„Adolfina mit Kurzhaar-Frisur“ – So erklärt der New Yorker den Amerikanern Frauke Petry und das Phänomen AfD

The New Yorker widmet AfD-Chefin Frauke Petry ein lange Story: „The New Star of Germany’s Far Right“
The New Yorker widmet AfD-Chefin Frauke Petry ein lange Story: "The New Star of Germany's Far Right"

Das renommierte US-Magazin The New Yorker widmet der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry eine lange Story in der aktuellen Ausgabe. Der Autor und Historiker Thomas Meaney hat die Politikerin dafür einen Monat lang begleitet und erklärt den Amerikanern in dem Text die AfD, das "erfolgreichste rechts-außen Phänomen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg".

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Frauke Petry würde von ihren Gegnern „Adolfina“ genannt oder „die Führerin“. Meaney beschreibt Petry in dem Text als 42-Jährige mir Kurzhaarfrisur und schlankem, athletischen Körperbau. Er begleitete die AfD-Vorsitzende auf Vorträge, Hintergrundgespräche, Parteiveranstaltungen und war sogar mit ihr schwimmen. Für die New Yorker-Story ließ sich Petry in einer eigenen Foto-Session ablichten.

Obwohl Petrys Stil in vielen Punkten genau das Gegenteil von Donald Trump sei, macht Meaney auch Gemeinsamkeiten bei beiden Politikern aus. Wie Trump sei Petry spät in die Politik gekommen und pflege ihren Status als Außenseiterin. Wie Trump würde sie rechte Verschwörungstheorien anfachen, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu beschwören.

Noch eine Gemeinsamkeit zwischen Trump und Petry, die der Autor des New Yorker ausmacht: Wie der US-Milliardär schaffe es Petry, die Nachrichten zu dominieren: „Das geht soweit, dass man es einem Besucher, der in Deutschland Radio hört oder Zeitung liest, nicht übelnehmen kann wenn er denkt, dass die AfD die Partei an der Macht ist.“

Interessant ist, wie der New Yorker aus us-amerikanischer Sicht den Aufstieg der AfD bewertet. Zwar seien populistische Parteien überall in Europa stark und in Ungarn und Polen sogar an der Regierung. Eine Rechtsaußen-Bewegung in Deutschland sei aber besonders alarmierend. Einmal wegen der Geschichte Deutschlands und wegen der dominanten Stellung Deutschlands in Europa.

In dem Text geht es noch um weit mehr als nur Frauke Petry. Der Autor hat auch das Lageso in Berlin besucht, ist mit der Pegida mitgelaufen, hat mit Flüchtlingen gesprochen, mit Petrys Parteifreunden, Vertretern anderer Parteien und ihrem ehemaligen AfD-Rivalen Bernd Lucke. Es ist eine umfassende Bestandsaufnahme des Phänomens AfD.

 

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Alle Kommentare

  1. Na Hauptsache, der New Yorker erklärt den Amerikanern Deutschland in einer Weise, dass die das auch verstehen. Also: Bier, Brezel, Oktoberfest, Nazi. Aber was will man einer US-Zeitschrift vorwerfen, was die Zeitungen im eigenen Land kein bisschen besser machen: Klischeekurbeln ist angesagt. Wer hat noch nicht, wer will nochmal?!

  2. Da sieht man mal, wie die Presse auch jenseits des Teichs heutzutage arbeitet. Es geht allein um Auflage und Skandal. Klar, dass bei den Amis „Adolfina“ und „die Führerin“ „gut“ ankommt und Auflage bringt, auch wenn es eine glatte Lüge ist. Ich verfolge seit 2013 sehr intensiv die Enwicklung der AfD, insbeondere die Presseberichterstattung über die AfD. Täglich. Ich habe die Begriffe „Adolfina“ und „die Führerin“ heute zum ersten mal überhaupt gehört. Der Begriff Lügenpresse hat also offenbar seine Berechtigung.
    Und „Adolfina“ und „die Führerin“ würde im Übrigen viel besser zur derzeitigen Amtsinhaberin passen, denn deren Politik trägt tatsächlich solche Züge, nicht nur im Hinblick auf illegale Zuwanderung, sondern auch im Hinblick auf die Geldpolitik.

  3. Bei Anne Will hat am Sonntag Martin Schulz Trump mit der AfD verglichen, jetzt tut dies auch eine US-Zeitung. Könnte das daran liegen, dass beide denselben Gegner haben, nämlich von der Wirtschaft gekaufte Linke?

  4. Die AFD mit Petry an der Spitze ist nur ein Symptom, welches sich ursächlich durch Merkels Politik begründet. Wer eine Funktionsstörung motiviert, braucht sich über die Begleiterscheinungen nicht wundern..

  5. Es gibt kaum einen Kanzler in der deutschen Geschichte, der weniger autoritär geführt hätte als Merkel. Und von was für einer zerstörerischen Bilanz reden sie? Deutschland steht – gerade wirtschaftlich – so gut da wie nie. Weniger braunes Paralleluniversium und rechtextreme Paranoia würden Ihnen sicherlich gut tun.

    1. Ausstieg Kernenergie, Flüchtlingsaufnahme und alles weggemobbt, was ihr gefährlich werden könnte.

      Autoritär heißt nicht laut und polternd, wie ihr Vorgänger – das geht auch leise.

    2. Die Staatsschulden in Deutschland haben sich seit 2005 massiv erhöht und tun es in jeder Sekunde. Sie betragen heute mehr als 2 Billionen Euro, etwa 69 Prozent des BIP. Der Maastrichter Vertrag, nach dem kein Land für ein anderes haftet, ist X-Mal zuungunsten von Deutschland gebrochen worden. Das war einer der wichtigsten Gründe, warum die AfD entstanden ist.

      http://www.staatsschuldenuhr.de/

    3. Wie lebt es sich so in Ihrem bunten Fascho-Paradies, in dem die unbegrenzte Zuwanderung als ultimative Bereicherung von jenen Gruppen beworben wird, die Deutschland am liebsten gestern abschaffen würden?

    4. @Regula
      2005 war die Schuldenquote 67% des BIP. 2016 wird mit rund 68% enden. Das nenne ich jetzt keine massive Erhöhung der Staatsschulden.

      Zum Vergleich 2016 (2005) : Japan 246% (186%) , USA 106% (65%) , Frankreich 98% (58%), Österreich 86% (66%)
      DAS nenne ich massive Erhöhungen.

    5. Haha!

      Nicht mehr lange!

      Die Konsequenzen ihrer Geisteskrankheit werden auch SIE spüren, die Zeit kommt!

  6. „The New Yorker widmet AfD-Chefin Frauke Petry ein lange Story: „The New Star of Germany’s Far Right““ (Siehe unter dem Foto!)
    Ein(e) lange Story …
    Also wir Leser brauchen die Grammatik nicht zu können, aber von Autoren, welche dafür (hoffentlich oder hoffentlich nicht) bezahlt werden, schon!

    Meedia.de STROTZT vor Fehlern – ebenso auch Focus usw.
    Schrecklich!
    Und warum bitte STORY?? Wie wäre es mit „Deftigem Bericht“?
    Kein Wunder, warum niemand mehr für Journalismus bezahlen will!

    1. Die aktuell korrekte Schreibweise lautet:

      „The New Yorker widmet AfD-Chefin Frauke Petry 1 lange Story: „The New Star of Germany’s Far Right““.

      Wenn man schon Vorschläge macht, dann bitte vorher mal 1 paar Minuten recherchieren!

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