch als Kommissarin Berlinger aus Freiburg auf 24. Ob ihr „Tatort“ irgendwann mal fortgesetzt wird, steht ohnehin in den Sternen.

Die vorderen Plätze belegen stattdessen vor allem die Klassiker: Thiel/Boerne, Lindholm und Blum/Perlmann ermitteln schon seit 2002, Borowski seit 2003, Ballauf/Schenk seit 1997, Batic/Leitmayr seit 1991 und Lena Odenthal gar schon seit 1989. Auch einige Ermittler, die ihren Dienst inzwischen quittiert haben, finden sich noch weit oben: Stark aus Berlin, Saalfeld/Keppler aus Leipzig und Stier aus Frankfurt. Sie fallen allesamt in den kommenden Monaten aus der Wertung, weil keiner ihrer Filme mehr im 2-Jahres-Zeitraum lief.

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Den größten Sprung im Vergleich zum Januar, als wir das Ranking zum bisher letzten Mal errechnet haben, machten Blum und Perlmann aus Konstanz. 11 Mio. sahen ihren jüngsten Fall „Rebecca“ im Januar. Im Dezember verlassen auch sie den „Tatort“ – als eins der aktuell populärsten Kommissars-Duos. Deutlich nach oben ging es auch Dorn und Lessing aus Weimar, viele Plätze verloren haben hingegen die Neulinge Rubin/Karow aus Berlin, sowie Lürsen und Stedefreund aus Bremen.

Das Quoten-Ranking der „Tatort“-Ermittler
Platz Jan 16 Ermittler Stadt/Sender Zuschauer in Mio.*
1 1 Thiel / Boerne Münster / WDR 13,20
2 3 Lindholm Hannover / NDR 10,41
3 2 Voss / Ringelhahn Nürnberg / BR 10,35
4 12 Blum / Perlmann Konstanz / SWR 9,96
5 8 Stark Berlin / RBB 9,90
6 7 Saalfeld / Keppler Leipzig / MDR 9,79
7 4 Batic / Leitmayr München / BR 9,71
8 10 Odenthal / Kopper Ludwigshafen / SWR 9,64
9 6 Ballauf / Schenk Köln / WDR 9,61
10 11 Borowski / Brandt Kiel / NDR 9,56
11 13 Steier Frankfurt / HR 9,41
12 17 Dorn / Lessing Weimar / MDR 9,41
13 5 Rubin / Karow Berlin / RBB 9,39
14 15 Faber / Bönisch / Dalay / Kossik Dortmund / WDR 9,21
15 16 Lannert / Bootz Stuttgart / SWR 9,18
16 14 Janneke / Brix Frankfurt / HR 9,04
17 9 Lürsen / Stedefreund Bremen / RB 9,02
18 neu Sieland / Gorniak / Schnabel Dresden / MDR 8,76
19 18 Eisner / Fellner Wien / ORF 8,63
20 21 Funck / Schaffert / Grewel Erfurt / MDR 8,52
21 20 Falke / Grosz Hamburg / NDR 8,40
22 23 Stellbrink / Marx Saarbrücken / SR 8,13
23 19 Tschiller / Gümer Hamburg / NDR 8,03
24 neu Berlinger Freiburg / SWR 8,00
25 24 Flückiger / Ritschard Luzern /SF 7,68
26 22 Murot Wiesbaden / HR 7,11
*Durchschnittszahlen: 25. Oktober 2014 bis 24. Oktober 2016
Rohdaten-Quelle: ARD / Berechnungen & Tabelle: MEEDIA

 

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Alle Kommentare

  1. Auch mein Favorit ist der Tatort aus Münster. Aber auch Lindholm aus Hannover, Odenthal/Kopper aus Ludwigshafen, Blum/Perlman aus Konstanz, Lannert/Bootz aus Stuttgart, Ballauf/Schenk aus Köln, Batic/Leitmayr aus München, Stark/Ritter(?) aus Berlin und Eisner/Fellner aus Wien (schon wegen Bibi) mag ich sehr, also die „Alteingesessenen“; die „Neuen“ können mir allesamt gestohlen bleiben (viele sind zu brutal oder einfach nur blöd), dafür könnte man etwas öfter die andern sehen, besonders Lindholm, Stark, Odenthal kommen etwas zu kurz – und ich vermisse enorm das Leipziger Duo Saalfeld/Keppler. Wenn immer ein früherer Tatort mit den Beiden irgendwo läuft, ziehe ich ihn mir rein.
    PS: Die Schweizer mag ich auch nicht besonders……

  2. Lasst den Schweizer Tatort weiterleben mit Kommissar Flückiger, denn in den Deutschen Tatort geht’s immer möglichst brutal zu und her. Bin kein Krimi Fan schon wegen der vielen Leichen und dem rauen Dialog.

  3. Kurz und bündig, mindestens 80% der Schweizer Produktionen, Schauspieler, Regisseure usw. werden im Ausland schlechter bewertet als ihre eigenen Produktionen.

  4. Kurz und bündig, mindestens 80% der Schweizer Schauspieler, Regisseure, Filme usw. werden im Ausland schlechter bewertet. Warum das so ist, oder sein soll, liegt bei den Umfragen und bei den Medien.

  5. Wenn man die Rangliste analysiert wiederspiegelt es, dass die Quantität überhaupt nicht mit der Qualität einhergeht. Die Einschaltquote sagt hingegen
    klar aus, dass der Grossteil der Zuschauer offenbar überfordert ist und daher
    eher RTL7777777 und Werbung konsumieren sollte, da reicht die Aktivierung einer Zelle völlig aus. Dass Frau Burda aus Hannover an zweiter Stelle steht, entbehrt jeglichem Realitätssinn und ist offenbar ein Rechenfehler….in der statistischen Auswertung! Hingegen ist der Schweizer Tatort näher an der Realität, was zudem die beiden Hauptdarsteller sehr gut rüberbringen. Schwer genug für die Beiden trotz des provinzionelle Denken eines gewissen helvetischen Umfeldes die schauspielerische Leistung zu erbringen. Es wird ja bekanntlich schon vor der Ausstrahlung des CH-Tatortes über den Filminhalt gemekert. Was von solchen Statistiken zu halten ist, dokumentiert auch die Rangliste der verkauften Neuwagen seit Jahren: An erster Stelle steht VW!! Ist VW dies das beste und vorallem das sauberste Auto?
    Stupide Messung und Wertung von Besucherzahlen von Filmen gehen ins gleiche Kapitel. Filme wie ET, der weisse Hai und James Bond waren wohl auch Filme mit sehr sehr einfachem Inhalt, sofern man überhaupt von Inhalt sprechen kann – aber ganz oben in der Besucherstatistik. Verständlich, sonst ist der Grossteil der Zuschauer offenbar schnell überfordert und findet alles nicht so unterhaltend…..

  6. Ich habe, als Snooker lief, einen Tatort aufgenommen. Weil die depperte ARD da mit dem ominösen Jugendschutz an Mediathek- Folgetagen operiert, während arte noch jedes Gemetzel um 14h auf den Sender schickt. Ausgetrickst! Tauche ich doch in der Statistik nicht auf.
    War das jetzt blöd genug zum blöden Thema?

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