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65 Prozent Gewinnmarge: Was Apple die Produktion des iPhone 7 wirklich kostet

Apples iPhone 7 Plus (© Apple)
Apples iPhone 7 Plus (© Apple)

Seit vergangenem Freitag sind die neuen iPhones im Handel erhältlich – in Euro sind sie so teuer wie nie. 759 Euro kostet die kleinste Version des iPhones, doch nicht einmal ein Drittel davon muss Apple für das Material und die Herstellung aufbringen, wie der Marktforscher IHS Markit berechnet hat. Dabei hat Apple gegenüber dem Vorgängermodell deutlich höhere Produktionskosten. Teuerste Komponente ist das Display mit einem Preis von 43 Dollar.

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iPhone-Besitzer zahlen seit neun Jahren einen stolzen Preis für ein Premium-Smartphone: Bei 759 Euro sind deutsche Apple-Kunden inzwischen angekommen – für die einfachste Version mit 32 GB. Bis zu 1119 Euro reicht die Preisspanne für das 5,5 Zoll große Premiummodell iPhone 7 Plus mit 256 GB.

Dass Apple seit jeher an seinem Kassenschlager prächtig verdient, ist keine Neuigkeit – die Quartalsbilanzen weisen die Milliarden-Gewinne alle drei Monate wieder aufs Neue aus. Doch was zahlt Apple nun eigentlich für die Herstellung des iPhones?

IHS: iPhone 7 ist 37 Dollar teurer als das iPhone 6s

Der Marktforscher IHS Markit hat nachgerechnet und ist dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen – Apple kostet das iPhone 7 deutlich mehr als noch das Vorgängermodell. Schlug das iPhone 6s noch mit Komponenten- und Herstellungskosten von 188 Dollar zu Buche, kostet Apple das iPhone 7 nun 219,80 Dollar an Materialkosten und noch einmal 5 Dollar in der Herstellung – und damit immerhin 18 Prozent mehr als das iPhone 6s.

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Am kostspieligsten ist dabei erwartungsgemäß das Display, für das 43 Dollar fällig werden, gefolgt vom Intel-Baseband-Prozessor (34 Dollar) und A10-Fusion-Chip von TSMC. Die hochgelobte neue Kamera im iPhone kostetet dagegen nach Angaben von IHS nur 19,90 Dollar, während für den Akku gerade mal 2,50 Dollar fällig werden.

Teurere Komponenten: Gerät Apples Marge unter Druck?

Wer glaubt, dass Apple angesichts von Kosten von 224,80 Dollar bei einem Verkaufspreis von 649 Dollar (759 Euro) am Ende also eine Gewinnmarge von 65 Prozent einfährt, hat die Rechnung allerdings ohne Apples Marketing- und Entwicklungsabteilung, die Lieferkosten und am Ende vor allem dem Fiskus gemacht.

Apple ist seit  Jahren für seine in der Smartphone-Branche konkurrenzlose iPhone-Vorsteuer-Gewinnmarge von über 50 Prozent bekannt.  Ob die Marge wegen der teureren iPhone 7 / Plus-Produktion unter Druck gerät, wird an der Wall Street intensiv diskutiert. Bei der Plus-Version, für die IHS Markit noch keine exakte Aufstellung geliefert hat, steuert Apple etwa mit Preiserhöhungen von 20 Dollar bei jedem Modell gegen.

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Alle Kommentare

  1. Es gibt Leute, die sich einen SUV für das Befahren der Innenstadt kaufen. Warum sollten sich denn vom Denkschema her artverwandte Zeitgenossen nicht auch ein Smartphone zum Apothekenpreis zulegen? Eben! Jedem Tierchen sein Pläsierchen …

  2. Ähm. Blöd nur das wir seit den Löwen die ProduktionsPreise Herstellungs-Preise offen kennen:
    Produkt für 3 Euro inclusive Verpackung usw. wird für 6 Euro an den Händler abgegeben und der verkauft es für 15 oder so ist glaube ich nicht so selten. Und das Merkel 19% Umsatz-Steuer kriegt, sollte man auch mal nicht vergessen. In guten Demokratien hingegen sinkt dank wirksamer Kontrolle durch Presse die Besteuerung weil sie wie ein Formel-1-Team jedes Rennen sogar schneller bzw. besser werden !

    Bei Kleidung sind es mehrere hundert Prozent.
    Bei iPhone gibts Updates und der Akku läuft nach einem Jahr auch noch besser als bei vielen Androids…
    Wenn also Apple SOO viel verdient obwohl es für Löwen ganz normal wäre (den Laden ! nicht vergessen und Porto + Retouren bei Online-Shopping) ? Wieso ist das Samsung-7 vergleichbar teuer ? Wieso hat die Konkurrenz dasselbe nicht viel billiger ? Aber so weit denkt die Presse nicht mit und darf daher gerne konsolidiert werden…
    Erst das One+1 hat 3 GByte RAM das lahme Android schneller bekommen. Und die 64 statt 16 GB Flash waren für 30 oder 50 Euro oder so zu bekommen.

    Also noch mal liebe Presse: Wenn Apple so viel verdient. Nennt doch DREI Stück kompetitiver vergleichbarer Handies für billiger ? Wahrscheinlich schafft Ihr nicht mal ein Modell zu finden. Und dann zahl ich lieber 100-150 Euro mehr für Apple mit ein paar Jahren Nutzbarkeit dank Updates statt sofort im Stich gelassen zu werden wie bei Android wenn die nächste Version heraus kommt obwohl die Hardware noch perfekt läuft. Jedes INTEL-Windows war wohl anständiger updatebar. WinPhone oder WinRT wohl leider nicht.

    Ist es nicht sogar so, das der Tesla als einziger die 500 Meilen oder Kilometer schafft ? Manchmal gibts halt unique selling points USP oder wie das heisst…

    Sind die iPhone-Preise wirklich gestiegen oder ist das eine Vorgabe der Mobilfunk-Firmen ? Denn wenn man wieder für 12 oder 24 Monate unterschreibt und sein iPhone mitnimmt, will man ja keines für 200 Euro sondern wieder eines für 750 wie beim letzten Jahr obwohl Tim Cook vielleicht lieber eines mit weniger „unnötigen“ Features für 700 oder 650 anbieten würde. Gleiches fürs Samsung 7. Schaut mal die BESTSELLER bei Android für Handies ohne Vertrag. Viele Samsung-Modelle ab 99-150 Euro und viel Samsung 6 aber auch das 7 und ein iPhone für 330 Euro.
    Die Mobilfirmen sind nicht schlau genug, 6 Monate Verlängerung für eine Iwatch oder 18 Monate für ein iPad-Pro oder 9 Monate für ein iPad-Air anzubieten.

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