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Chefredakteur vor die Nase gesetzt: Wolfgang Büchners Probleme bei Ringier

Wolfgang Büchner ist seit 1. Januar Chief Digital Officer der Mediengruppe Madsack
Wolfgang Büchner ist seit 1. Januar Chief Digital Officer der Mediengruppe Madsack

Zürcher Verärgerung. Der ehemalige dpa- und Spiegel-Chefredakteur und aktuelle Geschäftsführer der Blick-Gruppe beim Schweizer Ringier-Verlag, Wolfgang Büchner, hat laut einem Bericht der NZZ am Sonntag Probleme, seinen Kurs durchzuziehen. Mit Christian Dorer sei ein neuer Chefredakteur für den SonntagsBlick weitgehend ohne Absprache mit Büchner eingestellt worden.

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Der 41-jährige Dorer kommt laut NZZ am Sonntag von der Aargauer Zeitung, wo er derzeit noch Chefredakteur ist. Er soll mit Ringier-Chef Marc Walder direkt verhandelt haben, Büchner habe bei der der Besetzung der wichtigen Personalie kaum eine Rolle gespielt. Zudem habe Dorer noch einige Bedingungen gestellt, die laut NZZ Büchners Newsroom-Konzept zuwider laufen. So soll Dorer beim SonntagsBlick eine eigene Redaktion leiten, während Büchner einen zentralen Newsroom implementieren wollte.

Die NZZ zitiert einen Insider mit den Worten: „Büchner ist in einer Weise desavouiert worden, dass ihm eigentlich nur der Abgang bleibt.“ Wie die NZZ weiter notiert, sei das Verhältnis zwischen Büchner und Walder ohnehin abgekühlt, weil die Umsetzung der Newsroompläne nicht reibungslos funktioniere. Das weckt Erinnerungen: Beim Spiegel war Büchner nicht zuletzt daran gescheitert, die Online- und Print-Redaktion stärker zu verzahnen.

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Gegenüber turi2 hat Büchner den NZZ-Bericht zurückgewiesen. Das Team vom SonntagsBlick solle auch in seinem Konzept teilweise eigenständig arbeiten. Einen Dissens zwischen ihm und Walder gebe es nicht. „Wir stimmen uns in allen Fragen eng und vertrauensvoll ab“, so Büchner.

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