Anzeige

Apple soll bis zu 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen

Apple-Tim-Cook-Margrethe-Vestager.jpg
Apple-Chef Tim Cook und die EU-Wettbewerbshüterin Margrethe Vestager

Im Vorfeld war bereits durchgesickert, dass die EU-Kommission die Steuervergünstigungen die Apple in Irland erhält, für unrechtmäßige hält. Jetzt teilte die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit, auf welchen Betrag sie die die so entgangenen Einnahmen schätzt: 13 Milliarden Euro. Irland müsse die rechtswidrige Beihilfe nun zurückfordern.

Anzeige
Anzeige

„Die Kommission gelangte bei ihrer Prüfung zu dem Schluss, dass Irland Apple unzulässige Steuervergünstigungen gewährt hat, aufgrund derer Apple über viele Jahre erheblich weniger Steuern zahlen musste als andere Unternehmen“, sagte Vestager nun.

Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen unzulässig. Die Brüsseler Behörde hatte seit 2014 die Steuervereinbarungen Irlands mit dem US-Unternehmen genau unter die Lupe genommen.

Anzeige

Allerdings widerspricht Irland bereits der Brüsseler Entscheidung. „Irland hat Apple keine Steuervorteile gewährt“, hieß es in einer Stellungnahme der irischen Regierung am Dienstag. Sämtliche fällige Steuern seien bezahlt worden und es seien keine unerlaubten staatlichen Beihilfen gewährt worden.

Der Bescheid der Brüsseler Behörde solle nun im Detail geprüft werden, um einen gerichtlichen Einspruch vorzubereiten, erklärte die irische Regierung. „Es ist nicht angebracht, dass EU-Beihilfevorschriften in dieser beispiellosen Art und Weise genutzt werden“, hieß es weiter. Steuern seien Sache der einzelnen EU-Staaten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*