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Lage beim journalist-Verlag spitzt sich zu: Rommerskirchen entlässt offenbar weitere Mitarbeiter

Die journalist-Redaktion ist bereits gekündigt: Nun traf es auch weitere Mitarbeiter des Rommerskirchen-Verlages
Die journalist-Redaktion ist bereits gekündigt: Nun traf es auch weitere Mitarbeiter des Rommerskirchen-Verlages

Auf den Wegfall des journalist-Auftrages folgen im Hause Rommerskirchen offenbar weitere Konsequenzen. Nach MEEDIA-Infos kam es am Mittwoch zu weiteren Kündigungen. Unklar ist, ob und welche Folgen der drastische Schritt für das ebenfalls bei Rommerskirchen erscheinende PR Magazin hat. Rommerskirchen hatte erst kürzlich die journalist-Redaktion entlassen, nachdem der DJV den Produktionsauftrag entzogen hatte.

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Wie es aus Unternehmenskreisen heißt, sei am Mittwoch die gesamte Belegschaft des Verlages fristgerecht und betriebsbedingt gekündigt worden. Verleger Thomas Rommerskirchen wollte diese Informationen weder bestätigen noch dementieren.

Die drastische Maßnahme kommt trotz des Wegfalls der für den Verlag so wichtigen journalist-Produktion überraschend und wirft Fragen nach der Zukunft des PR Magazins auf, das ebenfalls von Rommerskirchen verlegt wird. Dieses werde weiterhin bestehen, kommentierte Rommerskirchen. Ähnliches behauptete er zu Beginn von Streitigkeiten auch bezüglich des Medienmagazins journalist, dessen Auftragskündigung seitens des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) er nicht akzeptieren will.

Der DJV hatte ihm als Herausgeber vor wenigen Wochen den Auftrag für die Produktion entzogen, nachdem sich der Verband über einen immer geringeren Heftumfang geärgert hatte. Grund waren wegfallende Anzeigenumsätze weniger Großkunden. Über die Sonderkündigung des DJV wird  noch gestritten, der journalist-Redaktion hatte Rommerskirchen bereits vor einigen Wochen gekündigt.

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Das Magazin produzieren soll ab Oktober der Hamburger New Business Verlag. Ob die Auseinandersetzungen dazu führen, dass bis dahin überhaupt kein journalist mehr erscheint, ist noch nicht geklärt. Nach MEEDIA-Infos ist der redaktionelle Teil der September-Ausgabe fertig. Ob sie auch an die Abonnenten rausgehen wird, kann Rommerskirchen zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

Darüber hinaus verklagt Rommerskirchen den DJV auch auf Schadenersatz, weil der Verband durch die Kommunikation seiner Unzufriedenheit für Verluste im Anzeigengeschäft gesorgt habe.

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Alle Kommentare

  1. Zu diesem Vorgang sollte man hinzufügen, dass der „journalist“ unter seinem Chefredakteur Daniel einfach schlecht war. Ihm schwebte eine Art Magazin wie der Spiegel vor, herausgekommen sind Artikel, die ein bestimmtes Klientel lobhudelten und sich dabei von den die Journalisten des Verbandes wirklich bedrängenden Themen weit und weiter entfernten; nicht einmal ausreichend Platz für Leseräußerungen, für ein Diskussionsforum, gab es, kein breites Spektrum für die Anliegen der Landesverbände. Die einzigen, die dies nicht bemerkten waren der djv und der Chefredakteur des journalist. Fazit: stellt den gedruckten journalist ein zu Gunsten einer guten, digitalen, wöchentlichen Periodika, gefüllt mit Lese- und Leserstoff, mit Verbandsdebatten und Perspektiven, die über die gewerkschaftstypische Larmoyanz hinausgehen. Gerade ein Journalistenverband sollte nach vorn und nicht stets angstvoll zurück schauen. Mehr Mut meine Damen und Herren.

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