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Bertelsmann: Rekordgewinn im ersten Halbjahr mit neuer Konzernstruktur

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Keinen Grund zur Klage hat Bertelsmann-CEO Thomas Rabe. Für das erste Halbjahr 2016 meldet der Medienkonzern aus Gütersloh beim operativen Gewinn (EBITDA) den Rekordwert von 1,11 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,06 Mrd. Euro). Besonders dazu beigetragen hat einmal mehr das sehr gute Geschäft der RTL Group. Der Umsatz von Bertelsmann betrug in den ersten sechs Monaten 8 Mrd. Euro, was dem Vorjahreswert entspricht.

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Neu in diesem Jahr ist, dass die Musiksparte BMG, die Bildungssparte Bertelsmann Education Group sowie die Bertelsmann Investments als eigenständige Unternehmensbereiche geführt werden. Mehr als ein Viertel des Umsatzes erwirtschaftete Bertelsmann im ersten Halbjahr außerhalb von Europa, die USA sind dabei der zweitgrößte Markt für Bertelsmann. Unterm Strich blieben im ersten Halbjahr mit 482 Mio. Euro 21,1 Prozent mehr hängen als im Vorjahreszeitraum.

Zu den einzelnen Unternehmenssparten:

RTL Group

Die TV-Gruppe hat ihre Zahlen bereits bekanntgegeben und wird ihrer Rolle als Cashcow von Bertelsmann einmal mehr gerecht. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 3,2 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. Das Operating EBITDA stieg um 8,2 Prozent auf 676 Mio. Euro. Die deutliche Ergebnisverbesserung wurde insbesondere von der französischen Groupe M6 und der Mediengruppe RTL Deutschland getragen. Bei M6 schlug indes vor allem das schrittweise Auslaufen der Mobilfunkvereinbarung M6 Mobile positiv in der Bilanz zu Buche.

Penguin Random House

Im volatilen, weil Bestseller-abhängigen, Buchgeschäft musste der weltgrößte Publikumsverlag einen Umsatzrückgang von 10,7 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro hinnehmen. Grund waren hier auch geringere E-Book-Verkäufe in den USA und neue Verkaufskonditionen im Handel. Das Operating EBITDA ging um 10,6 Prozent auf 185 Mio. Euro zurück.

Gruner + Jahr

Das Zeitschriftengeschäft in Deutschland bleibt schwierig und Gruner + Jahr müht sich weiter mit seiner Transformation. Der Umsatz stagnierte bei 777 Mio. Euro. Hemmnisse waren der Rückgang bei Print-Anzeigen und Verkäufe, wie die Anteile an der Motor-Presse in Frankreich. Immerhin: Der Umsatz der digitalen Geschäfte von G+J in den Kernmärkten wuchs um 31 Prozent. Das Operating EBITDA sank allerdings um 7,1 Prozent auf 52 Mio. Euro. Grund seien Investitionen ins Digitalgeschäft vor allem in Deutschland. Die Vertriebserlöse hätten dank neuer Zeitschriftentitel „nahezu stabil“ gehalten werden können. G+J bildete zudem die neue Content Communication Agentur Territory aus den G+J Editors und der Medienfabrik Gütersloh, es gibt nun die Anzeigenkooperation Ad Alliance mit RTL Deutschland und das Landlust-Joint-Venture mit dem Landwirtschaftsverlag Münster rief die Deutsche Medien Manufaktur ins Leben.

BMG

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Der Umsatz der Musiksparte BMG, erhöhte sich im ersten Halbjahr um 4,6 Prozent auf 182 Mio. Euro. Das Operating EBITDA kletterte um 6,7 Prozent auf 32 Mio. Euro. Zahlreiche neue Verpflichtungen, u.a. Pink Floyd-Mitgründer Roger Waters, sowie der Markteintritt in Australien, sind Gründe für das Wachstum.

Arvato

Die Service-Sparte konnte ihren Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro steigern. Das Operating EBITDA erhöhte sich gar um 26,8 Prozent auf 180 Mio. Euro.

Printing Group

Der Umsatz des Druckgeschäfts sank um 5,3 Prozent auf 774 Mio. Euro, u.a. wegen des Verkaufs der Aktivitäten in Spanien. Das Operating EBITDA stieg dank einer verbesserten Produktionsauslastung infolge von Neukundengewinnung und erfolgreicher Kostenmaßnahmen überraschend deutlich um 17,5 Prozent auf 47 Mio. Euro.

Bertelsmann Education Group

Das Geschäft mit der Bildung ist der große Wachstums-Hoffnungsträger von CEO Thomas Rabe. Der Umsatz hier kletterte um satte 28 Prozent auf 64 Mio. Euro. Beim Operating EBITDA steht dagegen ein Verlust von 13 Mio. Euro in den Büchern (Vorjahr: -3 Mio.). Anlaufverluste für den Geschäftsausbau und Transformationskosten sind laut Bertelsmann die Gründe. Wichtige Bausteine der Education Group sind der E-Learning-Anbieter Relias Learning und die Bertelsmann-Beteiligung an Udacity, einem weiteren E-Learning-Anbieter.

Bertelsmann Investments

Der neue Bereich Investments umfasst die vier Digitalfonds von Bertelsmann Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI). Über alle vier Fonds war Bertelsmann zum 30. Juni in 125 Unternehmen investiert. Der operative Gewinn der Sparte (EBIT) erhöhte sich von -7 auf 42 Mio. Euro.

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Alle Kommentare

  1. Bei Arvato ist aber zukünftig noch deutlich mehr drin als nur magere 3,6 Prozent Umsatzsteigerung!

    Denn Arvato sind genau die, welche mit derzeit 200 Mitrbeitern allein im Auftrag unseres Justizministers, Hand in Hand mit Frau Kahanes herausragendem Kollektiv, dem deutschen Nazi und Rassisten zeigt, wo der gute Frosch die antifaschistischen Locken hat.

    Dank Bertelsmann: Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

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