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Ich war der perfekte iPhone-Kunde – darum bin ich jetzt zu Samsung übergelaufen

Samsung statt iPhone?
Samsung statt iPhone?

Gerade hat Apple das neue iPhone 7 vorgestellt. Das neue Smartphone sieht fast so aus die das Vorgängermodell, die Verbesserungen liegen vor allem bei technischen Details. MEEDIA-Autor Stefan Winterbauer war iPhone-Fan der ersten Stunde. Kurz vor dem Verkaufsstart des neuen iPhone 7 ist er zum Erz-Konkurrenten Samsung übergelaufen. Aus guten Gründen: die Geschichte einer technischen Entfremdung.

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Ich war der perfekte iPhone-Kunde. Als Steve Jobs das erste echte Smartphone 2007 auf der berühmt gewordenen Keynote („Apple reinvented the phone.“) der Welt vorstellte, war ich hellauf begeistert und wollte sofort so ein Ding. Das iPhone war das eingelöste Versprechen auf die Zukunft. Ein Stück Science Fiction für die Hosentasche.

Von da an begann das iPhone seinen phänomenalen Höhenflug, der es zu einem der meist verkauften Produkte überhaupt machen sollte. Der App-Store ließ die Möglichkeiten des iPhones dann explodieren. Laufzeit, Kamera, Bewegungssensoren, Apps über Apps – das iPhone wurde immer besser. Schließlich kam noch die Sprachsteuerung dazu. Hallo, Siri! Schon wieder so ein Science-Fiction-Ding, das wahr wurde. Von Keynote zu Keynote löste jede neue iPhone-Generation (wenn man die lediglich marginal verbesserten „S“-Modelle mal beiseite lässt) einen neuen Haben-Wollen-Effekt aus.

Bis jetzt.

Apple hat seinen Erfolg nicht zuletzt darauf gebaut, dass der Konzern keine Kunden hat, sondern Fans. Apple-Fans haben oft eine emotionale Beziehung zu ihren iGadgets. Die Nachahmer-Smartphones mit Android-Betriebssystem konnten einem echten iPhone nicht das Wasser reichen. Es waren für Hardcore-Fans gefühlt Unterschichten-Telefone. Als ich zum ersten mal ein Android-Smartphone in den Händen hielt – das allererste Nexus-Modell von Google – hatte ich eine fast körperliche Abneigung. Es war alles so … so anders. Es funktionierte zwar auch, aber eben nicht ganz so elegant, nicht ganz so durchdacht. Bei Apple hatte ich das Gefühl, dass sie sich Gedanken machen, wie der Wechsel von horizontaler auf vertikale Bildschirmansicht besonders geschmeidig programmiert werden kann. Da brütete vermutlich eine ganzes Heer an Entwicklern über den Designs der Icons und der besten Animation, wenn man eine Mail in den Papierkorb befördert. Bei Android war alles zweckmäßiger, bunter, aber eben auch billiger. Es gab mehr Schalter, mehr Icons und weniger Heimeligkeit. Eine Stilfrage.

Aber Emotionen funktionieren in beide Richtungen. Sie können dafür sorgen, dass man bereit ist viel, vermutlich viel zu viel Geld für ein Produkt auszugeben, dass man alle zwei Jahre wieder ersetzt. Aber wenn das Gefühl schal wird und man anfängt, nervige Schrullen an seinem geliebten iPhone zu entdecken?

Das Apple-Versprechen

Apple hat sich immer schon durch Versprechen definiert. Das Versprechen, anders zu sein. Das Versprechen, besser auszusehen und leichter bedienbar zu sein. Als Apple-Nutzer durfte man einst das Gefühl haben, etwas Besonderes zu sein. Spätestens mit dem Siegeszug des iPhone wurde Apple aber zum Mainstream. Plötzlich wollte jeder Apple. Dann hatte jeder Apple. Die silbernen Laptops mit dem leuchtenden Apfel waren überall, ebenso die weißen iPhone-Ohrstöpsel.

Dann starb Steve Jobs, und der iKonzern verlor seinen Vordenker und Antreiber.

Seither befindet sich Apple in einer Phase der konstanten Verbesserung des bereits Erreichten. Die iPhones werden immer noch jedes Jahr slimmer, die Kameras besser, die Prozessoren schneller. Es kommt ein neue iOS, das irgendwann nur noch mit einem neuen iPhone auch gut läuft. Dabei mache ich mit den iPhones seit Jahren immer dieselben Dinge: chatten, surfen, mailen, ein bisschen spielen, navigieren, Facebook usw. Um immer weiter dieselben Dinge zu tun, braucht es alle zwei Jahre ein neues, sauteures Gerät. Bei den Werbefilmchen der Keynote, bei denen Bohrmaschinen Apple-Logos in Aluminium fräsen und Jony Ive dazu mit seiner Samt-Stimme spricht, wird der Eindruck erweckt, als ob da Produkte für mindestens Generationen entstehen. Perfectly crafted to perfection usw. Aber nach zwei Jahren fliegt das Teil weg oder wird weitergereicht, und ein Neues muss her. Oder der Akku, der nicht ausgetauscht werden kann, schwächelt derart, dass es nur noch nervt. Und die Stimme von Ive wurde mittlerweile zum Marketing-Gag totgenudelt.

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Die Smartphone-Hersteller sind vermutlich die einzige Branche, die es geschafft hat, ihre Kundschaft zu erziehen, sündhaft teure Hightech-Geräte im Rekordtempo auszutauschen und neu zu kaufen. Nur dadurch wurde das iPhone zum meist verkauften Handy aller Zeiten. Es ist im Prinzip ein Verbrechen an der Nachhaltigkeit, das nur von der Börse geliebt und belohnt wird.

Das ist natürlich bei der Konkurrenz aus dem Android-Lage nicht besser. Aber mit der Zeit wurde auch das Apple-Versprechen zumindest für mich nicht mehr eingelöst. Das Versprechen, etwas Besonderes zu besitzen, das einfach funktioniert. Nach der Pleite mit dem Cloud-Dienst MobileMe erfand Steve Jobs die iCloud und versprach: „It just works.“ Aber das gilt schon lange nicht mehr. An iTunes, zum Beispiel, funktioniert so einiges nicht. Wenn ich mein iPhone mit dem Mac synchronisieren wollte, kam es zu geheimnisvollen Wackelkontakten. Das iPhone belehrte mich bei Updates, ich sei nicht mit dem Internet verbunden, was ich aber war. Nächtliche Updates wurden nicht ausgeführt, obwohl zig-fach alle obskuren Geschäftsbedingungen akzeptiert waren und das Ding auch am Strom hing. Fotos wurden nicht synchronisiert und wehe, wehe, man hat einmal versehentlich auf die iCloud-Synchronisierung der Fotos geklickt und will das rückgängig machen. Dann öffnete sich das Tor zur Hölle.

Ein Usability-Monstrum namens iTunes

iTunes begann als Software um den – der iGod habe ihn selig – iPod mit Musik zu befüllen. Mittlerweile ist aus der One-Use-Software ein multifunktionales Usability-Monstrum geworden. iTunes wirkt wie eine einstmals schicke, schlank eingerichtete Neubauwohnung, in der sich mit der Zeit das Gerümpel von einem guten Dutzend Mietern angesammelt hat. Seit Apple dazu übergegangen ist, „Services“ als neue Einnahmequelle zu erschließen, ist alles noch schlimmer geworden. Plötzlich will iTunes die eigene Musik ständig in die Cloud verlagern und man muss schon sehr achtgeben, nicht irgendwann aus Versehen oder purer Ermattung ein Apple Music Abo abzuschließen. Und sei es nur, damit endlich Ruhe ist. Genauso wie man vielleicht zusätzlichen iCloud-Speicher kauft, damit man die gottverdammten Bilder halt mit der Cloud synchronisieren kann, weil man irgendwann einmal aus Versehen auf den blöden Button gedrückt hat.

Manchmal waren es auch nur Kleinigkeiten, die anfingen, am iPhone zu nerven. Zum Beispiel, dass das iPhone immer die Verbindung zu den Bluetooth-Kopfhörern verlor, wenn ich aus dem häuslichen WLAN nach draußen ging. Immer aufs Neue die Dinger koppeln mit zwei hampelnden Hunden an der Leine. It just works – denkste! Und wenn bei einer Radtour der Mitfahrer noch ausführlichst mit GPS auf seinem Samsung herumnavigiert, während mein iPhone 6 Akku wieder einmal im Rekordtempo von fast voll auf ganz leer gesprungen ist, dann hebt das auch nicht direkt die Laune.

So reifte der früher undenkbare Gedanke: Wie wäre es, dem iPhone den Rücken zu kehren? Den früher verspotteten Androiden noch einmal eine Chance zu geben? Könnte das gut gehen? Einen Versuch war es wert. Die Vorstellung, sich vor allem vom verhassten iTunes loszusagen, war zu verlockend. Ein neues Versprechen, aber diesmal eines zu Ungunsten von Apple. So besorgte ich mir bei der anstehenden Vertragsverlängerung also das Samsung Galaxy S7 Edge. Was soll ich sagen: bisher keine Phantomschmerzen.

Okay – es ist alles ein bisschen weniger elegant als auf dem iPhone. In Sachen Hardware hat Samsung aber fast aufgeschlossen. Und auf die Idee mit dem auf den Seiten heruntergebogenen Bildschirm hätte offen gesagt auch Apple kommen können. Das sieht nämlich wirklich sehr gut aus. Software-seitig gibt es nach den ersten Anpassungs-Schwierigkeiten (wo kann man nochmal den Flugmodus aktivieren?) auch wenig zu meckern. Android hat hier offensichtlich Fortschritte gemacht oder vielleicht ist es auch die von Samsung drübergekleisterte TouchWiz-Oberfläche – das kann mir als Kunde aber egal sein. Wenn man sich die Mühe gemacht und die ganzen unnötigen Samsung- und Provider-Apps soweit eben möglich entfernt und deaktiviert hat, hat man eine recht saubere Nutzer-Oberfläche, die der eines iPhone in nichts nachsteht. Und Das Teil ist schon länger wasserdicht als das iPhone 7, es hat eine Schnelllade- und Kabellos-Lade-Funktion (beides sehr praktisch!) und einen Fingerabdruck-Sensor, der deutlich zuverlässiger funktioniert als beim iPhone. Das Always On-Display, das auch im Ruhezustand Uhrzeit und Zahl der eingegangenen Nachrichten anzeigt, ist übrigens auch prima. Warum hast Du das nicht, Apple?

Ein bisschen ist es noch seltsam, mit einem Samsung-Androiden rumzulaufen, aber ich gewöhne mich daran. Bye, bye iPhone.

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Alle Kommentare

  1. Das interessiert mich aber brennend!
    BTW: Eurem Apple-Astologen Jacobsen hat es wohl die Sprache verschlagen. Ist ihm sonst jede kleine Talfahrt der Apple-Aktie einen langen Riemen wert. Der Kurs geht gerade durch die Decke. Und was macht jetzt Niels?

    1. ….äääähemm reusper ..lach
      Es geht runter und hoch und runter – um dann doch nur weiter zu wachsen…..
      Ich möchte mir erlauben anzunehmen :
      Wenn das so weiter ginge , könnte man ja meinen :
      Apple………………………………………………………………………………………………..schleicht sich langsam zunehmend davon.

      Und dass auch noch mit “ nicht schlechteren – „nicht wirklich höheren Preisen! – unverschämter Weise – dann auch noch mit – nicht nur funktionierenden iPhones.
      Mithin Skrupelos , die Technologien ständig auch noch angemessen voranzutreiben.
      Und sogar noch ohne Jobs erfolgreicher als zuvor.
      Ich bin fassungslos.

  2. Ich hoffe der Autor ist so ehrlich und schreibt in sechs Monaten einen ehrlichen Erfahrungsbericht. Bislang haben alle Samsung-Modelle in meiner Bekanntschaft nach einiger Zeit mit Rucklern usw. zu tun. Bin gespannt.

  3. Ich habe schon alles ausprobiert (und nutze es heute noch teilweise parallel): Windows Phone, Android, Blackberry. Für mich ist mein iPhone 5 (gekauft anno 2012) jeden Tag ein handlicher, robuster und absolut zuverlässiger Begleiter. iOS 10 läuft prima darauf und Hardware und Software bilden eine Einheit.
    Ich hatte sowieso nicht geplant, mir ein iPhone 7 zu kaufen. Warum auch? Vielleicht gibt’s im nächsten Jahr dann ein iPhone 8 (ich denke, die werden das dann so nennen müssen). Nach 5 Jahren ein neues Handy! Mal ehrlich: ist das in der Android-Welt überhaupt denkbar?

  4. Ich wäre an Ihrer Stelle bei Apple geblieben. Sie haben nie ein Smartphone gesucht. Sie haben auch nie eines verwendet. Wie sonst kommt man auf die Idee ein I-Phone egal welches als Revolutionär darzustellen? Einzig in einem Stimme ich zu: Es ist ein Modeartikel oder Zeiterscheinung genauso wie das sog. Arschgeweih. TouchWiz ist nur eine von ungezählten Oberflächen die es von den ungezählten Androidenherstellern gibt. Diese ist gar nicht mal so beliebt in der Masse, frisst es doch Ram bis der Arzt kommt. Auf die funktionalen Vorteile des Androidsystems sind Sie kaum eingegangen, Appdrawer, Widgets, Speichererweiterung, Multitasking, offenes Betriebssystem etc. Wird ein Homescreens bei einem Androiden so gestaltet, dass er einem Apple gleichen hat er den wesentlichen USP der Androiden verloren, die Diffenzierung zwischen AppDrawer und Homescreen, bzw den Nutzen von Widgets. Schade, aber wer seine Kaufentscheidung bei einem technischen Gerät vom Tollfaktor abhängig macht….

  5. Windows-Phone 10, der erste und einzig wirkliche PC für die Hosentasche. Und telefonieren kann man mit ihm auch, ebenso offline navigieren und tolle Fotos schießen. Die Handy-Welt ist größer als Android oder iPhone, schaut mal über den Tellerrand…

  6. Ich hatte ein halbes Jahr ein Android Handy. Dann wechselte ich wieder zum iPhone. So herrlich anpassbar ein Android-Smartphone auch ist: Für mich war es nix. Geschmäcker sind verschieden. Was dem iPhone an Hardware fehlt, gleicht es mit der Software aus. Und diesen Grad an Software-Hardware-Zusammenspiel schafft niemand. Auch Samsung nicht. Samsung macht tolle Handys, aber sie sprechen mich nicht an. Zumal von „überteuerten iPhones“ nicht mehr die Rede sein kann. Samsung und Sony stehen Apple in der Preispolitik in nichts nach.

  7. Kann ich nicht nachvollziehen.
    Ich bin sooo glücklich, vor einem Jahr von Android (zugegeben, ein älteres Modell) zum iPhone gewechselt zu haben.
    – Endlich funktioniert die Synchronisierung mit meinem iMac ohne Probleme
    – Mein Handy stürzt nicht jede naselang ab (mein iPhone noch nie)
    – Die Akkulaufzeit ist deutlich länger
    – Betriebssystem und Anwendung fühlen sich deutlich ‚runder‘ an, z.B. durch einheitlichere GUI-Standards.

    Ich möchte nicht zurück….

  8. Hat alles Vor- und Nachteile. Ist zwar für die angebotene Leistung völlig überteuert, aber ein iPhone ist als Smartphone für Kinder oder Senioren bestens geeignet. Da können die Besitzer nicht viel dran verkehrt machen.

  9. Willkommen – in meinem Bekanntenkreis ist der Wechsel zu Android immer öfter der Fall.
    Meist schon vor dem iPhone 7, weil da eigentlich so ziemlich jedes High End Android Gerät, ob nun von Samsung, Sony oder … schlicht besser, flexibler und zudem günstiger war.
    Jetzt dürfte sich die Zahl der Umsteiger noch steigern. Die tollen 7er Neuerungen sind doch schlicht sch… (Headphone-Anschluss) oder alte Kamellen! Wer will z.B. die komischen Ohrstöpsel tatsächlich öffentlich nutzen? Wie auch immer, bin gespannt wie sich die Dinge weiter entwickeln.

  10. Das ist nun einmal der Nebeneffekt, wenn man sich als Kult inszeniert – mit Stores, die Kirchen oder Tempeln gleichen, Produktpräsentationen wie Messen und ein Geschäftsführer, der zum Heilsbringer verklärt wird, samt Einmaligkeitsmythos um seinen Tod. Da muss sich Apple nicht wundern, wenn sich erwachsene Männer wie eingeschnappte Jungs gebärden, weil sie naiverweise die ganze Markenillusion geschluckt haben und sich nun vom Weihnachtsmann enttäuscht fühlen, da man sich im bald zehnten Jahr allmählich an den Zauber seiner fliegenden Rentiere gewöhnt hat.

    Der Verriss beinhaltet viel Emotion und wenig Substanz. Es ist die immer gleiche Leier von der eingeschlafenen Vision und der Abhängigkeit von einer Produktsparte. Dabei darf man auf den Tag warten, wo dem Autor der obigen Worte aufgeht, dass sein Autohersteller ähnlich abhängig von einer Produktkategorie ist. Glücklicherweise haben Autos ihr Identifikationspotenzial schon mit der letzten Finanzkrise abgegeben. Deshalb kommt VW trotz Abgasskandal glimpflich davon.

    Eines kann ich allerdings sicher sagen, der Autor dieses Artikels kann weder Bilanzen lesen noch Geschäftsberichte. Sonst wäre vielleicht etwas mehr Fundament und weniger Boulevardmeinung in die Argumente eingeflossen. Dennoch nehme ich das nicht übel, schließlich bin ich rechtzeitig gewarnt worden. Denn das wichtigste Wörtchen des ganzen Artikels fällt gleich als erstes in der Überschrift: „Ich“. Und so erkennt man schnell, dass es nicht um den Vergleich zweier technischer Gebrauchsgegenstände geht, sondern um die persönliche Sinnkrise des Autors und seinen Zweifel an der Strahlkraft einer Marke, die ihn in unserer Konsumentenkultur vor Jahren erfolgreich angeworben hatte. Der Technikvergleich ist nur ein Deckmäntelchen.

    Ich gebe Ihnen einen Tipp unter Kollegen. In unserer modernen Welt ist nichts wirklich schwarz und weiss. Wer das glaubt, kann gleich sein Kreuzchen bei der AfD machen und getrost abwarten. Die Dinge sind vielschichtiger und in Märkten mit hohen Eintrittsbarrieren ist es oft im Interesse zweier Konkurrenten sich als gewollt gegensätzlich zu positionieren, weil dann für beide ein größeres Stück vom Kuchen bleibt. Das amerikanische Parteiensystem macht es vor und viele Industrien ziehen nach und lassen ihre Konsumenten tanzen. Coca Cola oder Pepsi? McDonald’s oder Burger King? Airbus oder Boeing? Visa oder Mastercard? Und nun eben: Apple oder Samsung?

    Aus diesem Grund ist die eigentlich interessante Frage, an die unser Autor überhaupt nicht gedacht hat: warum eigentlich kein Lumia?
    Die Werbeagenturen von Apple und Samsung kennen die Antwort. Kennen Sie sie auch?

    1. Guter Punkt – und beim letzten Absatz musste ich lachen. Hab die letzten fünf Jahre lang mit Begeisterung Lumias verwendet. UI und Hardware wären immer noch überlegen, aber es gibt halt leider keine (upgedateten) Apps mehr. FB auf Lumia kennt noch immer keine Like-Emoticons… das hat MS ganz allein versemmelt.

  11. Sehr guter Artikel! Ich habe fast die gleiche Erfahrungen gemacht und bin nach vielen Jahren iPhones (seit 2007!) letztes Jahr auf das Samsung S6 nach einem Jahr Huawei (auch gut) umgestiegen und habe es nicht bereut bzw. bin ausserordentlich zufrieden. Übrigens kann ich die Gear VR für das Samsung sehr empfehlen – das ist eine ganz neue Welt. Apple hat nichts Vergleichbares im Angebot.

  12. Schon mal was von BlackBerry gehört? Ist zwar in eine Nische gerückt, aber sowohl mit OS 10 und sicheres Android eine Alternative.

  13. Sorry meedia, aber dieses pure Apple-Bashing bei jeder Gelegenheit ist langweilig und weit weg von objektiver Berichterstattung. So einen Artikel zu schreiben, ohne ein Wort zu Viren oder Explosionsgefahr zu verlieren ist wirklich sehr eindeutig. Kenne gerade keine „Journalisten“ die zur Zeit so bewusst schlecht über Apple schreiben wir ihr.
    Null Infos nur schlechtes Gerede.
    Man könnte meinen, da steckt mehr dahinter.

    1. Was willst du denn mit Explosionsgefahr sagen? Es ist keineswegs so dass alle Android/Nicht Apple Geräte explodieren es handelt sich hierbei um einen Produktionsfehler der 35 von 200.000.000 betrifft. Aber das will man ja als Applefanboy nicht einsehen und sich auf alles stürzen was einem auch nur ein bisschen Angriffsfläche bietet

  14. Das Problem ist, dass eine Religion mit Herstellern von Mobiltelefonen verglichen wird. Ich habe den umgekehrten Weg hinter mir: Als Apple sein iPhone rausbrachte (mit Providerzwang, ohne GPS, mit einer lächerlich schlechten Kamera und proprietär bis zum Abwinken), da habe ich einfach nur schallend gelacht über die ganzen Fanbunnies, die nachts vor dem iStore übernachten. Dabei ist es geblieben: Das, wofür man bei Apple 750 Euro zahlen musste (dafür haben wir uns früher Gebrauchtwagen gekauft, und die waren noch nicht mal schlecht), bekam man beim Wettbwerb für die Hälfte. Und als Apple vor neun Jahren das iPhone rausbrachte, da hatte ich bereits mein drittes oder viertes Smartphone im Alltagseinsatz gehabt.

    Meine Abkehr von Android kam, als Google Android 5 rausbrachte – und dabei aus den zwei Mail-Clients (einen für das Google-Konto und einen für alle anderen Mail-Konten) einen machte. Das war das Maß an Übergriffigkeit, das mir zu viel wurde. Es nervte mich, dass ich jedesmal, wenn ich auf meinem Nexus 4 Musik spielen wollte, erst einmal das Google Music Probeabo wegklicken musste. Rein technisch war das Nexus 4 klasse, außer dass es einen völlig unnötigen Glas-Rücken hatte und Strom zog wie eine Waschmaschine.

    Vor einem Dreivierteljahr habe ich mein erstes iPhone gekauft, ein iPhone 6 mit 64 GB (Meine Frau hat bereits seit Jahren ein iPhone 4). Es war kein Erweckungserlebnis mehr, das iPhone aufzusetzen. Alle meine relevanten Daten liegen in irgendwelchen Clouds oder auf Mailservern, die Adressen weiß ich auswendig.

    Das schleichende Unbehagen, das die iPhone-Fanbunnies langsam beschleicht, traf mich auf einen Schlag: Das iPhone 6 leistete sich viel zu viele echte Design-Bugs. Beispiel: Wenn einer anruft, und der Sperrbildschirm ist noch offen, dann muss man das Gespräch anders annehmen, als wenn der Sperrbildschirm verriegelt ist. What?

    Dazu kommt dieser beschissene Walled Garden. Ein anderes Lightning-Kabel gekauft? Inkompatibel! Mal eben Bilder von der DSLR auf dem Phone sichern? Fast unmöglich. Und iTunes? Ich meine, die Programmierer gehören doch geteert und gefedert, oder?

    Dennoch, ich komme klar. Ich bin nicht unzufrieden – wäre ja auch noch schöner, bei solch einem teuren Gerät. Aber wenn mein Vertrag um ist, dann ist auch das Rennen wieder offen.

    1. Das ist mal wieder Samsung Bashing. Und natürlich nicht mal informiert. Das ist passiert, ja, aber bei dem Note 7. Deswegen war das auch völlig unangebracht…

  15. Selbst wenn Ihr inhaltlich recht habt, so sieht es in letzter Zeit doch stark nach „Apple-Bashing“ aus. Und das ist für mich kein seriöser Journalismus.

    Ja, Ihr generiert mit dieser Art von Artikeln eine hohe Anzahl an PIs, unterscheidet Euch jedoch mEn kaum noch von den Clickbait-Maschinen wie Focus.de & Co…

  16. Wer aufgrund der o.a. Probleme im professionellen Einsatz die Virenschleuder Android verwendet, der beschäftigt sich mit der Thematik scheinbar auf recht oberflächlicher Ebene. Android wird seine Sicherheitsprobleme in dieser Aufstellung nie in den Griff bekommen, denn Updates sind schon bei neuen Telefonen Fehlanzeige.

    Aber wer seine Telefone über eine Vertragsverlängerung holt …

  17. Samsung und TouchWiz ist die technische Massenvergewaltigung von Android. Ein Nexus wäre netter, das bekommt nämlich Updates (und Samsung liefert Updates lieber auf neuen Geräten aus um Bandbreite zu sparen…)

    1. Samsung liefert keine Updates aus, weil dies aufgrund der fragmentierten Struktur von Android und der zahlreichen Geräte einen gigantischen Aufwand ausmacht. Ob die Bandbreite da so entscheidend ist, bezweifele ich …

  18. Anstatt skuriler Wortschöpfungen wie „Unterschichten-Telefone“, hätten dem Text eine vernünftige Rechtschreibung und Kommasetzung, zumindest aber eine Korrekturschleife, gut getan.
    Wann kriegt Meedia das Problem mit der miesen Orthografie eigentlich mal in den Griff?

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