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Jeff Jarvis: „Bei Donald Trump hat der amerikanische Journalismus versagt“

Jeff Jarvis über Trump und die Medien: tiefe, existenzielle Krise
Jeff Jarvis über Trump und die Medien: tiefe, existenzielle Krise

Am Donnerstag hält Jeff Jarvis, Medienvisionär und Journalismusprofessor an der New Yorker City University, seine Keynote auf den Münchener Medientagen. Mit MEEDIA sprach er zuvor über die schwierige Rolle der Nachrichtenmedien im politischen Wettstreit von Hillary Clinton und Donald Trump um das Präsidentenamt. Jarvis fordert ein radikales Umdenken der Branche. Das Interview führten der Hamburger Journalismusprofessor Stephan Weichert und der Medienforscher Leif Kramp, die sich derzeit zu Forschungs- und Studienzwecken in New York aufhalten.

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Wie schlagen sich Ihrer Beobachtung nach die Nachrichtenmedien im zunehmend eskalierenden US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf?

Jeff Jarvis: Die bevorstehende Präsidentschaftswahl hat den Journalismus in eine tiefe existentielle Krise gestürzt. Ich mache mir große Sorgen, wo der US-amerikanische Journalismus heute steht. Was ist seine Kernfunktion? Natürlich die Öffentlichkeit zu informieren. Doch der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist der beste Beweis dafür, dass der Journalismus genau in dieser Rolle versagt hat.

Wie kam es dazu?

Wir haben es nicht geschafft, die Sichtweisen, Bedürfnisse, Ziele und Probleme der Trump-Wähler in der Berichterstattung angemessen zu reflektieren. Sie vertrauen den Nachrichtenmedien nicht, weil sie in der Berichterstattung nicht vorkommen oder nicht für voll genommen werden. Sicherlich gibt es viele weitere gesellschaftliche Gruppen, für die das noch viel stärker gilt. Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche, Behinderte: Sie alle verdienen mehr mediale Aufmerksamkeit. Wenn wir uns aber die Petrischale genauer anschauen, in der Trump gezüchtet wurde, steht hinter seinem Erfolg vor allem der Zorn dieser Enttäuschten. Solche Verärgerung hat natürlich ihre Berechtigung, sie wird aber auch von Populisten wir Trump ausgenutzt und zeugt letztlich von einer Unterversorgung mit Informationen.

Wir erleben eine ähnliche Radikalisierung auch in Europa. Was kann Journalismus gegen Populisten und erhitzte Gemüter im Netz ausrichten?

Wir müssen uns eingestehen, dass wir Fehler gemacht haben und deshalb Teile der Gesellschaft nicht mehr erreichen. Extremisten sind für uns verloren: Wer sich jahrelang darauf versteift, dass den etablierten Nachrichtenmedien nicht zu trauen ist und laut „Lügenpresse“ skandiert, der ist nicht mehr empfänglich für Fakten. Aber was ist mit den 10 bis 20 Prozent, die auf der Kippe stehen und noch offen sind für rationale Argumente und faktenbasierte Diskussionen? Nur wenn wir diese Menschen noch erreichen, können wir eine weitere Radikalisierung verhindern.

Wie ist die Branche Ihrer Meinung nach für diese Herausforderung gewappnet?

Es ist ein langwieriger Prozess, der nicht ohne Weiteres umzukehren ist. Wenn wir uns die Wahlkampfberichterstattung in den USA anschauen, dann ist den meisten Journalisten offenbar nur eines wichtig: ihre Cleverness unter Beweis zu stellen. Sie wollen der politischen Klasse zeigen, dass sie alles besser wissen, dass sie das politische Spiel und die Frotzeleien eines Donald Trump durchschauen und vorhersagen können, was passiert. Ständig wird dieser Tage auf allen Kanälen prophezeit, was welcher Kandidat tun muss, um zu gewinnen. Den Wählern nützt das aber kein bisschen. Sie wollen einfach nur informiert werden und nicht dabei zusehen, wie Medien und Politik versuchen, sich gegenseitig die Show zu stehlen.

Wo würden Sie ansetzen, um die Distanz zwischen Redaktionen und Publikum zu verringern?

Wir müssen einen Weg finden, die Perspektive der konservativen oder auch der rechtsgesinnten Bevölkerungsteile besser zu verstehen. Journalisten müssen lernen, mit Minderheiten zu sprechen, die nicht so denken wie sie selbst. Sie müssen ihnen Empathie entgegenbringen. Das ist ein großes Versäumnis. Wir brauchen aber auch mehr Vielfalt in den Redaktionen selbst, sowohl ethnisch, sozial, aber auch bezogen auf die Weltanschauung. Wir werden in Zukunft auch eine größere Vielfalt an Anbietern brauchen, die noch kleinteiliger als heute ihr Publikum ansprechen und informieren. Am wichtigsten dabei ist, dass wir Journalismus nicht mehr als Produkt verstehen, sondern als Dienstleistung an der Öffentlichkeit. Natürlich produzieren wir Journalisten Inhalte, doch müssen wir noch viel radikaler denken, um in Zukunft zu bestehen. Die Gutenberg-Ära ist zu Ende. Wir stehen im Journalismus vor einer Zeitenwende: Journalismus muss seine Servicefunktion ernster nehmen, Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele und der Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu unterstützen.

Es geht also stärker um einen „Constructive Journalism“ im Sinne einer Verbesserung der individuellen Lebenschancen unserer Zivilgesellschaft?

Durchaus, wir müssen stärker unsere Erfolge und Misserfolge daran messen lassen, ob sich zum Beispiel Arbeitslose angemessen und umfassend durch den Journalismus informiert fühlen. Oder ob ihre Ängste und Sorgen von solchen geschürt werden, die sie nur Unwahrheiten und Gerüchten versorgen. Wir dürfen nicht nur über Arbeitslose schreiben, sondern sollten uns in ihre Lage versetzen, ihnen aus ihrer Misere helfen. Nachrichtenmedien könnten sich, um bei diesem Beispiel zu bleiben, sogar in Bildungsagenturen andienen, die Fertigkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg vermitteln. Unterm Strich geht es für Journalisten immer wieder darum, das Vertrauen entfremdeter Bevölkerungsteile zurückzugewinnen.

Welche Form der Publikumsansprache halten Sie diesbezüglich für zielführend?

Die Menschen wollen miteinander kommunizieren, und wir Journalisten sollten an dieser Kommunikation teilhaben. Aber das reicht noch nicht: Wir müssen die vielen unterschiedlichen voneinander getrennten Gruppen wieder miteinander ins Gespräch bringen – die Konservativen mit den Liberalen, afroamerikanische Jugendliche mit der Polizei, Immigranten mit den gebürtigen Amerikanern. Wir haben die Macht, solche Gespräche anzustoßen und zu moderieren. Und es ist unsere Pflicht. Ich plädiere deshalb dafür, dass wir unseren Beruf von Grund auf ganz neu denken und uns teilweise von den klassischen Berufsidealen verabschieden müssen.

Brauchen wir dafür eine neue Generation von Journalisten?

Wer heutzutage in den Journalismus gehen möchte, sollte vor allem eines tun: Alles Gelernte zu hinterfragen. Aber Vorsicht: Es wäre ein Fehler, alles, was wir gelernt haben, über den Haufen zu werfen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind, und wie der Journalismus in die Zwangslage geraten ist, in der er nun steckt. Journalismus hat sich auf keinen Fall überlebt, sondern steht vor der Herausforderung, seinen Dienst an der Öffentlichkeit vielfältig zu erneuern. Wir können die Bevölkerung animieren, sich auszutauschen, wir können ihr etwas beibringen, wir können sie befähigen, mit dem Internet ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen. Zum Beispiel hätte es einem Journalisten gut zu Gesicht gestanden, eine soziale Navigations-App zu erfinden, mit der Menschen sich gegenseitig auf ihren langen Wegen zur Arbeit oder sonst wohin gegenseitig helfen und begleiten. Das ist für mich eine ganz wesentliche journalistische Funktion, aber natürlich hat jemand anderes diese App erfunden. Journalisten denken leider anders.

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Wo versteckt sich darin noch das journalistische Ideal vom kritischen Agenten der Öffentlichkeit?

Journalismus hilft Gemeinden dabei, ihr Wissen zu verwalten und sich selbst zu organisieren. Das steht für mich im Vordergrund. Und auch wenn das ein denkbar breites Verständnis von Journalismus ist, brauchen wir genau das, um möglichst vielfältige Ideen zu generieren, wie sich der Beruf weiterentwickeln lässt. Wir sollten uns aber nicht an die Vorstellung klammern, dass das unsere einzige Bestimmung ist, Menschen auf basale Weise zu informieren – dafür gibt es auch andere Quellen. Journalismus sollte dazu dienen, die Lebenschancen der Menschen zu verbessern, indem er ihnen neue Instrumente an die Hand gibt, um dies auch tatsächlich zu erreichen. Wir sind zurzeit auf einem ganz anderen Weg, der nur auf Content fixiert ist, um damit Erlöse zu erwirtschaften. Dadurch kopieren wir uns aber nur ständig selber und verschenken das riesige Potenzial, das in der Nachrichtenindustrie steckt.

Was ist daran problematisch, seine Inhalte zu vermarkten?

In vielen Redaktionen herrscht noch der Geist, dass wir alle Probleme der Welt in einem 800-Wörter-Artikel lösen können. Das ist Quatsch. Es gibt heutzutage so viele denkbare Nutzungsszenarien für Nachrichten: Wenn ich morgens schnell erfahren möchte, was los ist, brauche ich zum Beispiel einen kompakten Newsletter, aber keine Website mit ellenlangen Texten. Wenn ich als Nutzer ohnehin schon gut Bescheid weiß, möchte ich nur kurze Updates auf meiner Smartwatch lesen. Doch was machen die meisten Redaktionen? Sie schreiben lieber weitere 1.000 Wörter mit einem zusätzlichen Absatz zu den Hintergründen. Und wenn ich gar nichts zu einem Thema weiß und schnell das Wesentliche darüber erfahren möchte, braucht man ein Lexikon wie Wikipedia. Oder ich möchte mich mit meinen Mitmenschen engagieren, weil mich ein Thema besonders berührt. Oder ich möchte mich durch ein Gespräch beteiligen. Es gibt also viele neue Formen, in denen Journalismus Relevanz erzeugt.

Es stehen aus Ihrer Sicht also alle Zeichen auf Audience Engagement?

Nachrichten sind zu einem sozialen Token geworden, einem Zeichen, mit dem man sich ausdrücken möchte. Journalistische Beiträge werden in den sozialen Netzwerken geteilt, weil sie für das sprechen, was in dem jeweiligen Nutzer vorgeht, weil sie bestimmte Wertvorstellungen teilen. Wenn meine Tochter ein YouTube-Video postet, will sie damit nicht sagen, dass das eine interessante Dokumentation ist, die sich ihre Freundinnen eine halbe Stunde lang anschauen sollten, sondern: „Schaut mal, das spricht mir aus der Seele!“ Oder: „Was für ein Blödsinn!“ Oder was auch immer. Deshalb sind Memes so erfolgreich: Sie können in die Konversationen der Nutzer leicht eingebunden werden, sie helfen ihnen dabei, sich auszudrücken.

Wie aber lassen sich dadurch Reichweite und Umsatz generieren?

Um den sozialen Stellenwert des Journalismus zu stärken, müssen wir uns von Reichweite und Umsatz zugunsten von Relevanz und Wert verabschieden. Aber um relevant zu sein, müssen wir zuerst das Individuum oder zumindest seine soziale Einbettung, sein Umfeld, seine Gemeinde verstehen. Da kommt uns aber, wenn wir einmal einen Blick nach Europa werfen, der Datenschutz in die Quere. Eine solche Regulierung gefährdet die Zukunft des Journalismus. Um wieder an Relevanz zu gewinnen, müssen wir vertrauensvolle Beziehungen zu den Menschen aufbauen. Und das kann nicht gelingen, wenn es gesetzlich verboten ist, Daten zu erheben.

Welche Gefahr geht von Facebook als weltweit größtem sozialen Netzwerk für den Journalismus aus?

Wenn wir Facebook als Institution und Unternehmen begreifen, dann sehen wir die Bäume im Wald nicht – im Gegensatz zu den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen: Bei Facebook sind weit mehr als anderthalb Milliarden Menschen. Wer sich auf Facebook engagiert, hat es nicht in erster Linie mit einem Unternehmen zu tun, sondern mit seinen Nutzern. Es war also nicht Facebook, das die Transformation des Nachrichtenwesens in Gang gebracht hat, sondern die Menschen mit ihrem Medienhandeln. Sie können heutzutage selbständig Informationen miteinander teilen. Wir Journalisten sollten das unterstützen, weil es auch für uns effizient und skalierbar ist. Aber das geht natürlich mit der Frage einher, wie wir journalistischen Mehrwert bieten können zu den Konversationen, die bei Facebook ohne uns stattfinden. Das können zum Beispiel Faktenchecks sein oder die Beantwortung von Fragen, die Richtigstellung von Gerüchten, die Trump streut oder aber dadurch, selbst Fragen aufzuwerfen. Wir müssen der Realität ins Antlitz blicken und uns auf dieser Grundlage überlegen, wie wir als Journalisten einen Mehrwert bieten können. Oder um es anders zu sagen: Wir müssen lernen, den Menschen besser zuzuhören.

Wie bewerten Sie diesbezüglich den unter Verschluss gehaltenen Algorithmus von Facebook, der zuletzt wieder unter große Kritik geraten ist?

Oh, das ist eine typisch deutsche Frage. Hinter der Kritik am vermeintlich allmächtigen Facebook-Algorithmus steckt die Frustration eines Kontrollverlusts. Redaktionen haben keine Kontrolle mehr darüber, wie Nutzer mit ihren Beiträgen in Kontakt kommen. Wenn sie Zugriff auf den Algorithmus hätten, würden sie ihn für ihre Zwecke einsetzen und so viel Traffic wie möglich auf ihre eigenen Angebote lenken. Denn das ist schließlich ihr Geschäftsmodell: Mehr Seitenbesuche, mehr Anzeigen, mehr Erlöse. Deshalb sehe ich Facebook im Recht, den Algorithmus zu schützen, schließlich steht das Unternehmen bei seinen Nutzern in der Pflicht, nicht gegenüber der Nachrichtenbranche. Facebook ist nicht dazu da, Zeitungsinhalte zu verbreiten, auch wenn ich die Instant Articles für eine gelungene Ergänzung halte. Wenn wir unsere Arbeit als Journalisten richtig machen wollen, dann passen wir unsere Darstellungsformen an die Angebotsstruktur von Facebook an und warten nicht darauf, dass sich Facebook unseren traditionellen Darstellungsformen anpasst.

Auch im deutschen Wahlkampf werden mittlerweile, ähnlich wie in den USA, von der AfD Social Bots eingesetzt, um Wählerstimmungen zu beeinflussen. Wie bewerten Sie einen solchen Vorstoß?

Wir sollten ganz einfach unsere eigenen journalistischen Bots programmieren. Wir sollten eigene journalistische Memes entwerfen. Wir sollten viel mehr eigene journalistische Videos produzieren, die leicht über soziale Netzwerke zu teilen sind. Lasst uns davon lernen, wie Leute gerne Informationen im Social Web nutzen. Und lasst uns daraus neue Formate entwickeln, mit denen wir die Menschen erreichen. Was tun wir? Mit Instant Articles und Googles AMP verbreiten wir unsere Bleiwüsten. Wir bewegen uns nicht. Selbst wenn uns manche Entwicklungen überholen, lasst uns von ihnen lernen und eine verantwortungsvolle, journalistische Variante davon realisieren! Denn wessen Aufgabe ist es, die Menschen zu informieren? Die unsere.

Interview: Leif Kramp, Stephan Weichert

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Alle Kommentare

  1. Hui, ein Professor! Macht aber nix, der ist auch panne. Denn „Was ist seine [Journalismus] Kernfunktion? Natürlich die Öffentlichkeit zu informieren. “
    Wie hierzulande die Kampfpresse beim Durchdrücken von Hartz4. Besonders journalistisch hervor getan hat sich FUNKE, damals noch WAZ- Gruppe unter der Geschäftsführung des Clement- Kumpels Hombach. Die hatten schon des Ministers Lügen über Sozialmissbrauch als erste im Schmuddelblatt, da war noch kein Monat um. Die hatten auch was gut zu machen. Die haben das Schröder- Scharping- Fischer- Regime ja auch zu arg kritisiert für den erneuten deutschen Überfall Jugoslawiens. Ach ne, hätten die beinahe, aber dann war was mit’nem Krokodil… oder Problembär…. oder Nessie….

  2. „Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche, Behinderte“ wählen Clinton!

    Wähler mit höherer Bildung, höherem Einkommen, die Weiße oder Latinos sind, wählen Trump!

    Die fühlen sich (zu recht) von der gesteuerten „Lugenpresse“ belogen&betrogen.

    Da hilft nur Abo kündigen und um- oder ausschalten!

    Auch hier bei uns wird asozialen geistig behinderten rechten Brandstiftern viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt… dabei sollten wir diese Trolle einfach nur ignorieren, oder hoffen, das der Mod. sie irgendwann sperrt!

  3. Don Alphonso schreibt auch gerade was zur „Demokratin“ Clinton und ihrem „Vorgehen“ gegen unliebsame Personen.

    Das sollte jeder Clinton-Jubeler aufmerksam lesen!

    http://blogs.faz.net/deus/2016/10/25/nasty-women-clintons-handlanger-machen-trump-great-again-3801/

    Thematisiert wird das nur in einem „Blog“, auf den Startseiten der Mainstreammedien, wie Spiegel, Zeit, Süddeutsche & Co. ist aber nichts davon zu lesen. Man stelle sich mal vor Trump hätte so etwas getan, da wäre schon länsgt die Hölle los. Clintons Dreck wird aber einfach verschwiegen!

  4. @Luise: Dass es Verflechtungen zwischen Finanzeliten und Massenmedien gibt, ist ja nicht von der Hand zu weißen. Dass aber die Berichterstattung gegen Trump ausschließlich darauf basiert, ist Blödsinn. Trump liefert mit seinen dummen, hetzerischen, teilweise menschenverachtenden Aussagen genügend Angriffsfläche, um sich als Medium kritisch mit ihm auseinanderzusetzen – da braucht es keine Weisung von irgendwelchen Finanzeliten.
    Und die deutschen Medien komplett als Propaganda abzutun, ist einfach nur das Ergebnis einer armseeligen Anti-Haltung gegen alles halbwegs Etablierte in unserem Staat. Hab die Schnauze voll von pauschalisierenden Lügenpresse-Schreiern.

    1. @Schwabenpfeil
      Was für ein Quark, den Sie absondern! Gegen Clinton ist Trump nur ein Kaugummidieb denn allein ihre Rolle in Libyen hat aufgezeigt, dass sie eine durchgeknallte massenmordene Psychopathin ist.

      Das wird aber nicht thematisiert! Sobald aber Trump auch nur mal laut furzt, stürzt sich die Schmierenpresse darauf und dämonisiert ihn bis zum Äußerten. Massenmorde durch Clinton spielen aber keine Rolle bei der „Berichterstattung“.

      Nur Dummköpfe meinen, dass Trump, der sexistisch ist und eine große Klappe hat, schlimmer als eine massenmordene Psychopathin ist.

      Gegen Clinton wäre selbst Freddy Krueger eine bessere Alternative!

  5. Wer Gelegenheit hat sich in diesen Tagen mehrere Wochen in den USA aufzuhalten, und die Debatten in den Networks verfolgt, wird eines feststellen:
    Eine ausgewogene faire Berichterstattung über Trump gibt es nicht. Im Gegenteil: Bis auf Fox sind alle Networks auf Anti-Trump-Kampagnen eingestellt. USA-Today hat sogar auf einer ganzen Seite die USA aufgefordert nicht Trump zu wählen. Das hat es bei der Überregionalen noch nie gegeben. Was das Interview angeht: Die sogeannte „Unterversorgung mit Informationen“ ist ein Witz. Unterversorgung gibt es nur, was Hillary Clintons Mail-Leaks angeht, deren Inhalt verschweigt die „Mainstream Presse“. Ja wirklich, viele Amerikaner nennen ihre Medien so. CNN firmiert dort schon unter Clinton-Network. Also fast wie in Deutschland. Außer: Es gibt dort Fox-News als Alternative – natürlich ein Hassobjekt der Linken hierzulande. In kleinen Teilen gibt es in Amerika daher noch Meinungsfreiheit, aber auch schon recht eingeschränkt. Das Medienverhältnis in den Staaten ist zur Zeit 80% aktiv pro Clinton und bestenfalls 20% moderat für Trump.

    1. wikipedia: Financial_Times_Deutschland#Geschichte am Ende des ersten Absatzes.
      Ich dachte also, das wäre dort normal und würde vom Käufer erwartet.
      Aber immer bedenken was man in der BWL-Modell-Vorlesung lernt: Bei Punktebewertungsverfahren kann man an so vielen Stellschrauben drehen so das oft herauskommt, was das Boni-Management (oder die Verleger-Familie) herauskommen haben will.
      Bei ct‘ gibts auch keinen Testsieger sondern die Produkte werden beschrieben und man kann entscheiden welche Features für wie viel Geld man kriegen und investieren will bzw. kann.

      Wegen des Streits in einem anderen Thread: Die Antwort auf die zweite Frage war:
      „Wir haben es nicht geschafft, die Sichtweisen, Bedürfnisse, Ziele und Probleme der Trump-Wähler in der Berichterstattung angemessen zu reflektieren. Sie vertrauen den Nachrichtenmedien nicht, weil sie in der Berichterstattung nicht vorkommen oder nicht für voll genommen werden. Sicherlich gibt es viele weitere gesellschaftliche Gruppen, für die das noch viel stärker gilt. Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche, Behinderte: Sie alle verdienen mehr mediale Aufmerksamkeit. Wenn wir uns aber die Petrischale genauer anschauen, in der Trump gezüchtet wurde, steht hinter seinem Erfolg vor allem der Zorn dieser Enttäuschten. Solche Verärgerung hat natürlich ihre Berechtigung, sie wird aber auch von Populisten wir Trump ausgenutzt und zeugt letztlich von einer Unterversorgung mit Informationen.“
      Anmerkung 1: Sanders hatte die Hälfte der Demokraten-Stimmen. Diese sind wohl eher die Latinos, Jugendliche und Behinderten usw. D.h. die Hälfte der Demokraten und die Hälfte der Republikaner hat gegen das System gewählt. Hillary gabs vielleicht nur wegen der Superduper-Stimmen. Bei CDU schlägt der Chef den Sekretär vor („Heiner Geissler, ich stelle Dich nicht auf.“ hiess es von Kohl wohl mal). Nahles hingegen konnte sich gegen Schröder damals (sie war für den Mindestlohn schon um 2000 !) wohl halten weil der Chef den Sekretär nicht vorschlägt. Ohne demokratische/“demokratische“ Super-Duper-Stimmen-Delegierte welche früh im Vorwahlkampf ihre Stimme auf Hillary festgelegt hatten wären die wahren Mehrheiten vielleicht 51% Trump und 51% Sanders gewesen und diese würden jetzt zur Wahl stehen.
      Anmerkung2: Weil es – aufgrund des vorhergehenden Satzes – misverständlich interpretiert werden kann, sollte man die Übersetzung besser anpassen:
      Aktuell: „der Zorn dieser Enttäuschten“
      Besser: „der Zorn vieler Enttäuschter (Republikaner)“

      Zusammengefasst: Die Hälfte aller Demokraten und Republikaner haben gegen das Partei-Establishment – also Trump und Sanders – gewählt und wurden systematisch von der Presse als irrelevant usw. eingestuft ! Die SUV-Teslas gibt es, weil das Model S von Männern präferiert wurde und der schlaue Musk folglich das X-Modell für Frauen (SUV wo man höher sitzt und mehr sieht und die amerikanische Großfamilie und Wochen-End-Einkäufe (als ob Hausfrauen nicht am Donnerstag einkaufen könnten) hinein bekommt) designet hat.

      Übernächsten Montag ist es endlich vorbei.
      Dummerweise haben TV-Sender nix besseres zu tun als die Inaugurationusw. zu zeigen, herumzuspekulieren usw. statt mal die Wahrheit über den Untergang, Korruption und Miswirtschaft zu verkünden.
      Das man es im Mini-Screen zeigt (FullHD ist der Standard, nicht Nachkriegs-PAL aber die TV-Manager gucken wohl selber ihr Programm gar nicht) während man die Wahrheit berichtet ist ja ok oder auf einem der vielen auffächerbaren DVB-Tagesschau-Sender oder N24+1 usw. welche bei Bedarf auffächern und Trump oder Hillary beim Schwur zeigen. Aber auf dem Haupt-Sender gehört immer die Wahrheit…

      Wie stehen die Wetten ? Bei Brexit war die Mehrheit der Armuts-Wetten für Brexit. Die dicken Bonzen haben durch ihre Wett-Einsätze das Gewicht auf „Gegen Brexit“ verschoben und das wurde (falscherweise) in der Presse berichtet.

      Die Berichterstattung bei CNBC ist auch nicht grade pro-Trump aber auch nicht besonders pro-Hillary. Viele Leute haben auch schon gewählt. Zwischenergebnisse gibts leider nicht. Dort muss man das sowieso anders machen als hier wo man alle paar Monate von 8-18 wählen gehen soll.
      Dort wählt man die Hälfte der Senatoren, Sherifs, Bürgermeister, Pro-Homo-Ehen-Volks-Abstimmungen, Pro-Kifferei-Volks-Abstimmungen usw. und halt einer der Wahlzettel ist für den Präsidenten. Daher macht es Sinn, Wahlbüros 1-2 Wochen offen zu haben weil man nicht so oft in die Stadt kommt. Aber die Leute wählen auch anderes und kommen daher ins Wahlbüro und nicht notwendig nur um den Präsidenten zu wählen. Das erhöht die Wahlbeteiligung folglich.

      Was die Leistungs-Presse leider auch nicht macht sind Statistiken wie 80 vs. 14 mal hatte Texas dasselbe Ergebnis wie das spätere Präsidenten-Ergebnis usw. sortiert nach Vorhersage-Kraft. Da gibts ja Staaten welche wohl wichtig sind. Aber erklärt wird das nirgendwo. Aber Trump und Hillary müssen angeblich unbedingt Florida, North-Carolina und noch weitere Staaten gewinnen. Leistungs-Presse (wie schon im Interview steht) müsste das Volk informieren…
      Ich würde sowas ja ausrechnen damit man endlich Bescheid weiss, warum das dort die Hälfte der Bericht-Erstattung ausmacht wer welchen Staat bekommt, aber Wahlergebnisse sind vielleicht (wie schon Polizei-Einsatz-Berichte in manchen Gemeinden damit man nicht weiss wie kriminell manche Gemeinden sind bevor man dort hin zieht und dann wie letzte Woche die Tochter eines Musikers auf dem Parkplatz erschossen wird was vermutlich ständig dort passiert) teilweise copyrighted…

      Das Establishment macht die Reichen reicher und die Armen immer ärmer und die Systempresse ignoriert sie und lernt auch gar nix dazu wie man an röt-grün erkennt. Wer abgewählt wurde (schwarz–gelb, rot-grün usw.) hat sein Volk nicht verbessert und oft wohl lieber mal Schulden und (oft schlechte) Gesetze gemacht.
      Und wahre Macher gibts fast kaum. Nur Musk und vielleicht noch das Netflix-Management.

  6. Radikalisierung der Bürger in Europa? Die Eliten und Politiker haben sich radikalisiert. Deutschland ist ein gutes Beispiel dafür. Merkel führt sich wie eine Diktatorin auf und ihr Hofstaat zerstört die Kultur eines ganzen Landese, gängelt, zensiert und zerstört kritische und mündige Bürger. Gute Nacht Europa!

    1. Heißt Felix nicht der Glückliche? Wie kann man dann so unzufrieden durchs Leben stapfen und so einen Quatsch verzapfen.

      Wo wird denn Ihre Kultur unterdrückt? Dürfen Sie nicht ihre lokale Tracht tragen, christliche Weihnachtslieder singen, Ihre Kinder „abendländisch“ erziehen? Wo werden Sie entmündigt, welche Ihrer Meinungen wird zensiert (sofern Sie nicht gegen geltendes Recht verstößt? Ach…..in einer Frage: Was hat Frau Merkel getan, dass es bei Ihnen persönlich nicht voran geht?

      Gute Nacht Felix, das ist sehr traurig.

      1. ich bitte dich! wir befinden uns im postfaktischen zeitalter, es geht nicht mehr um fakten … es geht um gefüüüüüüüüühle. und der felix, der fühlt sich halt so – und keiner ist da, um ihm ein taschentuch zu reichen.

      2. @Arteist
        ————————————
        Wo wird denn Ihre Kultur unterdrückt? Dürfen Sie nicht ihre lokale Tracht tragen, christliche Weihnachtslieder singen, Ihre Kinder „abendländisch“ erziehen?
        ————————————

        Dann fahren Sie doch mal nach Essen oder Dortmund-Nord – dort könenn Sie gerne mal versuchen in der Öffentlichkeit „christliche Weihnachtslieder zu singen“.

        Nehmen Sie am besten einen (bewaffneten) Sanitäter mit, denn den werden Sie brauchen.

        Viel Erfolg trotzdem!

      3. Oh Matthias. Das ist echt peinliche Polemik. In diesen Vierteln und Städten gibt es sogar einen Weihnachtsmarkt. Gehen se mal hin, nette Leute. Das singt nicht der islamische Shariachor sondern der evangelische Gospelchor. St. Martinszug gibts auch, dafür bauen sogar Moslems sich Laternen. Aber kann man ja mal behaupten. Stärkt das eigene (erbärmliche)Weltbild 🙄

      4. Weiter geht’s mit Polemik. Ist jetzt aber nicht Essen oder Dortmund-Nord, oder? Sie finden immer einen Idioten der mit einem Einzelfall Ihre Meinung/Vorurteile bestätigt. Ist ein großes Land.
        Betonung Einzelfall….. und nicht dieses große ganze Problem was Sie zuvor beschrieben haben.

        Sie könnten auch entgegengesetzte Einzelfälle finden……wollen Sie aber garnicht. Lieber Angst machen das in ganzen Städten christliche Tradition unmöglich ist. Muss schlimm sein so zu denken.

  7. > Habe die Schnauze voll von der Lügenpresse

    dann geh bitte bitte bitte rüber zu RTD, da bekommst du genau die „wahrheiten“, nach denen dir der sinn steht …

  8. Nichts neues. Nur das es endlich mal jemand vom Presse-System sagt.

    Alles was ich seit Jahren schreibe und keinen hier bisher interessierte
    – Online-Artikel müssen vollständig sein statt wie Print platzbegrenzter Fastfood-Burger-Box oder Kantinen-Tablett oder wie er sagt „800 Worte“. Auf dem Screen oder im Auto will ich EIN-SEITEN-Artikel (weil Sumly nicht beendet wurde) mit meinem präferierten Schwerpunkten oder im Auto will ich je nach Präferenz (ruhig robo-Artikel) vorgelesen kriegen von Fußball schnell die Ergebnisse und was mich so interessiert weil Siri/Cortana/GoogleAssistant/Echo meine Interessen kennen. D.h. Schalke und Bayern so kurz wie möglich aber Manuel Neuer ausführlich weil man denn vielleicht persönlich noch kannte als er im Ruhrgebiet lebte und Jürgen Klopp auch ausführlich.
    – Das man diese vollständigen Artikel Themen („USB3.0 worauf muss ich beim Kauf achten oder was ist der Unterschied zu USB3.1 und Gen1 und USB3.1Gen2“) usw „aufklappen“ kann und man (ruhig wiederverwertete) aufklapp-Blöcke mit Erklärungen oder Hinweisen oder die Geschichte weitererzählt oder auf die vorgänger-Berichte SINNVOLL verweist hatte ich auch schon als Beispiele. Nicht jeder weiss alles. Bei Politikern kann man deren Schulden-Milliarden und Partei systematisch dran schreiben. Online ist der Platz dafür.
    – Viele Leute finden sich in den Medien nicht wieder oder 40% Trump oder 50% Brexit-Sieger werden selbst-herrlich als irrelevant eingestuft und sich über deren Interessen oder Gründe auch noch lustig gemacht oder ein Drittel der Wählerstimmen Jahrzehnte lang (wie zuvor die Grünen bis ich glaube Joschka Fischer die erste grün beteiligte Koalition bilden konnte!) als „koalitions-unfähig“ abgestempelt damit das Establishment-Parteien weiter unter sich regieren und die nächste Generation überschulden. Allerdings wurde z.B. auch bei CNBC hingewiesen das für Billig-Jobs die Bewerbeschlangen hunderte Meter lang sind oder Asiaten die kleinsten Arbeitslosenquoten haben, dann Weisse und die höchsten Quoten wohl Afroamerikaner haben. Latinos weiss ich nicht. Aber Individualisierung quasi absichtliche Echo-Halle funktioniert nicht nur bei Fußball/Sport sondern auch bei Sach-Themen.

    Die Presse erfüllt schon seit den 70ern die Kontrollfunktion als weisses Blutkörperchen zur Optimierung des Staates und Ausmerzung von Nieten und Parasiten nicht wohingegen Versager bei Fußball recht schnell rausfliegen. Das System weiss nicht, was sie falsch machen. Die Armut steigt stetig. Presse ist mit Schuld. DER WINTER KOMMT (Game of Thrones). ES GAB IMMER EINE REZESSION (ich oder auch CNBC hin und wieder). Die Wirtschaftspresse schaut weg und dann sind dank Smart-E-Autos zillionen Jobs weg und Erdölstaaten pleite !!!

    Wenn ich sowas schreibe bin ich ein „anonymer Internet-Störenfried“ oder sowas. Wenn er das endlich sagt kriegt er einen ganzen Artikel. Davon wird die Branche aber nicht besser.
    Er soll besser mal ein Land nennen wo man sowas programmieren darf OHNE hohe Rechtskosten und Softwarepatente. Leider wird er es nicht lesen (sonst hätte ich es englisch geschrieben) sonst sollte man ihn das CNBC-Rückkehr-Interview von McAffee wo er in etwa meinte: „Man kann schnell viel Geld verdienen. Aber es zu behalten ist das Problem.“

    Die Menschheit wartet auf nützliche Verbesserungs-Software. Doch bloss wo darf sie wachsen ? Branson ? Soros ? Putin ? Erdogan ? China ? Die könnten den Westen zwangs-demokratisieren durch Direct-Feedback-Systeme wo auch wie kleine Bürger endlich eine konstruktive und legale Stimme haben wie es in Griechenland die Amphi-Theater und angeblich die Townhalls liefern sollten aber nicht tun weil Zuckerberg kein Interesse hat, das jeder Bürger per Handy direkte Fragen an den Präsidenten stellen kann und jeder 1-2 Vote-Chips für die nächste Frage hat und bei allen PR-Konferenzen die Fragen offen sichtbar sind (anonym, Facebook-User, Presse, Auslands-Presse, Google+User, Amazon-user,…) und man sich überlegt, welche man beantwortet. Will ich seit jahren programmieren um jede Pressekonferenz (Kinofilme, VW, Jogi Löw, EZB, Jellen, FED, Boni-Mismanager, Tim Cook…) und jeden Verein, Partei-Tag (AfD, Grüne, SPD, Linke,…) zwangs-zu-demokratisieren per Direct-Feedback vom kleinen Bürger von zu Hause aus.

    Und die verarmten Leute in die rechte Ecke zu schieben ist auch unkorrekt.

    Und das Wort Hinterzimmer benutze ich hier auch schon länger als die Verlags-Chefs erst seit gestern. Mit so einer beschriebenen Direct-Feedback-App hättet auch Ihr eine Stimme und zwar ÜBERALL Weltweit ohne Stundenlang zur EZB oder FED fahren und da herum-warten zu müssen wofür ich als kosten-bewusster Leser nicht mal mehr ansatzweise den geringsten Respekt habe.
    Präsenz-Kultur sind Kosten pur. Und inzwischen ist man virtuell überall fast kostenfrei ! 360-Videos von Reise-Zielen machens möglich.
    Fragen/Anmerkungen/Kommentare kann man live per Tablett an Draghi oder Guttenberg oder Merkel oder AfD per TABLETT live aus der REDAKTION stellen. Bei Aktienfirmen gibts seit dem Krieg TELEFON-KONFERENZEN. Aber dank direct-Feedback-App würde jeder die beantworteten und ignorierten Fragen klar erkennen können.

  9. Dieser „Journalismusprofessor“ behauptet allen Ernstes, dass „Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche, Behinderte“ Trump wählen weil sie sich als „abgehängt ansehen“?

    Was ist denn das für ein Schwachsinn! Eine Wahlumfrage der LA Times hat aufgezeigt, dass fast 90 Prozent der Afroamerikaner Clinton wählen und auch die meisten Jugendlichen und vor allem Frauen wählen Clinton.

    Wenn man das Einkommen betrachtet, wählen die höheren Einkommen aber größtenteils Trump – NICHT Clinton!

    Somit wird Cinton eigentlich von den „Abgehängten“ gewählt!

    http://graphics.latimes.com/usc-presidential-poll-dashboard/

    Dieser „Journalismusprofessor“ weiß daher doch gar nicht wovon er redet, denn der behauptet genau das Gegenteil, und dass ihr „Journalisten“ von Meedia da nicht mal kritisch nachgehackt habt, zeigt den desolaten Zustand des Journalismus wirklich wunderbar auf denn der Bergiff „Recherche“ scheint euch nichts mehr zu sagen.

    Wenn das alles nicht so traurig wäre, müsste man nur noch lachen!

    1. schon schlimm, wenn man ein 10tel glaubt verstanden zu haben und dann herumprollt, wie schlau man ist.

      ich bin kein trumpist, aber … naja, vor ort stellt sich die sache schon anders dar und es gibt in amerika durchaus latinos, schwarze oder frauen, die gründe haben, trump zu wählen.

      kleiner stimmungsbericht gefällig?

      ja, da gibt es leute, die vorher in der kohleproduktion tätig waren und nun ihre jobs verloren haben … die allen ernstes glauben, daß sie ihre jobs zurück bekommen, wenn sie denn den trumpofanten wählen.

      also so in etwa wie bei uns homosexuelle, die sich in der AFD engagieren, weil sie gerne wieder die 60er zurück hätten …

      in beiden fällen: verarschen könnten sie sich auch selbst

    2. und, ahem, ich würde mal jeff jarvis googeln .. damit du halbwegs ne ahnung bekommst, wer und wie kompetent er ist.

    3. Das stimmt doch gar nicht. Er behauptet doch gar nicht, die von Ihnen genannten Gruppen würden Trump wählen. Er sagt, die Abgehängten würden ihn wählen. Aber auf die von Ihnen genannten Gruppen würde das Abgehängt sein viel mehr zutreffen. Und auch sie verdienten mehr mediale Aufmerksamkeit. Das sagt er laut Interview. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

      1. also schrob matthias

        > Dieser „Journalismusprofessor“ behauptet allen Ernstes,
        > dass „Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche,
        > Behinderte“ Trump wählen weil sie sich als „abgehängt
        > ansehen“?

        ja, lesen können ist von vorteil

        und, werte regina (das ist so ein schöner name, btw.) in dem von mir verlinkten hintergrund politik von gestern geht es genau darum: menschen, die trump wählen, weil sie allen ernstes glauben, daß dieser schlangenölverkäufer nur weil er das sagt, ihre problem lösen könnte. was er nicht tun wird, er spekuliert auf die unzufriedenheit der abgehängten.

        den aussagen von jarvis würde ich für die USA an keinem punkt widersprechen. für deutschland gelten andere regeln: hier haben wir es mit einer bevölkerungsgruppe zu tun, denen der abschied von einem staatssozialismus hin zur eigenverantwortung auch nach 25 jahren immer noch schwer zu fallen scheint.

      2. @Regina

        Doch – er behauptet das! Vielleicht sollten Sie nochmal lesen!

        ———————————————-
        Afroamerikaner, Latinos, Frauen, Jugendliche, Behinderte: Sie alle verdienen mehr mediale Aufmerksamkeit. Wenn wir uns aber die Petrischale genauer anschauen, in der Trump gezüchtet wurde, steht hinter seinem Erfolg vor allem der Zorn >>>>>>dieser Enttäuschten<<<<<<<<.
        ———————————————–

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