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Hausdurchsuchung bei RTL-Reportern: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anstiftung zu einer Straftat

Die Produktion des RTL-Eventfilms zum Unglück der „Costa Concordia“ ist abgesagt
Die Produktion des RTL-Eventfilms zum Unglück der "Costa Concordia" ist abgesagt

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen verdeckter Recherchen im Umfeld der Polizei. Mehreren Medienberichten zufolge sind am Mittwoch auch Wohnungen von Reportern durchsucht worden, die im Auftrag von RTL arbeiten. Für diese hatte offenbar eine Polizisten monatelang versteckte Videoaufnahmen gemacht. Um welche RTL-Produktion es sich handelt, ist unklar.

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Die Polizistin war am Mittwoch bei einem Einsatz aufgeflogen, nachdem die Polizei einen verdächtig wirkenden Passanten aufgegriffen hatte. Dieser stand offenbar in direktem Kontakt zur Ermittlerin. Die Recherchen fanden für RTL statt, wie der Sender laut Medienberichten bestätigt hat. Der Tatvorwurf lautet offenbar Verletzung von Privatgeheimnissen sowie Anstiftung hierzu und Beihilfe.

Seitens des Senders gibt es bislang nur wenig weitere Informationen. Man habe den Ermittlern das gedrehte Material zur Verfügung gestellt, heißt es. Außerdem habe RTL betont, dass die Recherchen nicht für das Format „Wallraff Undercover“ stattgefunden hätten. Für welche Produktion die Reporter tätig waren, ist also weiterhin unklar. Insgesamt werden offenbar drei Journalisten beschuldigt, deren Wohnungen bereits durchsucht worden sein sollen.

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Darüber hinaus sollen auch Räume der Polizei nach Abhörwanzen abgesucht worden seien. Gegen die verdächtigte Ermittlerin habe man ein Entlassungsverfahren eingeleitet.

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