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Der Käufer steht fest: Verizon kauft Yahoo für 4,8 Milliarden Dollar

Marissa Mayer war im Jahr 2013 noch CEO von Yahoo
Marissa Mayer war im Jahr 2013 noch CEO von Yahoo

Der Telekommunikationskonzern Verizon hat laut Medienberichten den Bieterwettstreit um das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo für sich entschieden. Der Kaufpreis soll bei etwa 4,7 Milliarden Dollar liegen. Zu besten Zeiten war Yahoo mehr als 100 Milliarden Dollar wert. Wie es weiter heißt, wird Yahoo-CEO Marissa Mayer mit einer ordentlichen Summe von 57 Millionen Dollar abgefunden.

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Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekommunikations-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden. Die beiden Beteiligungen mit einem aktuellen Wert von rund 40 Milliarden Dollar bleiben bei dem bisherigen Unternehmen.

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Ein Verkauf würde das Ende der Eigenständigkeit für eine der bekanntesten Firmen in der Internet-Wirtschaft markieren. Yahoo war vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht – und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern. Obwohl Mayer dem Konzern keine Trendwende bescheren konnte, soll sie laut Medienberichten mit einer ordentlichen Summe abgefunden werden. 57 Millionen Dollar soll die ehemalige Google-Managerin für ihre Dienste erhalten.

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