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„Project Juno“: Warum sich die britische Presse gegen Facebook und Google verbündet

Als „Project Juno“ kooperiert die britische Presse, um gegen Facebook und Google bestehen zu können
Als "Project Juno" kooperiert die britische Presse, um gegen Facebook und Google bestehen zu können

Die großen Werbe-Budgets wandern längst aus den gedruckten Zeitungen immer mehr Richtung Fernsehen und vor allem ins Web. Viele Print-Titel verlieren Anzeigenkunden an die großen Internet-Riesen. In Großbritannien schließen sich nun wichtige Zeitungen wie der Guardian und die Sun zu einer Vermarktungsallianz zusammen, um der Konkurrenz - auch und vor allem Google und Facebook - gemeinsam den Kampf anzusagen.

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Wie kann man der Gefahr trotzen, die Facebook und Google für das Print-Anzeigengeschäft darstellen? Zeitungsriesen wie The Sun, The Guardian, The Daily Mail und The Times wollen es herausfinden – und in einer Machbarkeitsstudie analysieren, wie sie ihre Anzeigenerlöse gemeinsam steigern können. Leiten soll das Projekt Steven Booth, Vorsitzender der Beraterfirma MC&C. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „City A.M.“.

Denn während das Anzeigengeschäft im Online-Sektor – selbst nach dem kostspieligen Brexit – stetig steigen würde, stecke das Printgeschäft nach wie vor in einer Krise. „Die Zeitungsbranche war untereinander zu kompetitiv“, stellt Booth in dem Wirtschaftsblatt fest. „Und sie würde die offensichtliche Konkurrenz eher in den Griff bekommen, wenn sie es gemeinsam angeht.“

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Unter dem Namen „Project Juno“ nimmt die Gegenoffensive nun Form an. Bemerkenswert: Die Blätter kommen aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Während etwa der Guardian und die Times als Qualitätszeitungen gelten, handelt es sich bei Daily Mail und Sun um Tabloids – sprich: klassische Boulevardpresse. Ihr einzig gemeinsamer Nenner scheint das schwindende Anzeigengschäft. Und trotzdem: „Wir glauben fest daran, dass wir im Stande sind, zusammenzuarbeiten und als eine Stimme aufzutreten“, so Booth. „Wir können das Anzeigengeschäft in der Zeitungsbranche verbessern, auch für Werber.“

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