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Theodor-Wolff-Preis für SZ Magazin, Handelsblatt und Zeit

Tobias Haberl bekam für seine Reportage über den NPD-Abgeordneten Udo Voigt einen Theodor-Wolff-Preis
Tobias Haberl bekam für seine Reportage über den NPD-Abgeordneten Udo Voigt einen Theodor-Wolff-Preis

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sechs Journalisten mit dem begehrten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Die Würdigung der deutschen Zeitungen ging am Mittwochabend in vier Kategorien an zwei Autoren und zwei Autorenduos. Der Preis ist in jeder Kategorie - "Lokales", "Meinung", "Reportage" sowie "Thema des Jahres" - mit 6000 Euro dotiert.

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In der Sparte „Lokales“ ging der Preis an Karsten Krogmann und Marco Seng von der Nordwest-Zeitung (Oldenburg) für ihren Artikel „Warum stoppte niemand Niels Högel?„. Darin zeichnen die Autoren die Geschichte eines Serienmörders und die fragwürdigen Ermittlungen nach.

In der Kategorie „Meinung“ wurde Heinrich Wefing von der Zeit (Hamburg) für den Text: „Darf’s auch etwas mehr sein?“ ausgezeichnet. Darin beschreibt er die Notwendigkeit einer Wiederkehr eines starken Staats – angesichts der Flüchtlingskrise und anderer Probleme.

Tobias Haberl vom SZ Magazin (München) bekam die Auszeichnung in der Kategorie „Reportage“ für den Artikel „Reihe 7, Platz 88„. Für seinen Text begleitete er den NPD-Politiker Udo Voigt, der bei der Europawahl 2014 einen Sitz im Europaparlament errungen hatte.

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Der Preis für das „Thema des Jahres“, das für die Jury dieses Mal Flüchtlinge war, ging an Nicole Bastian und Jens Münchrath vom Handelsblatt (Düsseldorf). In ihrem Projekt „Wer seid ihr?“ ließen sie in einer Ausgabe zahlreiche Flüchtlinge selbst zu Wort kommen, indem diese Beiträge über ihr Schicksal verfassten.

An der Ausschreibung hatten sich 400 Journalisten beteiligt, wie der BDZV mitteilte. Bei einer Vorauswahl hatte die Jury in den vier Kategorien jeweils drei Veröffentlichungen von insgesamt 15 Autoren nominiert. Erstmals wurden die Sieger erst am Tag der Preisverleihung gewählt und bekannt gegeben.

Die renommierte Auszeichnung erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären Berliner Tageblatts, Theodor Wolff (1868-1943), der 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen musste, dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert wurde. Er starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

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Alle Kommentare

    1. Wenn man weiß, wie solche Preise entstehen, welche Einflussnahmen und welches Gezerre damit einhergeht und gleichzeitig sieht, liest, hört. wie dieses Preis-Gedöns immer mehr überhand nimmt, sollte es BITTE endlich zum Widerstand gegen diese kommen. mindestens 40 Musikpreise, Filmpreise ohne Ende, unzählige Festival-Preise, unzählige Journalistenpreise, mindestens 28 „wichtige“ Buch- und Literaturpreise, nicht dazu gezählt die unendliche vielen oft „zugeschanzten“ „Wer-ist-der-beste-Preise“, wer-ist-der-first-step-der-nach-step-der-Äktschn-der-99-der-schnauf…Preis der bla-Awards, die unendlich vielen „Preisträger“ der Preisverleihungen von Firmen, Medien, Konzernen, den öffentlichen und privaten Sendern, die Förder-und-Länder-dazu weitere Preise, die von unabhängigen Jurys oder Stiftungen aufgelegt werden wie Jugendpreise, Kinderpreise, die unbedingt gesellschaftliche Wirung erzielen „müssen“, nicht zu vergessen die auf diesem Gebiet wahnsinnig engagierten kirchenlichen Einflussnehmer… Reichts Euch? Wer ergänzt?

  1. Schade, dass es die ebenfalls ausgezeichnete Nordwest Zeitung nicht in Ihre Überschrift geschafft hat. Gerade die Lokal- und Regionalzeitungen beweisen immer wieder, dass sie ebenfalls ausgezeichneten Journalismus zu bieten haben. Liebe Grüße Lars Reckermann (Chefredakteur NWZ)

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