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„ARD macht sich unklare rechtliche Grenzen zunutze“: VPRT kritisiert neues Jugendangebot von Radio Bremen

Klaus Schunk vom VPRT kritisiert das neue Jugenangebot vom Radio Bremen scharf.
Klaus Schunk vom VPRT kritisiert das neue Jugenangebot vom Radio Bremen scharf.

Am Mittwoch hat Radio Bremen (RB), die kleinste ARD-Anstalt, ihr crossmediales Jugendangebot "Bremen Next" vorgestellt. Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat den Launch nun scharf kritisiert – und fordert, dass die "Programmexpansion und systematische UKW-Aufschaltung zu Lasten privater Radios" gestoppt wird.

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Anders als das geplante Junge Angebot von ARD und ZDF wird „Bremen Next“ nicht nur online verbreitet, sondern nutzt alle Ausspielwege mit Ausnahme des klassischen Fernsehens. „Das Vorgehen bei Bremen NEXT folgt einem bekannten Muster: Programme werden online gestartet und dann systematisch zuerst digital-terrestrisch und später über UKW verbreitet.“, kritisiert nun Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT und Geschäftsführer von Radio Regenbogen (Mannheim) in einer Mitteilung des VPRT. Damit treibe die ARD die „Expansion zu Lasten privater Radioangebote“ und mach sich „unklare rechtliche Grenzen zunutze.“, so Schunk weiter.

Da Radio Bremen über genügend Programmflächen verfüge, sei es wenig glaubhaft, dass „die ARD glaubwürdig DAB+ als Digitalstandard fördern will und hierzu regelmäßig Mittel für die digitale Infrastruktur bei der KEF beantragt“. Die Forderung der VPRT: Eine politische Korrektur, wenn man „das private Radio als identitätsstiftendes und informierendes Medium in den lokalen und regionalen Räumen nicht nachhaltig gefährden will.“ Das Beispiel von Bremen NEXT zeige, wie immer wieder einzelne landespolitische Entscheidungen diese Entwicklung befördern. „Um die Zukunft des Radios verlässlich und in einem faireren Verhältnis von ARD und Privaten zu regeln, bedarf es daher eines länderübergreifenden und bundesweit geltenden Radio-Staatsvertrags.“

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