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Die ARD will Honorare von Fußballexperten besser kontrollieren (aber nicht verraten)

Die ARD-Vorsitzende Karola Wille
Die ARD-Vorsitzende Karola Wille

Es ist das typische öffentlich-rechtliche Prozedere. Ein paar Wochen nach einem medialen Aufreger, reagiert der Apparat dann doch so halb. Während der EM kochte die Frage nach der Höhe der Gehälter der TV-Experten hoch. Damals blockten die Sender die Debatte noch so gut es ging ab. Wie die taz jetzt berichtet, wollen die Rundfunk- und Verwaltungsräte künftig die Gehälter von Ex-Kickern und anderer ARD-Sportexperten kontrollieren. Geheim sollen sie vorerst trotzdem bleiben.

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So kündigt die MDR-Intendantin und Vorsitzende der ARD, Karola Wille, im Interview mit der tageszeitung an, dass es keine Verträge mehr zwischen Sportexperten und Tochterfirmen der ARD geben werde. „Wir haben beschlossen, dass die Verträge der Sportexperten nicht mehr mit der AS&S geschlossen werden, sondern direkt mit der für die Sportart oder das Sportereignis jeweils zuständigen Landesrundfunkanstalt, so dass deren Rundfunk- bzw. Verwaltungsräte informiert werden müssen und gegebenenfalls mitentscheiden.“

Die Höhe der jeweiligen Gehälter will sie aber künftig auch nicht verraten: „Die Gremien als Vertreter der Gesellschaft bekommen die Informationen“, sagte sie, „alles weitere untersucht gerade Herr Kirchhof.“ Damit spielt auf eine aktuelle Untersuchung des Verfassungsrechtlers Paul Kirchhof an. Die ARD hat den Juristen damit beauftragt, zu erkunden, wie transparent der öffentlich-rechtliche Rundfunk sein sollte.

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Alle Kommentare

  1. Wird schon seinen Grund haben, dass man einerseits hysterisch von öffentlich-rechtlicher Daseinsvorsorge und Demokratieabgabe schwadroniert, andererseits aber völlig demokratiefeindlich die Verwendung der Gelder verheimlichen will. Aber wofür gibt es das IFG und den Rechtsweg. Das wäre doch was für das Recherchenetzwerk 😉

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