buzzer-das-letzte-aus-dem-netz
Anzeige

Warum die Bravo vor Geschlechtskrankheiten durch Smartphones warnt

Schon wieder sorgt die Redaktion von Nadine Nordmann (Foto) für Aufsehen: In der aktuellen Bravo wird vor allerlei Gefahren durch Smartphones gewarnt. Darunter: die Zunahme von Geschlechtskrankheiten.
Schon wieder sorgt die Redaktion von Nadine Nordmann (Foto) für Aufsehen: In der aktuellen Bravo wird vor allerlei Gefahren durch Smartphones gewarnt. Darunter: die Zunahme von Geschlechtskrankheiten.

Entwicklungsstörungen, orthopädische Schäden und Verletzungsgefahr – in den Taschen von Teenagern lauern viele Gefahren, wie die Bravo berichtet: "So gefährlich sind Smartphones", warnt ein Mediziner in der aktuellen Ausgabe des Jugendmagazins. Nicht zuletzt sollen die Smartphones für eine "Zunahme von Geschlechtskrankheiten" sorgen. Wie das?

Anzeige
Anzeige

Smartphones sind eine feine Sache – besonders für die junge Zielgruppe der Bravo. Immerhin lassen sich mit einem Fingerwisch Hausaufgaben über WhatsApp austauschen oder Partyfotos via Snapchat verschicken. Doch 200 Gymnasiasten hätten nun einen „krassen Selbstversuch“ gewagt, den das Jugendmagazin der Bauer Media Group sogar auf ihrem aktuellen Titel (Nr.18/2016) anpreist: Sie verzichteten einen Monat lang auf alle Medien und „gaben sogar ihre Smartphones in der Schule ab!“, heißt es in dem Report („1 Monat ohne Smartphone“). Das Ergebnis sei unglaublich.

Unglaublich ist vor allem die Expertenmeinung von Prof. Dr. Thomas Kammer, seines Zeichens Leiter Sektion für Neurostimulation an der Uniklinik Ulm, zu dem Versuch. Dieser warnt in seinem Text vor Entwicklungsstörungen, orthopädischen Schäden und sogar Geschlechtskrankheiten – denn „So gefährlich sind Smartphones!“ (so der Titel) nun einmal.

Auch im Netz hat die Expertenmeinung bereits für Verwirrung gesorgt.

Demnach können Schlafstörungen, Onlinesucht und Mobbing die Folge von zu hoher Smartphone-Nutzung sein, so der Mediziner. Wie es zu Geschlechtskrankheiten durch Smartphones kommen soll? Ist ein wenig an den Haaren herbeigezogen: „Durch Dating-Apps, wie z.B. Tinder, ändert sich auch das Sexualverhalten“, erläutert der Experte. „Häufig wechselnde Sexualpartner sind schnell verfügbar, und so kommt es zu einer Zunahme von Geschlechtskrankheiten.“ Der abschließende Rat des Experten lautet: „Aus all diesen Gründen sollten Smartphones möglichst nur eingeschränkt genutzt werden.“

Bereits vor zwei Wochen hat eine sechs Jahre alte Geschichte der Bravo schon einmal Verwirrung gestiftet: 2010 geriet das Blatt mit zehn Tipps, wie man sich an seinem oder seiner Ex rächt, in die Kritik – für die jüngste Aufregung sorgte allerdings nicht der Inhalt, sondern die Reaktion aus der Redaktion.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*