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Tattoo-Show „Pain & Fame“ auf Sixx: Kleine Titten sind wie uninspirierte Casting-Shows

In „Pain & Fame“ (Sixx) suchen Sophia Thomalla (M.), Mario Barth (l.) und Randy Engelhard den besten Tätowierer Deutschlands.
In "Pain & Fame" (Sixx) suchen Sophia Thomalla (M.), Mario Barth (l.) und Randy Engelhard den besten Tätowierer Deutschlands.

Zuletzt hat Schauspielerin Sophia Thomalla Flüchtlinge mit "kleinen Titten" verglichen und damit einen fragwürdigen PR-Stunt hingelegt. In ihrer neuen Casting-Show "Pain & Fame" auf Sixx ist sie in ihrer angestammten Rolle als "Irgendwas mit Medien"-Frau zu sehen. Thomalla sucht den besten Tätowierer der Bundesrepublik – und lässt zwischen Schmerz und Ruhm viel Raum für Langeweile.

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Die Kandidaten heißen Ronny, Nicci oder Angelina. Letztere, eine Nageldesignerin aus Solingen. Bei „Pain & Fame“, der neuen Tattoo-Casting-Show von Sixx, soll es unter die Haut gehen. Gerade Linien! Plastisch! Schön! Das will die hemdsärmelige Jury um Schauspielerin Sophia Thomalla sehen. „Wir suchen Deutschlands besten Tätowierer – und nicht Deutschlands kann-einigermaßen-gut-tätowieren-Tätowierer“, ruft Randy Engelhard (bekannt aus „Horror Tattoos“ bei Sixx) seinen Jury-Kollegen ins Gedächtnis. Da legt auch Star-Tätowierer  Mario Barth (nicht verwandt, nicht verschwägert) die Ohren an.

Es gibt nur ein Problem: „Pain & Fame“ sorgt vor allem für Kopf-Schmerzen – und zwar bei den Zuschauern. Wie „Germany’s Next Topmodel“ für Tätowierer stellen sich die acht Kandidaten sechs „Challenges“ zu sechs verschiedenen Themen. Zum Auftakt: „Dein größtes Geheimnis“ – bei tickender Uhr auf die Haut von Freiwilligen gestochen, hier künstlerisch wertvoll „Leinwände“ genannt.

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Die Tätowierer tätowieren, die Kamera hält drauf – und die Jury steuert hier und da einen Kommentar bei. Zwischen Pop-Songs und Bass-Brummen versucht eine tiefe Stimme aus dem Off den eingeschlafenen Füßen den Kampf anzusagen: Wer wird die Nerven behalten?

Der Zuschauer muss auf jeden Fall Nerven beweisen, bis er den Schluss-Gong hört – und eine Kandidatin schließlich rausfliegt. Sie sei noch nicht soweit, sagt die Jury. Der Rest kommt weiter. So weit, so üblich. Oder, frei nach Sophia Thomalla: Kleine Titten sind wie uninspirierte Casting-Shows: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht.

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