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Yahoo: Über 500 Millionen Kundendaten bei Hackerangriff gestohlen

Yahoo-CEO Marissa Mayer.
Yahoo-CEO Marissa Mayer.

Es könnte der größte Hackerangriff in der Internet-Geschichte sein: Wie Yahoo am Abend mitteilte, wurden Kundendaten von über 500 Millionen Nutzern gestohlen – Emailadressen, Telefonnummern, Geburtstage und sogar verschlüsselte und unverschlüsselte Passwörter. Der Vorfall habe sich bereits Ende 2014 ereignet, teilte Yahoo mit. Der Internet-Dienst, der im Juli an den Telekomriesen Verizon verkauft wurde, forderte Nutzer unterdessen auf, ihre Passwörter zurückzusetzen.

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Yahoo teilte am Abend über sein Blognetzwerk Tumblr mit, dass  „mindestens 500 Millionen Nutzerkonten“ von einem Hackerangriff betroffen seien.

Der Vorfall habe sich bereits Ende 2014 ereignet: Die gestohlenen Kontoinformationen würden den Klarnamen des Kontos, die Emailadresse, Telefonnummern, den Geburtstag, verschlüsselte und umverschlüsselte Passwörter sowie in einigen Fällen Sicherheitsfragen und -antworten betreffen. Nicht betroffen seien dagegen Bankdaten und Kreditkarten-Informationen.

Yahoo: Vermutlich Staatlich motivierter Hackerangriff

Yahoo geht davon aus,  dass es sich um Angriff staatlichem Hintergrund handelt („state-sponsored actor“).    Hackerangriffe aus Russland und China hatten sich zuletzt gehäuft.  Im Juni war der Kurznachrichtendienst Twitter mit einem Hack von 32 Millionen Konten betroffen.

Tage zuvor wurde selbst Facebook-Chef  Mark Zuckerberg Opfer eines Hacker-Angriffs. Den Tätern gelang es laut eigener Aussage, sich Zugang zu Zuckerbergs persönlichen Accounts bei Twitter, Pinterest, LinkedIn und Instagram zu verschaffen und in seinem Namen zu posten.

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Hackerangriffe häufen sich

Im Mai rief das Business-Netzwerk LinkedIn zum Passwortwechsel auf, nachdem ein Hacker Informationen aus einem Datenleck von 2012 im Internet zum Verkauf gestellt hat – betroffen waren 177 Millionen Datensätze.

Yahoo selbst war in den vergangenen Jahren ebenfalls wiederholt Opfer von Cyberattacken gewesen – 2014 wurde ein Angriff auf die europäischen Webseiten des Internet-Portalbetreibers bekannt. Der jetzige Hackerangriff hatte bereits im August seine Schatten vorausgeworfen, als Gerüchte kursierten, dass Hacker in Besitz von 200 Millionen Nutzerdaten gekommen sein könnten.

Yahoo erklärte, dass es derzeit keine Hinweise gebe, dass sich die Hacker noch im Yahoo-Netz befänden. Das im Juli an den Telekom-Riesen Verizon verkaufte Internet-Portal rief alle potenziell betroffen Nutzer auf, ihr Passwort zu ändern. Die Wall Street reagierte unterdessen aufgrund der fixierten Übernahme durch Verizon achselzuckend auf den Hackervorfall.

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