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1.000 Beschwerden in zwei Tagen: Werberat beanstandet umstrittenen Wiesenhof-Spot mit Gina-Lisa-Anspielungen

Atze Schröder in dem umstrittenen Wiesenhof Spot
Atze Schröder in dem umstrittenen Wiesenhof Spot

Der Deutsche Werberat reagiert auf den umstrittenen Wiesenhof-Spot, der anzügliche und unangemessene Anspielungen auf Gina-Lisa Lohfink macht, die wegen einer angeblichen Vergewaltigung vor Gericht streitet. Obwohl sich Wiesenhof für den Spot entschuldigt und ihn aus dem Netz genommen hat, sah das Ethik-Gremium die Notwendigkeit einer Beanstandung – es gingen in zwei Tagen mehr als 1.000 Beschwerden ein.

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Die Selbstkontrolleinrichtung der Werbebranche habe sich „aufgrund der Schwere der Vorwürfe aus der Bevölkerung veranlasst“ gefühlt, den Fall aufzugreifen. Die Ethik-Experten können nach Artikel 8.2 der Verfahrensordnung auch über bereits zurückgezogene Werbung entscheiden, heißt es weiter.

Das Problem an dem Spot seien die Anspielungen auf Gina-Lisa Lohfink, die derzeit vor Gericht streitet. Die ehemalige Kandidatin von „Germany’s Next Topmodel“ wehrt sich gegen den Vorwurf, zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt zu haben.

Im Spot machte Atze Schröder Sprüche über die Länge einer Grill-Wurst, die eindeutig Anspielungen auf Penis-Größen sind und sagte unter anderem: „Da müssen Gina und Lisa zur Trauma-Therapie“. Nach Ansicht des Werberats sei das entwürdigend und diskriminierend.

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„Der Wiesenhof-Spot ist ein sehr deutlicher Fehlgriff, den das Gremium klar beanstandet hat“, kommentiert Julia Busse, Geschäftsführerin des Deutschen Werberats. Zwar habe das Unternehmen mit der sofortigen Aussetzung des Spots rasch und richtig reagiert, trotzdem müsse es sich die Frage stellen lassen, warum das Video überhaupt in dieser Form gedreht wurde.

Die Beanstandung eines Spots gehört nicht zu den härtesten Sanktionen des Werberats. Das Gremium hätte auch eine öffentliche Rüge aussprechen können – allerdings dürfte hier davon abgesehen worden sein, weil sich Wiesenhof wie auch Atze Schröder unmittelbar nach dem Shitstorm entschuldigt haben.

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