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Apple vor den Quartalszahlen: Comeback-Hoffnungen dank iPhone 7

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Es ist wieder so weit: Heute nach Handelsschluss legt Apple sein neuestes Zahlenwerk vor. Nach zwei Quartalen im Rückwärtsgang sind die Erwartungen an den wertvollsten Konzern der Welt längst nicht mehr so hoch wie früher – ein weiterer Ergebnis- und Umsatzrückgang ist von der Börse eingepreist. Die Wall Street erwartet von Apple allerdings im Weihnachtsquartal mehr – vor allem das iPhone darf sich keine weitere Schwäche erlauben.

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Showtime für Apple! Nachdem Netflix und Microsoft bereits mit ihren jüngsten Quartalsbilanzen geglänzt haben, ist es nun an Apple, mit seinem Zahlenwerk Farbe zu bekennen. Die Latte für den wertvollsten Konzern der Welt hängt nach enttäuschenden Vor-Quartalen und einem sehr defensiven Ausblick ungewohnt tief.

Im März-Quartal musste Apple einen Umsatzrückgang von 13 Prozent und einen Gewinneinbruch von 23 Prozent hinnehmen, im Juni-Quartal gaben die Erlöse gar um 15 Prozent nach, während die Nettogewinne um 27 Prozent erodierten.

September-Quartal: Umsätze dürften um 9 Prozent, Gewinne um 16 Prozent fallen 

Der Ausblick, den Tim Cook im Juli auf das September-Quartal gegeben hat, legt allerdings nahe, dass Apple die Talsohle durchschritten hat: Statt erwarteter Erlöse in Höhe von 45,9 Milliarden Dollar rechnete Apple mit Umsätzen von Höhe von 45,5 bis 47,5 Milliarden Dollar nach 51,5 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die Umsätze dürften zwischen Juli und September „nur“ noch um 7 bis 11 Prozent gefallen sein. Analysten gehen eher von höheren Erlösen aus – nämlich durchschnittlich 46,7 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Minus von 9 Prozent.

Beim Nettogewinn dürfte es steiler bergab gehen: Die Wall Street rechnet durchschnittlich mit einem Gewinnrückgang von 16 Prozent auf 1,65 Dollar je Aktie, was wiederum einem Nettogewinn von 9,3 Milliarden Dollar entsprechen würde.

iPhone-Verkäufe: 45 Millionen Einheiten erwartet 

Zum „Make-or-break“-Faktor in der Bilanz dürfte wieder einmal Apples mit Abstand wichtigstes Produkt der Unternehmensgeschichte werden – das iPhone. Nach 48 Millionen verkauften Einheiten rechnen Analysten nunmehr mit 45 Millionen Stück – was einem Minus von sechs Prozent entspräche.

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Zum Joker für Apple könnte Samsungs Note 7-Debakel werden. Die New Yorker Analysten von CFRA Research schätzen, dass durch den Ausfall des Samsung-Phablets zusätzlich 14 bis 15 Millionen iPhones verkauft werden könnten.

Bleibt die Frage, wie viele davon auf die letzten Tage von Apples September-Quartal entfallen. Durch den Launch des iPhone am 16. September bleiben dem Techpionier immerhin acht volle Verkaufstage im letzten Quartal des Fiskaljahres 2016.

Mac-, iPad- und Apple Watch-Verkäufe dürften fallen, iTunes-Division zulegen

Die weiteren Konzernsparten dürften einmal mehr nur einen Nebenschauplatz bieten. Das Mac-Segment dürfte unmittelbar vor der Generalüberholung mit geschätzt fünf Millionen verkauften Einheiten 12 Prozent weniger verkauft haben als im Vorjahr, während die iPad-Unit mit neun Millionen Einheiten noch einmal acht Prozent weniger verkaufen dürfte als zwölf Monate zuvor.

Auch die Erlöse der Apple Watch, die vom Kultkonzern aus Cupertino traditionell nicht ausgewiesen werden, dürften sich deutlich rückläufig entwickeln – der frühere Fortune-Reporter Philip Elmer-DeWitt, der das Blog Apple 3.0 betreibt, hat einen vierzigprozentigen Einbruch auf 2,4 Millionen Smartwatches ausgemacht.

Hoffnung ruht auf dem Ausblick

Bleibt der einzige Hoffnungsträger, der bereits zur zweitgrößten Konzernsparte geworden ist: Die iTunes-Unit  dürfte dank steigender Abonnements von Apple Music und iCloud um 20 Prozent auf Erlöse von immerhin schon 6,1 Milliarden Dollar zulegen.

Die eigentliche Hoffnung von Apple-Aktionären dürfte nicht zuletzt auf dem Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft liegen, in dem der iKonzern möglicherweise wieder zum Wachstum zurückkehren kann: Die Rekordwerte mit Erlösen in Höhe von 75,9 Milliarden Dollar bzw. Nettogewinnen von 18,4 Milliarden Dollar sind dabei zu überbieten. Anleger und Apple-Fans können den Vergleich mit den tatsächlichen Ergebnissen heute ab 22.30 Uhr ziehen.

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