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Johannes B. Kerner: „Ich habe einen Narren gefressen an großen Shows“

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Johannes B. Kerner

Johannes B. Kerner moderiert am kommenden Samstagabend erstmals die neue Show "Unsere größten Hits". Aus 40 Jahren Musik-Charts in Deutschland wird eine klassische 20.15 Uhr-Samstagabendshow gebastelt. Kerner hat zudem Jubiläum: Seit 30 Jahren ist er im Fernsehen, vor 20 Jahren moderierte er seine erste eigene Talkshow. 

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Eine neue Show für Johannes B. Kerner – gut für Sie oder gut für die Zuschauer?

Ich freue mich, diese Show präsentieren zu dürfen. Aber gemacht ist sie für die Zuschauer. Es ist eine Sendung, wie es sie im deutschen Fernsehen noch nicht gegeben hat. Prominente Künstler interpretieren Songs aus 40 Jahren Musikgeschichte. Gemeinsam blicken wir zurück auf die erfolgreichsten Songs vergangener Tage bis heute und auf das, was zu der jeweiligen Zeit auf der Welt passiert ist. Das weckt bei jedem Erinnerungen – auch bei mir.

Welche denn?

Zum Beispiel Dancing Queen von Abba. Wenn ich dieses Lied höre, geht bei mir sofort das Kopfkino los. Es war die erste Single, die ich geschenkt bekommen habe – ich war damals zwölf. Und weil ich sie mir zum Geburtstag so sehr gewünscht hatte, bekam ich gleich zwei davon. Sie waren praktisch verpackt, ich hätte eine von ihnen also gut im Laden zurückgeben können. Das habe ich aber nicht, weil ich ein so großer Fan war – und bis heute bin.

Völlig neutral können Sie diese Show also nicht moderieren?

Auf keinen Fall. Wenn ich Musik aus vier Jahrzehnten höre, springt sofort meine persönliche Hitliste an, der Soundtrack meines Lebens. Und ich bin mir sicher, dass es den meisten Zuschauern auch so gehen wird. Das ist eine sehr emotionale Sendung, die aber nicht allein aus Nostalgie besteht, sondern auch im Hier und Jetzt spielt. Sie ist Generationen übergreifend. Und es ist für jeden etwas dabei.

Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Privatleben?

Musik ist mein ständiger Begleiter. Egal, ob im Auto oder zu Hause: Es läuft immer das Radio, ich bin ein leidenschaftlicher Radiohörer. Ich schalte mich durch alle Programme und Sender. So habe ich einen Überblick, was angesagt ist und wie Musik sich entwickelt. Und ich gehe gerne zu Konzerten – und habe da auch gar keine Berührungsängste, ich bin offen für alles. Dass ich aktuell bleibe in Sachen Musik, dafür sorgen natürlich auch meine Kinder.

Und selbst Musik machen?

Den Flohwalzer auf dem Klavier kriege ich hin, Stille Nacht an Weihnachten auf der Blockflöte auch. Und mit der Gitarre reicht es fürs Lagerfeuer. Wenn es mehr werden soll, muss ich noch etwas üben.

Im Fernsehen haben Sie vor 30 Jahren angefangen, am 1. August 1986 als Praktikant. Sind Sie zufrieden, wie es seither gelaufen ist?

Ja klar, weil ich ungeheuer viel machen konnte. Wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, sage ich heute noch: Sportreporter. Sport, vor allem Fußball, ist meine große Leidenschaft. Auch die anderen Formate haben Spaß gemacht. Aber jede Sendung hat ihre Zeit.

Heute moderieren Sie Shows in eher unregelmäßigen Abständen. Keine Sehnsucht nach einem täglichen oder wöchentlichen Format, das ganz allein auf Sie zugeschnitten ist?

Ich persönlich habe einen Narren gefressen an großen Shows. Ich kann mich in aller Tiefe diesen Sendungen widmen und bin nicht dem Druck und der Eile eines täglichen Formats ausgesetzt. Und ich habe Lust auf das Publikum. Diesem etwas ganz Besonderes zu präsentieren, das macht Freude. Und dass es nicht 130 Sendungen im Jahr sind, ist gar nicht schlimm.

Haben Sie mit dem ZDF Ihre Fernsehheimat gefunden?

Die Zusammenarbeit mit dem ZDF ist eingespielt. Wir wissen beide, wie wir ticken und was wir voneinander haben. Und wir fühlen uns wohl. Das kann gerne noch ein paar Jahre so weitergehen.

In der Öffentlichkeit standen Sie zuletzt wegen der Trennung von Ihrer Ehefrau. Sagen Sie dazu auch etwas?

Nein.

Interview: Jürgen Ruf

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Alle Kommentare

  1. Das Schlimme ist, dass dieser unerträgliche Selbstdarsteller mit Zwangsgebühren alimentiert wird, um NIchtigkeiten des GEZ-TVs wegzumoderieren.

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